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Bibis Beauty Palace & Julienco

"On Tour" in Österreich

Für das neue Kalenderjahr haben sich Bibi und Julian etwas Neues überlegt und zwar gehen die beiden YouTube-Stars heuer erstmals auf Tournee, um möglichst viele ihrer Millionen Abonnenten kennenzulernen. Ihr insgesamt erst zweiter Stopp fand Mitte Jänner präsentiert von COOL Jugendmagazin und Star Alarm in der Shoppingcity Seiersberg bei Graz statt, wo wir die beiden zum Interview getroffen haben.

Cool: Tausende Mädchen und Jungs sind heute wegen euch hergekommen, Millionen Menschen sehen sich eure Videos im Internet an. Könnt ihr euch diesen Hype selbst erklären, macht ihr euch darüber Gedanken?

Julian: Klar denkt man darüber nach, warum das so ist, aber ich glaube nicht, dass es einen einzelnen Grund dafür gibt. Wir hatten sicher Glück, unsere Art gefällt den Leuten…

Bibi: … wir sind lustig, wir lachen über uns selbst und es passiert immer etwas Komisches in den Videos.

Cool: Von einer normalen Studentin zum gehypten YouTube-Star. Wie wichtig ist dir, dass du Julian an deiner Seite hast?

Bibi: Das ist das allerwichtigste! Dass wir das zusammenmachen und uns gegenseitig unterstützen. Bevor Julian seinen eigenen Kanal hatte, hat er mir so sehr geholfen und war seit meinem ersten Video hinter der Kamera mit dabei. Wir sind ein gutes Team und ich denke, wenn wir uns nicht hätten, dann würden wir das alles gar nicht schaffen. Dadurch, dass wir schon lange vor YouTube zusammen waren, kennen wir uns auch ohne den Rummel und können uns jetzt gegenseitig am Boden halten.

Cool: Eure Fans stehen oft stundenlang an, um ein Foto oder Autogramm von euch zu bekommen. Gibt es Stars, für die ihr das selbst machen würdet?

Julian: Ich weiß nicht, ob ich mich stundenlang wo anstellen könnte, aber natürlich gibt es Menschen, die ich sehr bewundere. Justin Bieber beispielsweise, der ja eigentlich auch durch YouTube bekannt geworden ist. Also den würde ich schon sehr gerne mal treffen.

Bibi: Ich auch (lacht). Und wer mich durch meine ganze Jugendzeit begleitet hat, ist Miley Cyrus, von der bin ich auch ein großer Fan.

Cool: Was ist eigentlich das Verrückteste, das ein Fan für euch gemacht hat?

Julian: Es gab mal einen Fan, der ist nachts über den Zaun geklettert und wollte in unser Schlafzimmer reingucken.

Bibi: Aber das ist doch nicht "für" uns, Julian (lacht). Wir haben mal eine ganze Tapetenrolle bekommen, die war so klein beschriftet, da saß das Mädchen bestimmt fünf Wochen durchgehend dran, also das ist schon krass. Ganz ehrlich, da bekomme ich Gänsehaut.i

Cool: Wie viel Arbeit steckt eigentlich in so einem Video?

Bibi: Das variiert sehr stark. Es gibt Videos, die wir sehr spontan drehen, wo wir uns mit einem Thema vor die Kamera setzen, einfach wir selbst sind und drauflosreden und dann gibt es natürlich auch Videos, wie 10-Arten und Comedy-Videos, wo es ein Script gibt und sehr viel Vorbereitung drinsteckt. Auch bei den Tutorials muss ich viel zusammensuchen, mir genau überlegen wann ich was sage, wann etwas eingeblendet wird.

Cool: Ihr zeigt in euren Videos auch viel Privates. Gibt es Sachen, die ihr jedoch nie erzählen würdet?

Bibi: Es gibt schon Grenzen, die wir uns gesetzt haben. Wir wollen beispielsweise unsere Eltern nicht in die Öffentlichkeit stellen, auch unsere Telefonnummern bleiben geheim, denn ein bisschen Privatsphäre brauchen Julian und ich natürlich auch. Aber wir geben schon sehr viele Dinge preis, das ist uns aber auch bewusst und daher ist das in Ordnung so.

Cool: Für viele Mädchen und Jungs ist YouTuber mittlerweile ihr Traumberuf. Was ist euer Rat?

Bibi: Man sollte YouTube nicht anfangen, weil man sich erhofft ein Star zu werden oder damit Geld verdienen möchte, denn dann läuft es von Anfang an in die falsche Richtung. Das war auch niemals unsere Absicht. Ihr solltet es einfach machen, weil es eure Leidenschaft ist, weil es euch Spaß macht, kreativ zu sein und Filme zu bearbeiten. Das hobbymäßige Interesse sollte an erster Stelle stehen.

Cool: Was würdet ihr machen, wenn es morgen kein YouTube mehr gäbe?

Bibi: Da habe ich ehrlich gesagt, noch überhaupt nicht darüber nachgedacht, denn so negative Gedanken blende ich aus. Ich glaube aber nicht, dass YouTube von heute auf morgen einfach gelöscht wird und selbst wenn, gäbe es für uns immer noch andere Möglichkeiten und Plattformen.

Julian: Da müsste man schon das ganze Internet löschen und das Fernsehen auch noch (lacht).

Foto: © Wojtek