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Zu viele Videospiele

Die Psychotante: Theo (14) hat vor kurzem eine neue Spielekonsole erhalten und beschäftigt sich gern damit...

Theo (14) hat vor kurzem eine neue Spielekonsole erhalten und beschäftigt sich gern damit. Nun hat seine Mutter gemeint, er sei "spielsüchtig". Theo ist besorgt, ob sie damit Recht haben könnte.

Um festzustellen, ob tatsächlich eine beginnende "Spielsucht" bei Theo vorliegt, sind folgende Hinweise hilfreich: Spielt Theo täglich? Hat sich durch das Spielen Theos Tag- und Nachtrhythmus verändert? Das heißt, spielt er bis spät in die Nacht und kann dann am nächsten Morgen nicht aufstehen, um in die Schule zu gehen? Hat er dadurch schon begonnen, die Schule zu schwänzen? Oder sind seither die Schulnoten schlechter geworden als bisher? Hat er sonstige Hobbys z.B. Sport, Musik, Unternehmungen mit Freunden aufgegeben und sitzt nur mehr vor der Konsole? Vernachlässigt er die Körperpflege und duscht nur mehr selten oder verzichtet aufs Zähneputzen, um ein paar Minuten länger spielen zu können? Vergisst er immer öfter aufs Essen, weil er zu sehr von den Spielen abgelenkt wird? Reagiert er wütend und aggressiv, wenn er aufhören soll oder daran gehindert wird, zu spielen? Wenn die meisten dieser Fragen mit "Ja" beantwortet werden können, ist es ratsam, die tägliche Spielzeit zu begrenzen. Theo soll sich selbst – oder auch mit Unterstützung seiner Eltern – eine maximale Spielzeit pro Tag festlegen, die seinen sonstigen Tagesablauf (Aufstehen, Schule, Körperpflege, Essen, Zeit für andere Hobbys, Familie und Freunde) nicht einschränkt. Dann können auch Spielekonsolen ein guter Zeitvertreib für Zwischendurch sein.

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Foto: © KK