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Life of Pi

Finanzieller Schiffbruch!

Den Oscar gewonnen und Pleite gegangen: So hart ist das Filmgeschäft wirklich.

Nimmt man dem oscarprämierten Film "Life of Pi" seine visuellen Effekte, so bleibt ein Junge auf einem Holzboot vor einer grüner Wand. Die VFX-Abteilung machte den Blockbuster (weltweites Einspielergebnis: ca. eine halbe Milliarde Euro) erst zu dem was er ist und dennoch musste das verantwortliche Team "Rhythm & Hues" Konkurs anmelden. Die MitarbeiterInnen verhungern, die Filmstudios baden in Champagner. "Ein goldener Käfig", erzählt uns Mag. (FH) Johannes Hennebichler, der selbst seit Jahrenin der Branche arbeitet. Und das sei nicht nur in Hollywood so, sondern auch bei uns. 250 Euro pro Monat bei 40-Stunden-Wochen, unbezahlten Überstunden und jederzeitiger Kündbarkeit. Das Filmgeschäft, eine (Alp-)Traumfabrik. Wir würden uns Besserung wünschen.

Experten-Meinung von Mag. (FH) Johannes Hennebichler:

"Die VFX-Studios sind die Sklaven der Filmindustrie. Die Preise werden gedrückt bis zum Gehtnichtmehr, um für namhafte Titel produzieren zu dürfen. Infolgedessen muss mit Niedrigstbudgets gearbeitet werden und das hat zur Folge, dass die Firmen ihre MitarbeiterInnen ausbeuten und überarbeiten. Mit dem Argument ´dafür arbeitest du bei einem großen Film mit´ werden Arbeitskräfte für existenzgefährdende Tageslöhne gefügig gemacht. Wenn die VFX- Artists sich nicht endlich bewusst machen, welchen Wert sie für die Branche darstellen und sich weiterhin prostituieren, wird sich dieser Markt bald selbst verdaut haben."

Foto: © Pressefoto

Life of Pi

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