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Conchita Wurst

Das neue It-Girl: Madame Wurst, Fräuleinwunder aus der "großen Chance", hat's einfach drauf!

Sie ist die Wurst, die derzeit in aller Munde ist. Ganz ohne Ketchup, Senf und Kren. Stattdessen mit falschen Brüsten, geborgter Haarpracht und Bart. Einem echten Bart.

"Ich bin die Tochter eines Theaterdirektors namens Alfred Knack von Wurst, der meine Mutter im kolumbianischen Hochland nicht nur als Schauspielerin entdeckte. Basta!" so das Selbstportrait des Paradiesvogels. "Conchy", wie Vertraute sie nennen dürfen, lebt laut eigener Aussage seit etwa vier Jahren in Österreich. "Ach, ich liebe Wien. Das ist so toll, da gibt es überall einen Würstelstand", scherzt die holde Maid, das Alter Ego vom Tom Neuwirth, dem Zweitplatzierten aus vergangenen "Starmania"-Tagen. Über Tom spricht Frau Wurst ungern bis gar nicht. Die Idee zur Kunstfigur Conchita Wurst hatte Tom vor drei Jahren. Schuld war ein befreundeter Visagist, der an Tom neue Schminktricks probierte. "Ich habe mich direkt in mich verliebt!" An der Namensfindung waren vor allem seine Freunde beteiligt. "Ich habe viele Freunde in Kuba. Und Conchita ist die Verniedlichung von Concha, das bedeutet Weiblichkeit." Und der Nachname kristallisierte sich aus der Aussage "eigentlich eh wurscht" heraus und zieht zudem eine nachhaltige Kernbotschaft der Kunstfigur mit sich: "Es ist wurscht, wie man ausschaut und woher man kommt. Einzig und allein der Mensch zählt." Dass die Dame seit ihrem Auftritt bei "Die große Chance" in der Öffentlichkeit nicht minderes Interesse erregt, freut das neue It-Girl sehr. Conchita Wurst stolzierte bereits als Model auf den Laufstegen der Vienna Fashion Week und heimische DesignerInnen scheinen sich um die 55 Kilogram verteilt auf 178 Zentimetern bereits zu reißen.

Die Wimpern klimpern

"In der Früh brauche ich übrigens maximal eine halbe Stunde im Bad", erzählt Wurst. Außer die Wimpern kleben nicht. "Das ist ein Mysterium, wenn die nicht auf Anhieb kleben, dauert das Stunden", stöhnt sie. Gaffer und jene, die sich an der spröden Lautmalerei ihres neuen Künstlernamens stoßen, nimmt sie auf die leichte Schulter. "Ich bin zu faul mich zu rasieren, von daher hab ich aus der Not eine Tugend gemacht und habe jetzt einen Bart", tönt´s ganz ladylike. Außerdem: "Ich bin so ein kommunikativer Mensch und genieße es sehr, beobachtet zu werden." Bei "Die große Chance" gelten Frau Wurst, die in Teilen an den schrillen deutschen Designer Harald Glööckner erinnert, und Herr Neuwirth als Geheimfavorit: Doch der Weg ist noch weit: Vor dem ersten Live-Halfinale haben noch 36 Kandidaten eine Chance auf die Siegerprämie von 100.000 Euro. "Ich habe nicht wirklich einen Plan, wie ich dieses Fernsehformat gewinnen will." Eine eigene Fernseh-Show danach wäre aber toll. "Vielleicht ab 23 Uhr, da müsste ich dann nicht ganz so aufpassen, was ich sage."

Foto: © ORF