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Darauf müsst ihr achten!

Wir haben mit den "The Voice"-Veranstaltern Reinhart Gabriel (Bild links außen) und Helga B. Matzka (rechts außen) gesprochen und uns für euch einige Tipps geholt.

Cool: Wenn man als SängerIn bei Gesangs- oder Castingwettbewerben teilnimmt, worauf sollte man da achten?

Reinhart Gabriel: Zuerst sollte man sich informieren, ob man sich für einen Band- oder Gesangswettbewerb anmeldet. Schon im Vorfeld fragen, nach welchen Auswahlkriterien die BewerberInnen gecastet werden. Dann genau schauen, ob es sich um TV-Show oder einen Musikwettbewerb handelt und was man als Sieger gewinnen kann. Und besonders wichtig: die Verträge und daraus resultierenden Folgen kennen und verstehen.

Cool: Was unterscheidet TV-Show und Musikwettbewerb?

Helga B. Matzka: Wenn es sich um ein Fernsehformat handelt, liegt das Hauptaugenmerk auf Quote, Unterhaltung und Show. Meist wird der Sieger durch ein Publikumsvoting ermittelt, das "Beliebtheitspunkte" vergibt. Dem Sieger winkt ein rascher Bekanntheitsgrad, der sich mit Ende der Show schnell verlaufen kann. Man muss auch Jurykommentare á la Dieter Bohlen aushalten können. Wenn man nicht gewinnt, kann es sein, dass man der Branche und dem Publikum als erfolgloser Kandidat in Erinnerung bleibt und so können dann langfristige Karrieren oft nur schwer entstehen. Beide "Formate" haben absolut ihre Berechtigung, weil sie die Musikwirtschaft beleben. Man muss einfach nur vorher wissen, worauf man sich einlässt, sonst kann es zu großen Enttäuschungen führen.

Cool: Und bei Musikbewerben wird die Leistung bewertet?

Reinhart Gabriel: Ja, das kann man so sagen, wenn die Jury aus Fachleuten besteht. Ein Publikumsvoting würde auch hier sehr schnell Beliebtheit bewerten. Es gibt in Österreich viele Musikwettbewerbe, wo es um die Förderung musikalischer Talente geht.

Cool: Ihr veranstaltet seit 2002 Österreichs großen Gesangswettbewerb "The Voice"- was ist euch wichtig?

Helga B. Matzka: Uns ist wichtig, dass ein/e Künstler/in selbst und frei entscheiden kann, mit welchen Songs er /sie auftritt. Dass diese Performance von einer fachkundigen Expertenjury konstruktiv bewertet wird, es keine komplizierten oder hinderlichen Verträge gibt und vor allem die Nachhaltigkeit für die Sieger. Wir halten es für wichtig, dass man langfristig und langsam an seiner Karriere arbeiten kann bevor man ein "Star" wird. Bei uns hat das mit James Cottriall, Luttenberger*Klug und Natália Kelly bislang sehr gut funktioniert.

Foto: © www.commutainment.at