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Webxklusiv: Aura Dione

Die dänische Sängerin stürmt aktuell mit "Geronimo" die Charts. Wir haben mit ihr gesprochen...

Vor zwei Jahren stürmte die dänische Sängerin Aura Dione die europäischen Charts mit ihrem Song "I Will Love You Monday (365)" und legte mit "Song For Sophie" sogar noch eine Schippe nach. Was wir nun von ihrem neuen Album "Before The Dinosaurs" erwarten können, erzählte uns Aura exklusiv am Telefon.

Cool: Bevor ich mit dir über dein neues Album spreche, würde ich gerne noch ein wenig über die Vergangenheit reden. Seit deinem großen Hit "I Will Love You Monday (365)" sind zwei Jahre vergangen, wie hat sich dein Leben in diesem Zeitraum verändert?

Aura Dione: Eigentlich hat sich gar nichts verändert. Ich war sehr viel auf Tour und habe versucht mich als Musikerin zu verbessern. Aber es war natürlich eine sehr spannende Zeit, außerdem habe ich mein neues Album "Before The Dinosaurs" aufgenommen.

Cool: Als du damals die europäischen Charts stürmtest, gab es vergleichsweise kaum dänische Musiker, die man in Österreich kannte, mittlerweile hat sich das extrem geändert. Median, Volbeat, Vinnie Who, Sleep Party People, um nur ein paar zu nennen. Wie denkst du über diese Entwicklung?

Aura Dione: Ich bin ehrlich gesagt selbst sehr neugierig wie sich das noch entwickeln wird und was in den nächsten Jahren noch passieren wird. Es gibt so viele großartige dänische Künstler, die es wirklich verdienen würden Erfolg zu haben.

Cool: Als du bei uns populär wurdest, war dein Debütalbum bereits längst fertiggestellt. "Columbine" ist ja schon 2008 in Dänemark erschienen und wurde dann für den resteuropäischen Markt mehr oder weniger nur re-releast. Als du das Album aufgenommen hast, dachtest du vermutlich also nur an den dänischen Markt, da du nicht wusstest dass "I Will Love You Monday (365)" so ein Hit wird. Bei deinem neuen Album war das jedoch anders, da diesmal klar war, dass es eine internationale Platte wird. Wie hat sich die Produktion durch dieses Wissen verändert?

Aura Dione: Natürlich gab es Unterschiede, aber ich finde, dass es eine ganz normale Entwicklung genommen hat. Ich war im Gegensatz zum ersten Album sehr viel unterwegs. Als die Musikerin, die ich bin, war ich aber überall sehr interessiert und neugierig, wie ich mein bestmögliches Album produzieren kann. Ich bin diesmal beispielsweise nach Los Angeles geflogen und habe dort mit Produzenten zusammengearbeitet, aber ich war auch in Dänemark, in London und in der Schweiz. Für mich gehört es einfach dazu, mit Künstlern aus den Ländern zu musizieren, die ich bereise.

Cool: Hast du denn gar keinen Druck verspürt, noch einmal einen Song wie "I Will Love You Friday (365)" abliefern zu müssen?

Aura Dione: Nein, eigentlich nicht. Weißt du, ich arbeite schon seit meiner Kindheit sehr hart an meiner Karriere und auch wenn ich Musik für meine Fans mache, mache ich sie zu einem gewissen Teil auch für mich selbst. Es ist etwas sehr Persönliches, das ich aber auch mit der Welt teile. Ich hoffe, dass das Ergebnis meinen Fans gefällt, aber auch dass ich mit meinem neuen Album noch viele weitere gewinnen kann.

Cool: Du hast dein neues Album bereits angesprochen: Es heißt "Before The Dinosaurs". Was bedeutet dieser ungewöhnliche Titel?

Aura Dione: Ich habe es so genannt, weil ich beschreiben möchte woher meine Kreativität herkommt. Ich denke es ist etwas das schon immer vorhanden war. Wie wenn du sagst: "Mein Ur-Ur-Ur-Ur-Uropa war ein Dinosaurier." Meine Kreativität ist wie ein genetischer Code oder eine sehr alte Seele und durch sie entstehen meine Songs.

Cool: Wenn man die Cover deiner ersten beiden Alben vergleicht, dann hat sich hier sehr viel verändert. Das Titelbild deiner neuen Platte wirkt sehr offensiv, du zeigst sehr viel Haut und auch musikalisch klingst du sehr verändert. Ich habe zunächst gar nicht glauben können, dass "Geronimo" von dir ist...

Aura Dione: Ich habe mittlerweile mehr als 500 Songs geschrieben und bemühe mich meine Fähigkeiten als Künstlerin weiterzuentwickeln. Ich finde es sehr wichtig immer eine Geschichte zu erzählen, egal ob das jetzt in den Musikvideos ist, mit meinen Outfits, in den Texten oder Produktionen. Und für mich erzählt das Cover von "Before The Dinosaurs" in einer poetischen Art und Weise, wie ich mich fühle wenn ich auf die Bühne gehe und mich vor so vielen Menschen präsentiere. Ich fühle mich sehr nackt und zerbrechlich, aber es ist auch irgendwie angenehm. Und das wollte ich mit diesem Foto darstellen. Außerdem geht es um Unschuld: Wenn ihr euch das Cover genau anseht, dann seht ihr einen Apfel, der die Unschuld darstellen soll. Allerdings wurde von dem Apfel noch nicht abgebissen, ich möchte also diese innere Unschuld und Kindlichkeit bewahren, einfach nackt sein zu können ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Um deine andere Frage zu beantworten: "Geronimo" ist ein sehr starkes Lied für mich, einer meiner Lieblingssongs, von denen die ich bisher geschrieben habe. Es geht darum sich loszureißen und sich frei zu machen. Ich wollte meinen Fans und allen Menschen, die sich manchmal unter Druck gesetzt fühlen, zeigen, dass sie sich selbst einfach treu bleiben sollen. Und Geronimo (Anmerk. d. Red.: Indianischer Kriegshäuptling der sich seinerzeit gegen die Amerikaner wehrte) ist für mich einfach der Inbegriff von Freiheit.

Cool: Was sollten deine Fans von deinem Album erwarten?

Aura Dione: "Before The Dinosaurs" ist das erste progressives Pop-Poesie-Album , voll mit unterschiedlichen wunderschönen Liedern.

Cool: Und wann bekommen wir dich hier in Österreich mal live zu sehen?

Aura Dione: Das erste Konzert zu meinem neuen Album ist am Dorfplatz in Hinterglemm auf der großen Ö3-Bühne des Swatch Snow Mobile Fest.

Danach verabschiedete sich Aura mit einem lieben „Ich wünsche dich alles gut." Dankeschön.

Foto: © Pressefoto