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Wutanfälle

Die Psychotante: Wenn Daniel (12) wütend wird, kann es vorkommen, dass er Sachen zerstört oder andere ...

Wenn Daniel (12) wütend wird, kann es vorkommen, dass er Sachen zerstört oder andere schlägt. Deswegen bekommt er dann oft zusätzlichen Ärger. Wie kriegt er sich unter Kontrolle?

Grundsätzlich ist es gut, seinen Ärger nicht dauernd in sich hineinzufressen! Natürlich sollte dabei aber weder Daniel selbst, noch eine andere Person (oder ein Tier) verletzt werden. Und besser ist selbstverständlich auch, wenn dabei keine Gegenstände zerstört werden. Wut kann aber auch auf viele andere Arten rausgelassen werden, die Daniel möglicherweise sogar Lob oder Bewunderung bringen: Wenn er ein eher sportlicher Typ ist, könnte er sich beim Laufen, Boxen gegen einen Boxsack, Fußball spielen oder Liegestütztraining abreagieren. Falls ihm kreative Möglichkeiten mehr zusagen, könnte er Wutbilder malen oder Wutbriefe schreiben, die er anschließend zerreißt, beim nächsten Lagerfeuer verbrennt oder mit einer Phantasieadresse in den Postkasten wirft. Wenn Musik ein guter Zugang für ihn ist, kann er durch anhören von Liedern, eigenem Gesang oder Tanz einiges an Wut abbauen. Vielleicht schreibt er sogar selbst Songtexte oder spielt ein Instrument, um sich wieder in bessere Stimmung zu bringen. Und in jedem Fall tut es gut, einen Freund oder Verwandten zu haben, dem Daniel vertraut und dem er alles über seinen Ärger erzählen und dabei auch richtig schimpfen darf. Möglicherweise hat derjenige oder diejenige sogar einen guten Rat, der Daniel beim nächsten Wutanfall hilfreich ist.

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Foto: © ag.dpa