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Da Pumpa

Lukas Plöchl gibt immer 110%.

"Für mich ist das im Fitnessstudio eher ein ´Belastbarkeitstraining´. Es macht was in dir, es macht dich nicht nur fit. Für mich steht die Challenge im Vordergrund, ich mag gern Herausforderungen. Vielleicht ist meine Art zu trainieren nicht die schlauste für optimales Muskelwachstum, aber mir geht es vor allem auch um den Kopf. Wenn man eine Hantel in der Hand hat und kämpft sie noch ´a moi aufi´ und dann noch einmal. Das bewegt etwas. Man bekommt einen Durchhaltewillen und gleichzeitig auch die Fähigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt extrem fokussiert zu sein. Und das tut einfach gut. Das Trainieren vorm Spiegel mag für viele Leute, die das nicht machen, zunächst primitiv erscheinen, aber da steckt eigentlich viel mehr dahinter. Dieses an die Grenze gehen und den eigenen Körper spüren, aber auch die Frage ob man noch eine Wiederholung schafft und was man tun muss, damit man noch besser wird. Also mir geht’s mehr um das was dahintersteckt. Natürlich ist das ein Supernebeneffekt wenn du keine ´Bierwampn´ hast, aber mir geht es jetzt nicht darum, dass ich da jetzt sechs ´Dübeln´ hab, sondern mir geht’s darum, dass ich eine Serie mache und mir im Kopf sage: ´Mach weiter´ auch wenn der Schweinehund sagt, dass das gar nix bringt", so Lukas Plöchl über die Begeisterung am Fitnesssport. "Das was in der Bodybuilding-Szene als schön gilt, gilt in der Gesellschaft eigentlich eh nicht. Da finde ich es gefährlicher, weil dürre Models sehr wohl akzeptiert sind. Ein Bodybuilder wird ja nur so, weil er einfach das Maximum bzw. immer mehr aus seinem Körper herausholen will, das ist eine Disziplin und sollte man auch anerkennen. Außerdem hat es, wie ich finde, durchaus eine gewisse Ästhetik und eine extreme Maskulinität. Und man kann damit sehr viel für den eigenen Körper tun, sowohl physisch wie auch psychisch. Solange man natürlich nicht dopt. Ich nehme Kreatin und Aminosäuren, weil da könntest du auch vier Kilo Rindfleisch essen, aber alles was darüber hinausgeht ist Betrug. Ich habe viele ´auftrainierte´ Freunde, die alle nix nehmen und zum Teil mehr haben als die, die was nehmen und da frage ich mich schon: schämt sich der
nicht, der kleine ´Hansel´? Der Reiz liegt ja darin, dass man es aus eigener Kraft schafft. Also nehmt keine Drogen und tut’s nicht dopen." Manuel wirft unter Gelächter ein: "Vor ein paar Tagen hat mir jemand erzählt: Ich brauch kein Koks. Ich stell mich unter die Dusche und am Schluss drehe ich das Wasser eiskalt auf."

Fotos: © Tina Veit