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Zentralmaturaphobie

Die österreichischen SchülerInnen haben Angst vorm neuen System.

Im Schuljahr 2013/14 sollen die AHS-MaturantInnen ihre Reifeprüfung zum ersten Mal nach dem neuen System absolvieren.

Nicht wie bislang zu unterschiedlichen Terminen und mit verschiedenen Inhalten,
sondern standardisiert und österreichweit am selben Tag sollen die schriftlichen
Klausuren künftig abgehalten werden. Außerdem müssen alle eine vorwissenschaftliche Arbeit verfassen, welche im Rahmen der mündlichen Prüfungen präsentiert wird. Bildungsministerin Claudia Schmied ist von dem neuen System begeistert und will die Zentralmatura unbedingt zum geplanten Zeitpunkt starten, wie eine Umfrage der Bundesschülervertretung zeigt, kann die Mehrheit der österreichischen Schülerschaft diese Euphorie jedoch nicht teilen. 91 Prozent aller Befragten haben gar Angst davor, die neue Matura nicht zu bestehen. "Da auch dieses Ergebnis im Ministerium nicht ernst genommen wird sehen wir uns gezwungen weitere Schritte einzuleiten. Wir werden unsere Meinung auf eine breitere Basis stellen und starten deshalb eine parlamentarische Bürgerinitiative", so Bundesschulsprecherin Conny Kolmann gegenüber APA-OTS. Sie fordert eine Vorbereitung auf die Zentralmatura sowie eine Anpassung des Lehrplans und will das System daher verschieben. Ein Streit scheint also vorprogrammiert.

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