Home > Hoamatfront > Conchita Wurst >

 

Webxklusiv: Conchita Wurst

Im zweiten Teil des ESC-Specials sprechen wir mit Conchita Wurst über ihren großen Auftritt.

Cool: Wenn du am Freitagabend die Bühne der ORF-Vorausscheidungsshow betrittst: Was können wir von dir erwarten?

Conchita Wurst: Wenn ich ganz ehrlich bin: ich weiß es noch nicht. Das befindet sich momentan alles noch in der Planung. Wir haben Tänzer im Kopf, wir haben Background-Sänger im Kopf, wir wissen noch nicht genau ob mit Wind oder ohne. Ich persönlich hätte ja wahnsinnig gerne Wind, aber das ist natürlich wiederum für die Stimme sehr anstrengend...

Cool: Von vorne oder von unten? (lacht)

Conchita Wurst: Von vorne! Ich mache garantiert nicht auf Marilyn Monroe (lacht). Und ich hätte dann natürlich auch noch gerne Glitter-Kanonen, die explodieren. Es muss ordentlich glamourös sein und eigentlich müsste am besten die ganze Bühne in die Luft fliegen. Wahrscheinlich werden es aber doch nur Sänger... oder tanzende Sänger? Ich weiß es leider wirklich noch nicht.

Cool: Und was erwartest du dir selbst von deinem Auftritt?

Conchita Wurst: Ich erwarte mir, dass ich von der Bühne runtergehen und sagen kann, dass ich den Song noch nie zuvor so gut gesungen habe, weil ich nämlich ausgesprochen selbstkritisch bin. Und ich will sagen können, dass ich dabei auch sehr viel Spaß hatte. Ich habe das zum Beispiel beim Halbfinale von "Die große Chance" gemerkt: Da war mein Auftritt nicht zu 100 Prozent perfekt und da war ich dann wirklich sehr böse auf mich selbst, weil ich nicht verstanden habe warum es nicht so richtig geklappt hatte, obwohl bei den Proben noch alles perfekt lief. Da konnte man mich dann auch nicht mehr zum Lachen bringen und ich war sehr stinkig. Das will ich am Freitag nicht erleben.

Cool: Warum hast du dich dafür entschieden ausgerechnet mit dem Lied "That´s What I Am" anzutreten?

Conchita Wurst: Wir haben, und das gebe ich auch offen und ehrlich zu, den Song schon auf den Eurovision Song Contest zugeschneidert. (Anmerkung d. Redaktion: Produziert wurde die Nummer vom dem Wiener Duo "Echopilot", das auch schon mit den Trackshittaz, Rainhard Fendrich und Cornelia Mooswalder zusammengearbeitet hat) Wir haben uns natürlich Gedanken darüber gemacht was zu diesem Event passt und haben das dann künstlerisch umgesetzt. Aber ich will mit meinem Song "That´s What I Am" auch einige Missstände in der Gesellschaft ansprechen, wie die ganzen Vorurteile und die Intoleranz die es leider so gibt.

Cool: Was erwartest du dir diesbezüglich vom Austragungsort des diesjährigen Song Contests? Von Aserbaidschan kann man ja nicht wirklich behaupten, dass es für Toleranz steht...

Conchita Wurst: Ich finde, das sollte man nicht an einem Land festnageln, denn es gibt in jedem Land - wenn man danach sucht - in einer Ecke tolerante und in einer anderen intolerante Menschen. Natürlich ist es gerade in der Gegend um Baku aufgrund der Religion usw. vielleicht etwas schwieriger, aber es gibt dort bestimmt auch Menschen die open-minded sind und auch auf Leute wie mich tolerant zu gehen. Hoffe ich.

Cool: Gibt es ein Lied oder einen Interpreten bei der Vorausscheidung der dir besonders gut gefällt?

Conchita Wurst: Ich würde es den beiden Jungs von Trackshittaz wirklich vergönnen, denn ich mag die zwei ausgesprochen gerne. Ich wünsche mir zwar wahnsinnig, dass ich nach Baku fliegen darf, aber wenn ich nicht gewinnen sollte, dann sollen unbedingt die zwei nach Baku.

Foto: © ORF