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Schwänzen?

Nicht in Wien!

Wien hat als erstes Bundesland Österreichs einen Schulschwänz-Beauftragten.

Weil die Zahl der Schulpflichtverletzungen zuletzt stark gestiegen ist, bekommt Wien als erstes Bundesland Österreichs einen "Schulschwänz-Beauftragten". Der vom Stadtschulrat initiierte Posten soll – auch bereits bestehende – Maßnahmen
gegen das Schwänzen bündeln. Allein in Wien gingen von Jänner bis September
2011 diesbezüglich 1.161 Anzeigen ein – 2005 waren es knapp 500. Vor allem OberstufenschülerInnen hätten vermehrt keinen Bock auf Schule. 371 aller Anzeigen endeten sogar mit Strafbescheiden! Die Debatte um das Schwänzen ist nach einem Vorstoß von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz entbrannt, der die Strafen bei groben Schulpflichtverletzungen von 220 auf 1.500 Euro erhöhen will. Horst Tschaikner, selber Hauptschullehrer, wurde nun zum Schulschwänz-Beauftragten ernannt, der sich bei seinen Maßnahmen um internationale Vorbildmodelle bemüht.

Foto: © dpa