© Adobe Stock

Warum reden alle von der Tamponsteuer und was ist das?

In Österreich wurde in den letzten Monaten ganz viel über die Tamponsteuer diskutiert. Denn auch für Hygieneartikel wie Binden und Tampons muss man in Österreich 20% Umsatzsteuer zahlen.

In Österreich wurde in den letzten Monaten ganz viel über die Tamponsteuer diskutiert. Denn auch für Hygieneartikel wie Binden und Tampons muss man in Österreich 20% Umsatzsteuer zahlen.

Viele regen sich darüber auf, immerhin ist die Periode nichts, was man sich freiwillig aussucht. In Österreich gelten die Hygieneartikel aber als Luxus. Dass die Produkte aber ein Grundbedürfnis darstellen, sehen einige nicht ein. Eine durchschnittliche Frau benötigt in ihrem Leben rund 11.000 Tampons. In Österreich muss man für diese Menge mindestens 500 Euro Steuern zahlen. Ziemlich ungerecht, oder?

Bei uns in Österreich ist das zum Glück eher selten, aber in vielen Teilen der Welt können sich Menschen mit wenig Einkommen den „Luxus“ von Periodenprodukten nicht leisten. Die Forderung lautet: Hygieneartikel sollten von der Steuer befreit werden, oder sogar komplett gratis in einigen Einrichtungen wie Schulen oder Universitäten zur Verfügung stehen – wie Klopapier. Auf der Uni Graz gibt’s jetzt schon gratis Hygieneartikel und auch in Amerika werden in einigen Bundesstaaten Binden und Tampons for free in Schulen und Krankenhäusern angeboten. In Irland, Kanada und Australien gibt’s gar keine Tamponsteuer mehr.