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Luttenberger*Klug

Trennung? Die ganze Wahrheit im ehrlichen Exklusivinterview.

Zweifache Amadeus-Gewinnerinnen, selbst den „Cool Music Award" zweimal in Folge eingeheimst. Doch ihr Erfolg birgt Tücken. Tücken, die für das steirische Popduo Luttenberger*Klug nun teilweise nicht mehr zu bewältigen scheinen.

Cool: Vor einem halben Jahr ist euer drittes Album „Unsere Zeit" erschienen. Die gewünschten Chart-Platzierungen ließen zu wünschen übrig. Wie enttäuscht seid ihr?

Michelle: Das Album ist tatsächlich nicht so gut angekommen wie wir gehofft haben. Aber was soll man auch großartig sagen, wenn uns nicht mal mehr die nationalen Radiosender untersützten.
Chrissi: Viele Radiostationen waren unserem Stilwechsel gegenüber zu wenig aufgeschlossen. Wenn ein internationaler Künstler etwas Neues ausprobiert, wird er automatisch gehypt, probiert man etwas auf nationaler Ebene aus, entsteht auf einmal ein unerklärliches Peinlichkeitsgefühl. Es ist schade, wenn man sich im eigenen Land nicht kreativ weiterentwicklen darf.

Cool: Es ist in den letzten Monaten ziemlich ruhig um euch geworden, die Dichte eurer Auftritte hat abgenommen. Was steckt dahinter?

Chrissi: Wir haben beschlossen, uns einen ruhigen Sommer zu gönnen.
Michelle: Ganz ehrlich: Wir haben uns eine Pause verordnet. Keine Sorge, wir haben uns nicht verkracht, aber sechs Jahre nahezu durchgehend auf Bühnen zu stehen, on Tour zu sein und aufzunehmen, ist nicht ohne. Die Entscheidung, auf unbestimmte Zeit zu pausieren, ist uns daher auch nicht schwer gefallen.

Cool: Auf unbestimmte Zeit? Das klingt ja fast nach einer Trennung!

Chrissi: Nein, wir trennen uns nicht, wir pausieren!
Michelle: Keine Trennung, nein.

Cool: An eine Schaffenspause knüpft sich ja dann meistens ein Comeback.

Michelle: Kann sein, steht aber alles noch in den Sternen.

Cool: Stecken hinter eurer Pause vielleicht Pläne für Solokarrieren?

Chrissi: Ich habe vorerst nichts geplant. Aber es ist nichts Unnatürliches, sich über eine Solokarriere Gedanken zu machen. Wir sind beide Anfang Zwanzig, da ist noch alles möglich.
Michelle: Keine von uns beiden hätte ein Problem mit einem Alleingang der anderen.
Chrissi: Ja, wer weiß, wenn eine von uns beiden ein Kind bekommt, wird die andere nicht nichts tun.

Cool: Aber schwanger ist keine von euch?

Chrissi: Nein (lacht)!

Cool: Ihr seid aber nach wie vor für einzelne Auftritte und Shootings gebucht. Erfüllt ihr eure Verträge trotz Pause?

Michelle: Klar! Ich denke, wir sagen auch bei neuen Anfragen, die uns wirklich richtig taugen, zu.

Cool: Wie enttäuscht sind eure Fans?

Chrissi: Ich glaube, unsere Fans finden diese Pause gar nicht so schlecht. Es ist doch kein Nachteil, sich wieder interessant zu machen, um danach mit einem Überraschungseffekt zurückzukehren.

Cool: Was macht ihr nun, abseits der Bühne?

Michelle: Ich arbeite ja schon seit einem Jahr im Verkauf und der Job gefällt mir sehr.

Chrissi: Ich arbeite an einer Rezeption.

Cool: Ist für euch nach dem Album-Flop ein Traum geplatzt?

Michelle: Geplatzt ist gar nichts. Wir haben in Österreich wirklich viel erreicht. Manche versuchen jahrzehntelang, was wir in sechs Jahren bewerkstelligt haben.

Chrissi: Musik wird immer ein Bestandteil meines Lebens bleiben!

Foto: © Promotion