© Fabian Kirchner

Bars & Melody: „Wir sind erwachsen geworden!“

Bars & Melody sind zurück und veröffentlichen am 06. März, drei Jahre nach ihrem letzten Langspieler, das brandneue Album „Sadboi“. Im exklusiven Cool-Interview erzählen Charlie und Leondre warum die Produktion diesmal länger gedauert hat und wie sich das Duo seit damals weiterentwickelt hat.

Bars & Melody sind zurück und veröffentlichen am 06. März, drei Jahre nach ihrem letzten Langspieler, das brandneue Album „Sadboi“. Im exklusiven Cool-Interview erzählen Charlie und Leondre warum die Produktion diesmal länger gedauert hat und wie sich das Duo seit damals weiterentwickelt hat.

 

Cool: Wie geht es euch? Seid ihr gut ins neue Jahr gerutscht?

Charlie: Danke, mir geht es gut. Ich habe den Jahreswechsel mit meiner Familie verbracht. Das war richtig nice, weil ich sie unter dem Jahr leider nur selten sehe. 2020 haben wir dann gleich mit einer Tour in Japan begonnen.

Leondre: Das war richtig cool, gleich mit einer Tour durch Japan durchzustarten! Ansonsten geht’s mir auch gut, ein bisschen sad bin ich aber auch (zwinkert).

Cool: Leondre, du hast den Wink verstanden. Ich wollte nämlich genau deshalb wissen, wie es euch geht, weil euer neues Album ja den Namen „Sadboi“ (deutsch: trauriger Junge) trägt…

Leondre: Wir haben den Titel so gewählt, weil wir uns ja wirklich ab und zu so fühlen. Wir wollen ehrlich zu unseren Fans sein und sie wissen lassen, dass sie mit solchen Gefühlen nicht alleine sind.

Charlie: Auch uns geht es manchmal nicht gut und das ist auch völlig normal und okay. Viele Leute haben jedoch Angst das auch zuzugeben und denken, dass sie so tun müssten, als wären sie immer glücklich und zufrieden. Wir wollen mit dem Album einfach zeigen, dass das nicht so ist.

Cool: Euer letztes Album „Generation Z“ liegt bereits drei Jahre zurück. Warum habt ihr euch diesmal so lange Zeit gelassen?

Charlie: Wir haben uns diesmal mehr Zeit genommen, weil wir sicherstellen wollten, dass alles perfekt wird. Wir wollen keine Lieder veröffentlichen, die wir selbst nicht fühlen. Nur wenn wir einen Song nach mehrfachem Hören und mit zeitlichem Abstand immer noch geil fanden, haben wir ihn aufs Album gepackt. So ein Album repräsentiert immerhin unsere Kunst, unser Leben und unsere Geschichten und deshalb war es uns wichtig, dass es perfekt ist.

Cool: Bei eurem letzten Album wart ihr gerade einmal 16 und 18 Jahre alt, als ihr die Songs geschrieben habt sogar noch jünger. Inwieweit hat eure persönliche Entwicklung auch das neue Album beeinflusst?

Charlie: „Sadboi“ ist definitiv eine Evolution von Bars & Melody. Bei unserem letzten Album waren wir noch Kinder, jetzt sind wir volljährig und erwachsen geworden. Es ist für uns deshalb auch unmöglich den Sound des Albums zu beschreiben, weil es einfach so anders ist, im Vergleich zu unseren bisherigen Veröffentlichungen.

Leondre: Da wir mittlerweile erwachsen sind, wissen wir, was wir wollen. Das Album besteht deshalb zu 100 Prozent aus Songs, die wir machen wollten. Es gibt keine Kompromisse!

Cool: Im Alter zwischen 15 und 20 passiert sehr viel, nicht nur körperlich, sondern auch was Einstellung und Denkweise betrifft. Wie hat sich euer Mindset verändert?

Charlie: In den vergangen Jahren hat mir das Leben unheimlich viel über mich selbst beigebracht, aber auch über meine Freunde, das Leben generell, wie man mit gewissen Situationen am besten umgeht und was ich an mir selbst noch ändern muss, um das bestmögliche Ich zu werden. Es liegen einige harte Jahre hinter mir, aber sie haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Die Geschichten dazu werdet ihr auf dem neuen Album hören.

Cool: Habt ihr manchmal eigentlich das Gefühl, aufgrund eurer Musikkarriere eure Kindheit und Jugend verpasst zu haben?

Leondre: Jein. Ich habe zwischenzeitlich versucht ein reguläres Teenagerleben zu leben, aber ich wurde nur traurig und wusste nicht was ich als nächstes tun sollte. Ich bin mein jetziges Leben so gewöhnt, deshalb möchte ich gar kein anderes.

Charlie: Wir haben bestimmt einige Dinge verpasst, andererseits haben wir so vieles erleben dürfen, das normalen Kindern und Jugendlichen verwehrt bleibt. Wir haben Erfahrungen machen und Sachen sehen dürfen, für die uns viele Leute beneiden würden. Also selbst wenn ich mal etwas unzufrieden bin und mir denke, dass ich meine Kindheit verpasst habe, besinne ich mich immer sofort der vielen positiven Dinge und bin dankbar dafür, überhaupt die Möglichkeit gehabt zu haben, als Kind in der Musikindustrie aufzuwachsen.

Cool: Ihr wart für das neue Album auch mit Mike Singer im Studio und habt zu dem Song „Teenage Romance“ auch ein Musikvideo gedreht. Wie war die Zusammenarbeit?

Charlie: Mike ist einer meiner besten Freunde, von dem her war das sehr entspannt. Wir hatten schon seit Jahren geplant, mal einen gemeinsamen Song aufzunehmen und für dieses Album hat es nun endlich geklappt. Der Musikvideodreh war auch total lustig, aber das ist es eigentlich immer wenn wir mit Mike was machen, da er einfach so viel positive Energie versprüht.

Leondre: Wir waren ja auch schon mit Mike auf Tour, auf Events und einigen Afterpartys (lacht). Wir pumpen dieselbe Musik und sind mit ihm auf einer Wellenlänge, also waren wir im Studio und haben einen echten Banger aufgenommen. Streamt „Teenage Romance“ mit voller Lautstärke!