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Kompass Nord

Nach oben!

Wie in der letzten Ausgabe versprochen, wollen wir euch diesmal die neue heimische Band Kompass Nord vorstellen. Wir haben uns deshalb mit Frontmann und Sänger Patrick "Freisi" Freisinger zum Interview getroffen.

Cool: Nach deinem Ausstieg bei Thirteen Days hast du jetzt wieder eine deutschsprachige Band am Start. Zurück zu den Wurzeln?

Patrick Freisinger: Bilderbuch, Wanda… ein Wahnsinn was da gerade abgeht. Jahrelang war österreichische Musik nicht interessant und plötzlich zerreißen die alles, sowohl international als auch bei uns. Es ist als heimische Band darum plötzlich wieder richtig cool und auch wir möchten gerne auf dieser Euphoriewelle mitschwimmen, außerdem singe ich ohnehin lieber deutsch.

Cool: Kompass Nord sind praktisch du mit den Jungs von Simple TargeT, wie ist es dazu gekommen?

Patrick: Das ist eine lustige Geschichte, denn ich habe Moritz, Philipp und Julian ja eigentlich gemanagt. Die Jungs waren dann in Klagenfurt im Studio und wollten dort ein neues Album aufnehmen. Ich habe da auch mitgeschrieben und eines Tages war bei einem Song etwas nicht ganz klar und ich habe gesagt: "Lasst mich das kurz vorsingen, ich zeige euch wie ich das meine." Und dann saßen wir im Studio hörten uns die Demo von mir an und alle sagten: "Hammer". In diesem Moment haben wir beschlossen, dass wir gemeinsam eine komplett neue Band gründen. Daniel, unseren Pianisten, kannte ich aus der Musikschule, an der ich unterrichte, den habe ich dann auch noch dazu geholt.

Cool: Was hat es mit dem Bandnamen auf sich?

Patrick: Ich wollte diesmal so Missverständnisse wie bei Days in Paradise vermeiden, also englischer Bandname und deutsche Texte. Und dann bin ich zuhause gesessen, war ziemlich "haß", weil ich mich gerade von meiner Freundin getrennt hatte und dachte mir: irgendwie wäre ich gerade gerne richtig weit weg, am besten im Norden. Kompass Nord, cool. Ein Kompass ist im Leben ein Wegweiser und Norden ist oben. Das passt zu unserer positiven Musik, die euch aus dem Tief wieder nach oben führen soll.

Cool: Eure Debütsingle steht in den Startlöchern. Was darf man sich davon erwarten?

Patrick: "Nacktbaden" bringen wir bewusst jetzt heraus, weil es eine sommerliche Partynummer ist. Ein Song bei dem Bandsound irgendwie auf Avicii trifft und der auch für mich persönlich etwas komplett Neues ist. Eine Computer-Bass-Drum durchlaufen lassen, voll auf Schub und Disco, das hatte ich bis dahin noch nie gemacht. Aber ihr solltet euch nicht vom Sound abschrecken lassen. Der Rest des Albums ist bunt gemischt, von rockigen Balladen über schnellere Nummern bis hin zu funkigem Pop mit Falco-Attitüde ist wirklich alles mit dabei (lacht).

Cool: Ein Musikvideo habt ihr zu "Nacktbaden" auch schon gedreht…

Patrick: Das Musikvideo wird schräg, sehr schräg sogar. Ich wollte nicht dieses typische "Nacktbaden"-Klischee von Freunden, die im Sommer in den See springen und habe deshalb zu unserem Manager gesagt: "Ich will den gestörtesten und ausgeflipptesten Regisseur, den du kennst." Als wir dann das Drehbuch bekommen haben, kannte sich keiner von uns aus, alle in der Band haben gerätselt wie er gewisse Sachen meint (lacht). Erst mit der allerletzten Szene habe ich das Ganze durchschaut, was wirklich krass ist. Also ich will nicht zu viel versprechen, aber man erwartet von uns definitiv nicht so ein Musikvideo und schon gar nicht zu diesem Song. Das schaut man sich auf jeden Fall zwei Mal an!

Foto: © Jolly Schwarz