Home > Hoamatfront > James Cottriall >

 

James Cottriall

"Zwickt‘s mi, i glaub i tram."

James Cottriall erzählt im Interview über Austropop, sein neues Album und seinen Erfolg.

Das neue Album von James Cottriall wartet mit einem ganz besonderen Detail auf: Der US-amerikanische Musikproduzent Doug Petty, der beispielsweise schon bei Welthits von Britney Spears mitarbeiten durfte, hat nämlich alle zwölf Songs auf "Love is Louder" produziert. Der ausgezeichnete Pianist hörte im Urlaub zufällig "Unbreakable" (2010) und wunderte sich warum der Song in den Vereinigten Staaten nicht im Radio gespielt worden war. Daraufhin kontaktierte er James Cottriall und legte damit den Grundstein für die gemeinsame Zusammenarbeit. Erneut war es also ein glücklicher Zufall der dem britischen Wahlösterreicher Großes bescherte. Wir erinnern uns kurz: Hätte seine Wiener Nachbarin den damaligen Austauschstudenten nicht in der Wohnung singen gehört, so würden wir seine tolle Musik wohl bis heute nicht kennen. Doch soweit kam es nicht. Vor wenigen Wochen nahm James Cottriall bei der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teil, er tourte durch fremde Länder und feierte in den österreichischen Charts gleich mehrere Erfolge. "Ich habe mit dem Erfolg von ´Unbreakable´ natürlich gar nicht gerechnet. Ich habe gehofft, dass es vielleicht ein Mal im Radio gespielt wird, aber als es dann fast täglich auf allen Sendern lief dachte ich mir: zwickt‘s mi, i glaub i tram", so James rückblickend. Doch der Traum ging weiter und führte ihn im letzten Sommer tatsächlich nach Los Angeles, wo er mehrere Wochen mit Doug Petty im Studio verbrachte. "Dort liegt die Kreativität in der Luft." Österreich möchte der gebürtige Engländer aber trotzdem nicht missen und auch die heimische Musik hat es ihm längst angetan. "Ich bin ein großer Fan von Falco und Austria 3 – Fendrich, Danzer, Ambros – aber vor allem von Georg Danzer, denn seine Texte waren so frech. Außerdem habe ich durch ihn Wienerisch gelernt", erzählt er uns während er genüsslich ein Wiener Schnitzel verspeist. James Cottriall fühlt sich hierzulande also pudelwohl: "Bis auf die Wiener Kellner sind alle wirklich extrem lieb."

Foto: © Pate Records