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Imagine Dragons

Viva Las Vegas!

Die Indie-Rocker von Imagine Dragons sind im letzten Jahr so richtig durchgestartet und konnten mit "It’s Time" auch bei uns einen Hit verbuchen. Wir haben mit der Band aus Las Vegas über ihre Heimat, ihr Debütalbum und ihren Namen gesprochen.

Cool: Wie ist es so als Band in Las Vegas?

Imagine Dragons: Es ist ein großartiger Ort, um eine Band zu gründen. Wenn man an die Musikindustrie denkt, denkt man immer nur an New York, Los Angeles und solche Städte. Dort ist es allerdings sehr schwer auf sich aufmerksam zu machen, denn es gibt so viele KünstlerInnen und Konzerte, dass man oft gar nicht gehört wird. In Las Vegas ist das ganz anders und wir hatten sogar die Möglichkeit in sämtlichen großen Casinos aufzutreten.

Cool: Was habt ihr dort gespielt?

Imagine Dragons: Wir durften neben Coversongs auch unsere Sachen performen. Dadurch sind wir als Band sehr schnell gereift, vor allem was unsere Bühnenpräsenz anbelangt. Als unbekannte Gruppe musst du dich in Las Vegas gegen all die Lichter, den Krach der Spielautomaten und die Bikini-Black-Jack-Dealer durchsetzen. Man braucht gute Songs und eine tolle Show, um von den Leuten überhaupt wahrgenommen zu werden.

Cool: Bei uns denkt man bei den Begriffen Musik und Las Vegas vorrangig an Frank Jr. und an schlechte Elvis-Imitatoren.

Imagine Dragons: (lachen) Der Strip ist eigentlich nur ein ganz kleiner Teil von Vegas, an den jedoch die meisten Leute zuallererst denken. Doch es gibt viel mehr. An jedem ersten Freitag des Monats gibt es zum Beispiel ein Kunstfestival in Downtown. Dort treffen sich viele großartige KünstlerInnen und Bands, es gibt leckeres regionales Essen. Ihr solltet euch das unbedingt mal anschauen.

Cool: Euer Debütalbum klingt sehr mystisch, hat das einen bestimmten Grund?

Imagine Dragons: Wir haben "Night Vision" großteils sehr spät in der Nacht aufgenommen, viele Lieder wurden um vier, fünf Uhr morgens geschrieben und sind sozusagen fast im Halbschlaf entstanden, wodurch sie diese verträumte Note haben.

Cool: Seit eurem Plattendeal vor zwei Jahren hat sich euer Stil überhaupt sehr verändert...

Imagine Dragons: Bands sollen und müssen sich weiterentwickeln, denn niemand will immer wieder den gleichen Sound hören.

Cool: Habt ihr deshalb auch mit Hip-Hop-Produzent Alex Da Kid ("Love The Way You Lie") zusammengearbeitet?

Imagine Dragons: Nicht deshalb. Alex hat unsere Musik bei seinem Assistenten im Auto gehört und ist daraufhin auf uns zugekommen, weil er ein Fan von Indie-Rock ist. Er ist sehr kreativ und hat uns enorm weitergeholfen.

Cool: Letzte Frage. Hinter eurem Bandname steckt ja eigentlich ein Geheimnis…

Imagine Dragons: Das wir euch jetzt bestimmt nicht verraten werden (lachen).

Cool: Es handelt sich aber um ein Anagramm. Wie seid ihr auf Imagine Dragons gekommen? Ihr könntet auch Ragged Insomnia oder Damages Ironing heißen…

Imagine Dragons: (lachen laut) Es war das erste, das uns eingefallen ist und danach haben wir nicht mehr weiterüberlegt.

Foto: © Nick Walker

Imagine Dragons

Musikvideo: "It's Time"