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Netflix & Chill mit Ameliy

Wenn Ameliy zum Filmschauen einlädt, hat sie eigentlich ganz anderes vor. Wir haben die 23-jährige Sängerin deshalb zu uns gebeten und mit ihr über „The Voice“, ihre Karriere und ihre neue Single gesprochen.

Wenn Ameliy zum Filmschauen einlädt, hat sie eigentlich ganz anderes vor. Wir haben die 23-jährige Sängerin deshalb zu uns gebeten und mit ihr über „The Voice“, ihre Karriere und ihre neue Single gesprochen.

Cool: Falls man dich noch nicht kennt… du bist Musikstudentin, hast 2018 den österreichischen Gesangswettbewerb „The Voice“ gewonnen und im Vorjahr deine Debütsingle „Der letzte Rest“ veröffentlicht. Wie würdest du deine Musik selbst beschreiben?

Ameliy: Ich nenne meine Musik selbst „Poesie-Pop-Rock”, weil ich sehr viel Wert auf sinnhafte, metaphernlastige Texte mit Message lege, diese in einen Popsong verpacke und ordentlich E-Gitarren drüber haue. Seit meinem Sieg bei „The Voice“ ist es ziemlich rund gegangen. Ich habe mir ein Team zusammengestellt, worüber ich mich sehr glücklich schätzen darf. Neben Konzerten war ich hauptsächlich mit Songwriting und Studioproduktionen beschäftigt, die ich bald alle in die große, weite Welt hinausschicken darf.

Cool: Deutschsprachiger Pop-Rock war vor 15 Jahren mit Juli, Silbermond & Co. schon mal sehr populär und kommt in den letzten Jahren wieder. Was sagst du zu der Entwicklung und waren das auch Bands auch, die dich inspiriert haben?

Ameliy: Meine musikalische Erziehung war geprägt von einer Mischung aus Revolverheld und Paramore, woher ich mit Sicherheit meine Grundinspiration nehme. Ich habe so das Gefühl, dass sich alle großen Musikrichtungen in einem bestimmten Intervall wiederholen, was scheinbar so ein Generationen-Ding ist. Vielleicht kommen genau aus diesem Grund alle Genres irgendwann wieder: die Kids von heute pumpen eine bestimmte Stilrichtung, welche sie, wenn sie erwachsen sind, in ihre eigene Musik einfließen lassen.

Cool: Wer schon mehr Lieder von dir kennt oder dich schon mal live gesehen hat, der weiß, dass bei dir auch immer eine Prise Humor mit dabei ist. Woher kommt das? Warst du in der Schule und in deiner Kindheit auch schon immer eine Rotzpipp‘n?

Ameliy: Haha. Ja, meine freche Art ist mir wohl in die Wiege gelegt worden. Mein Papa hat mir mal das Buch „Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse kommen überall hin!“ geschenkt, dessen Titel irgendwie zu meinem Leitsatz wurde. Ich glaube – sorry Boys –, dass man Mädchen einen Streich eher mal verzeiht, als Burschen. Wie könnte ich das also nicht ausnutzen? (lacht)

Cool: Deine neue Single „Netfliyx, du & ich“ kommt auch mit viel Augenzwinkern daher…

Ameliy: Ganz ehrlich, wenn du dich mit jemanden zum Filmschauen verabredest, ist der Film doch eher zweitrangig, stimmt‘s? (grinst) Der Song „Netfliyx, du & ich“ erzählt die Geschichte von einem Date, das unter dem klassischen Vorwand „wir treffen uns zum Filmschauen” stattfindet. Beide haben ein Auge aufeinander geworfen und im Laufe des Abends trauen sie sich mehr und mehr das ihrem Gegenüber, anhand von Annäherungsversuchen, auch zu zeigen. Wie die Geschichte endet? Ich glaube, für beide Personen gut (lacht).

Cool: Was war dein schlimmstes Netflix-&-Chill-Date und wieso?

Ameliy: Ich war mal bei einem Typen zu Hause eingeladen und wir wollten eben Netflix kucken. Als er sich einloggen wollte – unter dem Kontonamen „Lisa“ – wurde ihm klar, dass das Konto gesperrt war. Seine Ex hatte ihn rausgekickt (lacht). In der peinlichen Stille, die darauf folgte, war ich mir nicht sicher, ob ich mit ihm streiten, die Wohnung verlassen oder doch einfach gleich mit ihm rummachen sollte.