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Michael Schulte: Highs & Lows

Die Musik von Michael Schulte zu hören und mit ihm über seine Songs zu sprechen, bedeutet keinen großen Unterschied. Es gibt hier kaum eine Kluft zwischen Musiker und Mensch: Es ist diese außergewöhnliche Authentizität, für die er nicht nur in Deutschland geliebt wird und nicht erst seit dem 2012er Finale von „The Voice of Germany“ oder seinem 4. Platz beim ESC 2018. Michael Schulte war 2007 einer der ersten deutschen Musiker auf YouTube und geht seitdem unbeirrt seinen Weg. Dass er kürzlich mit der Single „Back To The Start“ die #1 der Spotify-Hitliste „Top Hits Deutschland“ knackte und damit Superstar Ed Sheeran ablöste, hat mit exzellentem Songwriting genauso zu tun, wie mit seiner Beständigkeit.

Die Musik von Michael Schulte zu hören und mit ihm über seine Songs zu sprechen, bedeutet keinen großen Unterschied. Es gibt hier kaum eine Kluft zwischen Musiker und Mensch: Es ist diese außergewöhnliche Authentizität, für die er nicht nur in Deutschland geliebt wird und nicht erst seit dem 2012er Finale von „The Voice of Germany“ oder seinem 4. Platz beim ESC 2018. Michael Schulte war 2007 einer der ersten deutschen Musiker auf YouTube und geht seitdem unbeirrt seinen Weg. Dass er kürzlich mit der Single „Back To The Start“ die #1 der Spotify-Hitliste „Top Hits Deutschland“ knackte und damit Superstar Ed Sheeran ablöste, hat mit exzellentem Songwriting genauso zu tun, wie mit seiner Beständigkeit.

Diese Kontinuität kann man auch an seinen Releases ablesen – Schulte hat seit 2011 jedes Jahr entweder ein neues Album oder mindestens mehrere Singles veröffentlicht. „Ich schreibe sehr viel und es passt zu mir, dass man im Zeitalter des Streamings neue Songs sehr schnell veröffentlichen kann – so sind die Gefühle, die man beschreibt, viel intimer und aktueller. Außerdem möchte ich den Schwung des letzten Jahres unbedingt mit ins neue Album nehmen. 2018 war ein tolles Jahr für mich, in dem sich einige meiner Lebensziele erfüllt haben. Zum Beispiel meine große Liebe zu heiraten und Vater zu werden. Aber auch beim ESC dabei zu sein, war ein Kindheitstraum und der vierte Platz hat meine größten Hoffnungen noch übertroffen.“

Sicher strahlt „Highs & Lows“ auch aus diesem Grund mehr Optimismus und Reife aus als seine vorherigen Alben – Schulte ist an einem ganz anderen Punkt in seinem Leben als noch vor drei Jahren. Wenn man die 14 neuen Tracks hört, trifft man einerseits den vertrauten Michael Schulte mit den fragilen Balladen und einfühlsamen Texten wieder, lernt aber andererseits auch einen poppigeren, dynamischeren Musiker kennen. „Früher war einfach mehr Herzschmerz in meinem Leben und für mich ist Songwriting eben auch eine Form der Selbsttherapie. Diesmal hatte ich einfach auch Lust auf schnellere, euphorischere Songs. Trotzdem bin ich noch derselbe und trage immer eine gewisse Melancholie in mir. Ich bin ein Träumer, der viel nachdenkt und dass es bei mir nie an der Oberfläche bleibt, zeigt ja auch schon der Titel des Albums. Auch wenn es mir gerade ziemlich gut geht: Ich habe Tiefpunkte hinter mir, die letztlich gut für mich waren, mich aber auch immer wieder beschäftigen.“ Die Tatsache, dass Schultes Musik auch international so erfolgreich ist, war nie erklärtes Ziel, passt aber zu seinen eigenen Vorlieben. „Ich war immer ein Fan von englischsprachiger Musik und höre privat gar keine deutschen Alben – das ist einfach Geschmackssache.“ Die ESC-Teilnahme lag also nicht fern, auch wenn er in das sensationelle Abschneiden vorab viel investiert hat. „Ich habe versucht, den bestmöglichen und gleichzeitig persönlichsten Song zu schreiben. Ich bin froh, dass ich mir selbst treu geblieben bin, obwohl ich es alleine, ganz ohne Management, auf die Beine gestellt habe.“ Umso erstaunlicher, dass er unter diesem Druck ‚You Let Me Walk Alone’ schreiben konnte, einen seiner bis dato wichtigsten und erfolgreichsten Songs, der ihm neben dem gleißenden ESC-Rampenlicht auch eine handfeste #3 in den deutschen Singlecharts und Goldstatus in den Niederlanden einbrachte.

Am Ende überrascht neben der ihm eigenen Aufrichtigkeit, die in einem Liebeserklärung wie „Keep You Close“ klarer denn je zutage tritt, auch die Bandbreite aus ausgelassenen Freudentänzen wie „My Love“, tröstender Umarmung auf „Someone“ und dem beruhigenden Echolot von Balladen wie „Let It Go“, das den Albumrelease im Oktober flankieren wird. All das, sanft getragen von seiner so kraftvollen wie sensiblen Stimme, die diese „Highs & Lows“ auf wunderbare Weise zusammenhält.