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Schlupfwarzen

So vielseitig ist die weibliche Brust.

So unterschiedlich wie wir alle sind, so unterschiedlich ist auch der Busen. Kein Busen gleicht dem anderen. Größe und Form des Busens, sowie die Gewebebeschaffenheit und die Brustwarzen – all dieser Merkmale variieren und machen uns individuell.

Die weibliche Brust hat eine bestimmte sexuelle Signalwirkung. Vor allem die Brustwarzen gelten als errogene Zone. Ist die Brust noch im Wachstum, kann sie sich rasch verändern. Während dieser Phase stellen Mädchen oft fest, dass sie eingewachsene Brustwarzen, sogenannte Schlupfwarzen – auch Flach- oder Hohlwarzen genannt – haben. Das sind Brustwarzen, die ins Körperinnere gerichtet sind. Aufgrund zu kurzer Milchgänge treten die Warzen nicht heraus, so dass sie den Warzenhof nicht überragen und sich selbst bei Stimulation oder Kälte nicht aufrichten. Das Gegenteil tritt ein: die Brustwarzen ziehen sich eher in die Tiefe zurück, wenn der Warzenhof mit Zeigefinger und Daumen zusammengedrückt wird. Vielfach beeinträchtigt die Diagnose das Selbstbewusstsein junger Mädchen und kann in extremen Fällen sogar zu späterer, sexuellen Beeinträchtigungen führen. Medizinische Geräte – beispielsweise Vakuumpumpen, die ebenfalls in der Apotheke erhältlich sind – werden nach ärztlicher Abklärung bei Schlupfwarzen in erster Linie ausprobiert. Häufig helfen schon wenige, aber kontinuierliche Anwendungen. Vor einer Operation sollten medizinische Hilfsmittel primär ausprobiert werden, weil diese weder hohe Kosten noch gesundheitliche Schäden verursachen. Wichtig ist, dass du dich in deinem Körper wohlfühlst. Zur Zeit der Pubertät macht man viele körperliche Veränderungen durch. Versuch dich schrittweise mit deinem Körper anzufreunden. Eine mögliche Operation, die oftmals eine Durchtrennung der Milchkanäle mit sich zieht, verhindert jedoch spätere Stillmöglichkeiten.

Foto: © KK