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The Wanted

Die Boyband im exklusiven Interview.

Vor vier Jahren wurde die britisch-irische Boyband The Wanted gegründet und konnte im letzten Jahr mit "Chasing The Sun" und heuer mit "Walks Like Rihanna" Sommerhits verbuchen. Wir haben mit Jungs über ihr Image und ihre neues Album gequatscht.

Cool: Lasst uns gleich mal über "Walk Like Rihanna" sprechen. Wie läuft Rihanna eigentlich?

The Wanted: Sie läuft mit sehr viel Schwung und Selbstbewusstsein und strahlt das auch nach außen hin aus. Dazu kommt noch eine große Portion Sexyiness. Rihanna weiß was sie will und auch was sie tut.

Cool: Apropos wissen... wisst ihr, ob Rihanna den Song denn jemals gehört hat?

The Wanted: Als wir in New York waren haben wir ihren Manager Jay Brown getroffen und er hat uns erzählt, dass sie das Lied gehört und es ihr sehr gefallen hat. Leider haben wir es nicht von ihr direkt gehört, aber es freut uns trotzdem.

Cool: Ihr habt in der Vergangenheit vorrangig mit britischen Produzenten wie Guy Chambers (u. a. "Rock DJ" und "Come Undone" von Robbie Williams) zusammengearbeitet. Für "Walks Like Rihanna" habt ihr euch hingegen US-Hitproduzent Dr. Luke geangelt. Können wir noch mehr Lieder mit ihm erwarten?

The Wanted: Dr. Luke hat zweifelsohne einiges drauf und hat "Walks Like Rihanna" eine ganz besondere Stimmung verliehen, die uns sehr gefallen hat. Wir hoffen daher schon, dass wir mit ihm noch ein paar weitere Songs für unser Album aufnehmen können beziehungsweise, dass von den Nummern, die wir bereits haben, auch wirklich welche auf der Platte landen. Die Songanzahl für das Album ist auf elf Lieder beschränkt und daher können wir da leider noch nichts Konkretes dazu sagen.

Cool: War es eigentlich ein großer Wunsch von euch, es über den großen Teich zu schaffen oder wart ihr mit eurem Erfolg in Europa schon zufrieden?

The Wanted: Natürlich haben wir gehofft, dass wir irgendwann auch in Amerika Erfolg haben würden, aber grundsätzlich waren wir schon glücklich darüber, wie gut es in unserer Heimat, in Europa und sogar in Australien gelaufen ist. Der US-Markt ist eine komplett eigene Sache, großen Boybands wie Take That ist dort beispielsweise nie der Durchbruch gelungen. Wir sind daher sehr froh, dass es geklappt hat, aber es war für uns nie ein Muss.

Cool: Wenn ihr gerade von Take That sprecht: Ihr habt in eurem Musikvideo zu "Walks Like Rihanna" ja viele bekannte Boybands parodiert. Aufgrund dessen gab es danach einige Diskussionen, ob es eher eine Hommage oder ein Verarschen war.

The Wanted: Es war definitiv eine Hommage. Die Idee zu dem Video hatte Jay und dann haben wir das in der Gruppe besprochen und umgesetzt. Wir wollten einfach die Schlüsselmomente der Boybandgeschichte noch einmal aufleben lassen. Wir wollten keinesfalls arrogant wirken oder jemandem zu nahe treten.

Cool: Mittlerweile seid ihr ja auch in die USA übersiedelt. Inwiefern hat euch das verändert beziehungsweise wird sich dadurch womöglich auch euer Musikstil ändern?

The Wanted: Unser Stil wird sich garantiert nicht groß ändern, denn wir wissen eigentlich ziemlich genau wie wir als Band klingen möchten und daran wird die USA nicht viel ändern. Aber der Produktionsprozess selbst hat sich verändert. In England ist alles sehr durchgeplant, also wenn du ein Studio gebucht hast, dann bist du von sieben Uhr morgens bis am Abend dort. In den USA ist das hingegen viel spontaner und es kommt auch häufig vor, dass du bis spät nachts noch Aufnahmen machst.

Cool: Obwohl ihr eine Boyband seid, werdet ihr gerne als Badboyband bezeichnet, weil ihr nicht so ein braves Image habt. Ihr posiert mit Frauen, ihr trinkt, ihr provoziert. Wie seht ihr das?

The Wanted: Wir verhalten uns einfach natürlich, wir lassen uns wenig vorschreiben und sagen immer ehrlich was wir denken. Wir sind zwanzigjährige Jungs und lernen nun mal Mädchen kennen und machen Party. Das Badboy-Image ist für die Medien ein gefundenes Fressen, aber ihr glaubt gar nicht wie freundlich wir eigentlich sind (lachen).

Cool: Also ist an eurem Streit mit One Direction auch nichts dran?

The Wanted: Die Zeitungen und Magazine interessieren sich heute nicht mehr für die Musik, sondern nur für die Geschichten rundherum. Wen daten sie? Wen mögen sie und wen hassen sie? Eigentlich wollen wir uns damit gar nicht beschäftigen und einfach nur unsere Musik machen.

Foto: © Universal Music