Home > Interviews > Charli XCX >

 

Charli XCX

Goth-Pop-Rebellin

Die britische Popsensation über ihre Musik, illegale Raves und die Schule.

Cool: Wie würdest du deine Musik beschreiben?

Charli XCX: Musik lässt sich gut auch mit Farbtönen beschreiben und daher würde ich sagen, dass ich violette Popmusik mache.

Cool: Hast du musikalische Vorbilder?

Charli XCX: Ich habe eigentlich immer davon geträumt zu rappen, weil RapperInnen die Coolsten sind, aber als ich noch jünger war habe ich auch viel französische Electro-Musik gemacht. Dann gab es auch den Song "Rapture" (1981) von Blondie, der mich fasziniert hat. Und natürlich habe ich auch richtig kitschigen Pop gehört, wie von den Spice Girls oder Britney Spears.

Cool: Was bedeutet eigentlich das Kürzel XCX?

Charli XCX: Eine Zeit lang habe ich gesagt, es sei etwas Perverses, aber es war mein Benutzername im MSN Messenger und steht für "Kiss Charli Kiss". Bei meinem ersten Auftritt hat man mich gefragt was auf dem Flyer stehen sollte und mir ist nichts Besseres eingefallen (lacht).

Cool: War das zu der Zeit als du bei illegalen Raves aufgetreten bist?

Charli XCX: Ja. Mit vierzehn habe ich auf MySpace einige Demos von mir hochgeladen und ein Veranstalter von illegalen Partys hat mir eine Nachricht geschrieben. Ich war von dieser Welt sofort fasziniert und bin dann jedes Wochenende nach London gefahren, um dort zu singen. Es war total wild…

Cool: War das nicht gefährlich?

Charli XCX: Meine Eltern sind zu den Auftritten mitgefahren und haben mir zugesehen. Ich fand das total peinlich und eigenartig, denn einerseits war das meine rebellische Zeit und andererseits war ich immer mit meiner Familie unterwegs. Die Partys dauerten bis sechs Uhr morgens, dann habe ich mit meinen Eltern gefrühstückt und dann sind wir wieder nachhause gefahren (lacht).

Cool: Stimmt es, dass du den Musikunterricht in der Schule nicht leiden konntest?

Charli XCX: Ja, den fand ich schrecklich. Ich wollte viel lieber eigene Lieder schreiben und auch das Notenlesen habe ich gehasst und habe im Unterricht daher nie aufgepasst.

Foto: © Warner Music