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Ösi Bua & Lukas Plöchl

Auf a Packl g'haut.

Beide machen ger ne Party und rappen im Dialekt. Es war also nur eine Frage der Zeit bis "Trackshitta" Lukas Plöchl und der Ösi Bua zueinanderfinden. Wir haben zur Veröffentlichung ihrer ersten gemeinsamen Single "Ondas nice" mit ihnen gesprochen.

Cool: Wo habt ihr beide euch kennengelernt?

Lukas Plöchl: In Österreich (lacht). Eigentlich ist das aber gar nicht so lustig gemeint, weil Österreich so klein ist, dass man sich in der Musiklandschaft relativ schnell über den Weg läuft. Irgendwann hat mich der Cedrick (Anmerk.: Ösi Buas bürgerlicher Name) angerufen, ob ich nicht mal im Studio vorbeikommen möchte. Und ich hab gesagt: Wenn du mir einen grünen Tee herrichtest komme ich (lacht).

Cool: Als Linzer müsstest du den Lukas eigentlich noch aus "Öz Pedan"-Zeiten kennen (alle lachen).

Ösi Bua: Natürlich. Ich kenne auch Leute, die ihn aus der Schule kennen, aber ich war sehr froh, dass ich den Lukas schließlich auch persönlich kennenlernen durfte.

Cool: Als im Frühjahr "I bin da Ösi Bua" erschienen ist, haben viele gesagt, der Ösi Bua will die Trackshittaz kopieren...

Lukas Plöchl: Ich war am Anfang auch skeptisch, aber das hat sich extrem schnell geändert. Ich habe gemerkt: da hat einer Feuer im Hintern und der ist wirklich leiwand. Der geht einfach hin und zeigt den Leuten Schuhplattln. Und ich kenne auch unveröffentlichte Lieder von ihm und das ist überhaupt nicht das was ich mache.

Cool: Jeder hat vermutlich damit gerechnet, dass euer gemeinsamer Song eine fette Partynummer wird. Stattdessen gibt’s eine richtig ernste Botschaft. Wie ist diese Idee entstanden?

Ösi Bua: Das kam eigentlich von mir und meinem Team. Ich wusste noch nicht wie die Nummer heißen wird, aber es sollte darum gehen, dass jeder das Recht hat anders zu sein. Lukas ist ein Chinese und ich bin ein Schwarzer und wir sind noch dazu am Land aufgewachsen und da passt das einfach. Wir machen uns auch Gedanken und daher gibt’s jetzt mal ein ernsteres Lied für alle Leute. Wir sind ja alle nicht normal.

Lukas Plöchl: Da war ich dann sofort begeistert, aber für mich war wichtig, dass die Message im Schmäh verpackt ist. Es gibt viele, die das überdramatisieren. In Freistadt war es halt so, dass es nur drei Chinesen gegeben hat – wenn man mich als ganzen rechnet.

Ösi Bua: Natürlich gibt es Rassismus, aber es gibt auch Emos, Hip-Hopper und Punks. Man muss einfach mehr Mut haben darüber zu lachen, dann hat man ein schöneres Leben und bekommt auch noch Bauchmuskeln davon (lacht).

Cool: Wie sieht’s für die Zukunft aus: Muss sich Manix sorgen um seinen Job machen?

Ösi Bua: Klar, der Manix bin ich jetzt – von der Sonnenbank, quasi (lacht).

Lukas Plöchl: Genau, er war nur ein bisschen auf Jamaika (lacht). Nein, weil vorerst gibt es keine weiteren gemeinsamen Pläne für´n Ösi und mich. Aber sag niemals nie.

Foto: © High Hat / Big ´n´ Hairy

Ösi Bua & Lukas Plöchl

Musikvideo: "Ondas nice"