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Blasenentzündung?!

Wie ihr die Krankheit rechtzeitig erkennt und was ihr dagegen tun könnt.

Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger und starker Harndrang und Schmerzen im unteresten Teil des Bauches sind deutliche Signale für eine Harnwegsinfektion.

Wenn es brennt und schmerzt beim Wasser lassen, dann ist das nicht nur unangenehm, sondern gehört auch behandelt. Von einer Blasenentzündung sind Frauen weitaus häufiger betroffen als das männliche Geschlecht, da durch die anatomische Lage der kürzeren Harnröhre, die dazu noch in unmittelbarer Nähe des Afters liegt, ungünstigere Verhältnisse herrschen. Eine Harnwegsinfektion – Ärzte sprechen auch von Zystitis - ist eine Infektion der unteren Harnwege, die vorwiegend durch Bakterien ausgelöst wird. Die Erreger stammen meist aus dem Darm und gelangen durch die Harnröhre in die Blase. Wenn es Bakterien gelingt, in die Harnwege einzudringen, können sie sich an der Wand der Harnblase ansiedeln und sich im Urin stark vermehren. Dadurch entsteht in der Schleimhaut der Harnblase eine Entzündung, die plötzlich heftige Beschwerden auslöst. Auf häufiger Sex reizt die Schleimhäute, so dass die Bakterien leichtes Spiel haben – man spricht dann von einer "Honeymoon-Cystitis". Je früher du diese Erkrankung behandelst, desto größer ist die Chance, dass diese nicht chronisch wird. Der Arzt verordnet meist ein hoch dosiertes Antibiotika. Bei einer Erstinfektion spricht auch nichts dagegen, doch bei weiteren Blasenentzündungen bringt es oft nicht dauerhaft den gewünschten Erfolg. Das Problem ist nämlich, dass man trotz "chemischer Keule" nicht alle Erreger erwischt. Studien der Harvard Medical School in Boston zeigen die eindrucksvolle Überlegenheit der Cranberry gegenüber Antibiotika. Letztere können lediglich die freischwimmenden Bakterien abtöten und an ihrer Vermehrung hindern. Die Cranberry hat ebenfalls diese Wirkung, darüber hinaus soll jedoch das in den Beeren enthaltende Proanthocyanidin verhindern, dass sich die Bakterien überhaupt an der Blasenwand festsetzen können. Eine Blasenentzündung lässt sich gut behandeln und ist in der Regel zwar lästig, aber harmlos. Wird sie jedoch verschleppt und steigt in die Nieren auf, kann sich die Entzündung auf andere Organe ausweiten. Im Extremfall droht eine lebensgefährliche Blutvergiftung.

Foto: © KK