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„Was wissen Teenager schon von Sex?“

„Sex Education“ ist die neueste Hit-Serie bei Netflix! Obwohl die erste Staffel erst seit Jänner online ist, wurde vor wenigen Wochen bereits eine Fortsetzung angekündigt. Bei uns erzählen die beiden Hauptdarsteller Asa Butterfield (Otis) und Emma Mackey (Maeve) über die Produktion der Serie.

„Sex Education“ ist die neueste Hit-Serie bei Netflix! Obwohl die erste Staffel erst seit Jänner online ist, wurde vor wenigen Wochen bereits eine Fortsetzung angekündigt. Bei uns erzählen die beiden Hauptdarsteller Asa Butterfield (Otis) und Emma Mackey (Maeve) über die Produktion der Serie.

 

Warum habt ihr eure Rolle in „Sex Education“ angenommen?

Asa Butterfield: Die Geschichte von Otis hat mich sofort begeistert, außerdem ist „Sex Education“ eine Serie mit viel Herz und einer guten Message. Während der Pubertät hat jeder seine Probleme und das ist auch ganz normal. Was wissen Teenager schon von Sex? Ich hoffe, dass die Serie der Jugend ein bisschen den Druck nimmt und zeigt, dass es im Leben nicht immer nur um Sex geht. „Sex Education“ ist eine Coming-of-Age-Geschichte, eine Liebesgeschichte, eine Geschichte über Freundschaft und obendrein sehr, sehr lustig. Das hat mich überzeugt.

Emma Mackey: Wir wissen doch alle wie schwer es ist, seinen Platz im Leben zu finden. Speziell in dieser Zeit ist es wichtig, viel Wärme zu bekommen und die richtigen Leute um sich zu haben. „Sex Education“ ist sehr direkt und unverblümt, aber genau das macht die Serie in meinen Augen aus.

Habt ihr mit euren Charakteren etwas gemeinsam?

Emma: Ich kann mich mit Maeve sehr gut identifizieren. Ich habe mich in meiner Jugend zwar nicht wie sie gekleidet und war auch nicht so taff und unabhängig wie sie, dennoch haben wir einiges gemeinsam. Ich wurde während meiner Schulzeit in der Oberstufe gemobbt und bin dann ähnlich zynisch wie Maeve geworden. Ich habe mich abgeschottet, Mauern aufgebaut und niemanden an mich herangelassen. Man muss dann aber trotzdem beginnen, wieder anderen Menschen zu vertrauen und sie dich lieben zu lassen. Ich hoffe Maeve findet das.

Asa: Otis hat eine, sagen wir mal, interessante Erziehung hinter sich und aufgrund der Beziehung zu seiner Mutter viele psychologische Probleme in Sachen Sex. Andererseits kann Otis sehr offen darüber reden und hat ein großes theoretisches Wissen. Das hatte ich in seinem Alter nicht. Ich persönlich wusste bis zu den Dreharbeiten der Serie beispielsweise nicht, dass es die Paraurethraldrüse, also eine weibliche Prostata gibt und auch von Vaginismus (Scheidenkrampf) hatte ich noch nie gehört.

Asa, du hast bereits in Hollywood-Blockbustern wie „Hugo Cabret“ (2011) und „Ender’s Game – Das große Spiel“ (2013) die Hauptrolle gespielt. Für die meisten deiner „Sex Education“-Kollegen war die Serie hingegen die erste große Produktion. Warst du mit deinen 21 Jahren da schon der Set-Onkel?

Asa: Mit so einer Erfahrung ans Set zu kommen, ist natürlich ein großer Vorteil. Ich habe mich sehr bemüht, dass sich die anderen wohlfühlen und keinen Druck verspüren, was bei der ersten großen Rolle schnell passieren kann. Es ist wichtig, dass man da trotzdem relaxt bleibt. Ähnlich wie Otis habe ich den anderen geholfen und mir als „Filmset-Therapeut“ ein bisschen was dazuverdient. 20 Dollar pro Stunde ist doch voll okay (lacht).

Emma: Asa hat uns alle unterstützt und mit seinen Streichen auch dafür gesorgt, dass wir lockerer sind. Auf mich hatte er es ein bisschen abgesehen, vor allem bei Nachtdrehs. Da hat er mich sehr oft erschreckt (lacht).

Asa: Da wir sehr viel in einer Schule gedreht haben, hat das irgendwie meine kindische Seite hervorgebracht. Ich mag es, ernste Situationen mit Blödeleien aufzulockern und da ich schon auf vielen Filmsets war, weiß ich schon was zu viel wäre und was ich machen darf. Ich hatte bei den Dreharbeiten auf jeden Fall sehr viel Spaß.

Noch eine letzte Frage: Wie war es, die Sexszenen zu drehen?

Emma: Die Sexszenen waren sehr natürlich choreografiert und strukturiert, das war für mich irrsinnig erleichternd. Es ist doch meine erste große Rolle und da will man einen guten Job machen, aber gleichzeitig sollen diese Szenen sehr intim und glaubwürdig wirken. Das Produktionsteam war da sehr professionell und hat uns während des Drehs super geholfen.