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Conchita Wurst

Ein Blick zurück.

Conchitas große Song Contest Revue: Ihre Erinnerungen, ihr Lieblinge und ihre Ängste.

Zwar ist es Conchita Wurst nicht gelungen sich für den diesjährigen Eurovision Song Contest zu qualifizieren, allerdings hindert sie das nicht daran mit uns gemeinsam auf die jahrzehntelange Geschichte des Musikwettbewerbs zurückzublicken. "Wir sind schon sehr bald nach Deutschland gezogen und ab dann habe ich den Song Contest natürlich verfolgt und bin damit praktisch groß geworden", erzählt uns die gebürtige Kolumbianerin. An den allerersten Event im Jahre 1956 mit der Schweizer Gewinnerin Lys Assia kann sich Conchita zwar selbstverständlich nicht erinnern, allerdings gibt es einen anderen Schweizer Sieg, der ihr sehr wichtig ist. "Es gibt eine ganz magische Verbindung für mich, denn 1988 hat Céline Dion für die Schweiz gewonnen und ich bin nicht nur ein großer Céline Dion-Fan, sondern auch genau 1988 aus dem Ei geschlüpft." Den einzigen österreichischen ESC-Gewinner Udo Jürgens ("Merci Chérie", 1966) findet Conchita Wurst allerdings ebenso großartig und weiß dazu sogar eine interessante Info: "Udo und Nicole waren die einzigen Teilnehmer die im Sitzen gewonnen haben." Außerdem habe Nicoles Song "Ein bißchen Frieden" (1982) angeblich zu einem Verbot von politisch-orientierten Liedern geführt. "Dass ein HC Strache dort nicht hinfliegen darf, kann ich verstehen, aber wenn Frieden und Toleranz ein Problem sind, dann frage ich mich welche kranken Hirne so etwas entscheiden", erzählt uns eine aufgewühlte Conchita Wurst. Und auch die finnischen Metaller von Lordi waren nichts für ihr zartes Gemüt. „Ich habe wahnsinnig Angst vor den Perchtenläufen hier in Österreich und da Lordi mit ihren Masken sehr furchteinflößend waren, hat mir das nicht gefallen." Da war ihr die deutsche Sensationsiegerin Lena vor zwei Jahren deutlich lieber, denn sie habe nicht mit Teufelsmasken polarisiert, sondern mit ihrer rotzfrechen Art und ihrem lustigen Oxford-Englisch, das eigentlich gar kein Oxford-Englisch war.

Foto: © ORF