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Tierschutz

Was könnt ihr eigentlich tun?

"Tierschutz fängt beim persönlichen Konsum an."

Viele Jugendliche interessieren sich zwar für das Thema Tierschutz, wissen aber nicht genau was sie selbst dafür tun können. Müsst ihr Geld spenden, einem Verein beitreten oder aktiv bei Demonstrationen mitwirken? Nein, stattdessen solltet ihr zunächst eure eigene Ernährung und euren Konsum überdenken. "Ich bin vegan geworden, weil das ansonsten mit meiner Ideologie nicht mehr zusammengepasst hätte. Also Fleisch zu essen und tote Tiere anzuziehen, obwohl ich nicht will, dass sie getötet werden. Für mich ist daher der Beginn, sich mit dem eigenen Konsum und der eigenen Lebensweise auseinanderzusetzen", empfiehlt uns Jakob Seidl vom "Verein gegen Tierfabriken" (VGT) im Gespräch.

"Ein erster Schritt ist, sich zu informieren."

Auf eurem Weg zur Selbstfindung ist vor allem wichtig, dass ihr euch informiert. Setzt euch zum Computer, schnappt euch euer Smartphone und sucht nach den Antworten auf eure Fragen. Wie werden die Tiere gehalten? In welchen Lebensmitteln ist was drinnen? "Ihr könnt im Supermarkt sämtliche Produkte umdrehen und lesen was draufsteht", erzählen Jakob Seidl und seine Kollegin Mag.a Veronika Koren. Zudem gebe es auch Apps und Infomaterial bei den lokalen Tierschutzvereinen.

"Letztendlich geht es einfach darum mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und zu schauen wo es Missstände gibt."

Natürlich geht es nicht nur um Kleidung und Lebensmittel. Es gibt unzählige Möglichkeiten, um Tiere zu schützen – selbst eine Heuschrecke aus dem Zimmer zu tragen, sei laut Mag.a Veronika Koren eine Form von Tierschutz. "Letztendlich geht es einfach darum mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und zu schauen wo es Missstände gibt", sagt sie weiters. Das bedeutet: Keine Tier-Zirkusse und Zoos besuchen, nicht mit dem Fiaker fahren, keine exotischen Tiere kaufen bzw. generell die Haltung von Haustieren überdenken. "Wenn die Tierheime bereits vollgestopft sind, dann sollte man sich einfach überlegen, ob es sinnvoller ist, zu einem Züchter zu gehen und sich dort einen neuen Hund zu holen oder sich stattdessen einen aus dem Heim mit nachhause zu nehmen. Auch mit solchen Schritten, kann man sehr viel bewirken", meint Jakob. Was ihr sonst noch alles tun könnt, lest ihr im zweiten Teil in unserer nächsten Ausgabe.

Foto: © Veggies Linz