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Nägelkauen

Viele junge Frauen kämpfen seit Jahren erfolglos gegen die schlechte Angewohnheit. Was könnt ihr dagegen tun?

Die Hände sind die Visitenkarte eines Menschen, heißt es. Knabberspuren fallen dabei rasch ins Auge und könnten zum Beispiel den Traummann rasch in die Flucht schlagen.

Die Onychophagie, wie das Nägelkauen wissenschaftlich genannt wird, ist verbreiteter als man glauben mag. Britney Spears ist unter den Stars und Sternchen eines der Vorzeigeopfer für Knabberspuren. Selbst Diva Nicole Kidman kann es nicht lassen, ihre Finger in den Mund zu stecken. Psychologen bezeichnen Nägelkauen als Ersatzhandlung – eine Angewohnheit, die bei verschiedensten Anlässen auftreten kann und den inneren Handlungsdruck senken soll. Es ist eine so genannte Leerlaufhandlung. Sie bringt meist eine gewisse Befriedigung und Entlastung bei Stress und Überforderung mit sich. Gelegentliches Kauen ist eine Angewohnheit, die eher als Verlegenheitshandlung und damit harmlos eingestuft werden kann Bei exzessivem Kauen wird dann der Nagel aber so weit abgebissen, dass das Nagelbett verletzt wird und Entzündungen entstehen – das Verhalten bekommt etwas Selbstverletzendes und Aggressives. Um das nervige Verhaltensmuster zu durchbrechen, schaffen zum Beispiel Nagelstudios Abhilfe. Künstliche Fingernägel sind ein kleiner Trick, mit dem sich viele junge Erwachsene von der lästigen Angewohnheit befreien konnten. Viele Nagelstudios bieten außerdem eine spezielle Nagelbeißertherapie an. Den Betroffenen werden dort Nägel aus Kunstharz aufgesetzt, die so hart sind, dass Kauen beinahe unmöglich ist. Wer´s lieber auf natürlicherem Weg probieren möchte, pinselt sich die Nägel mit einer schlecht schmeckenden Tunktur aus der Apotheke ein. Gleichzeitig macht man sich auf diesem Weg bewusst, in welchen Situationen man eigentlich dazu neigt, an seinen Nägel zu knabbern. Nägelbeißen erfolgt nämlich zumeist unbewusst, und die Betroffenen realisieren meist zu spät, dass sie sich bereits wieder in ihrer Verhaltensschleife bewegen.

Foto: © KK