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Pizzera & Jaus: Leiwand auf der Leinwand

Zwei Jahre nach „Pulled Pork“ kommen Paul Pizzera und Otto Jaus zurück auf die Leinwand. Ab 16. Oktober läuft „Neo Nuggets – Eine Pulled Pork Komödie“ im Kino, schon jetzt verraten die beiden bei uns, was ihr über den Film wissen müsst.

Zwei Jahre nach „Pulled Pork“ kommen Paul Pizzera und Otto Jaus zurück auf die Leinwand. Ab 16. Oktober läuft „Neo Nuggets – Eine Pulled Pork Komödie“ im Kino, schon jetzt verraten die beiden bei uns, was ihr über den Film wissen müsst.

Ist nach Austropop nun auch der österreichische Film wieder cool geworden?

Paul Pizzera: Ich glaube, dass viele Österreicherinnen und Österreicher gerne einen leiwanden Film aus der Heimat sehen, wo man sich nicht denken muss: „Naja, hmh, Ding und so“. Ich glaube, das ist ähnlich wie bei der Musik, dass man gern etwas hört, das in seinem Dialekt ist. Wenn das gut gemacht und nicht zum Schämen ist, dann ist das etwas, das dich auf einer Ebene berühren kann, die du vielleicht sonst nicht so nachvollziehen kannst. Und deswegen ist „Neo Nuggets“ ein richtig, richtig gelungenes Stück Heimat.

„Neo Nuggets“ ist eine Spionagekomödie. Was verbindet ihr mit diesem Genre?

Paul: Ich steh total auf Spionagefilme, aber ich find‘s gut, dass es nicht zu „spionage-ig“ und nicht zu wenig humoristisch geworden ist. Es ist eine tolle Mischung und ich glaube wirklich, dass sowohl das Spannungs-Gen als auch das Ich-möchte-heutegut-unterhalten-lachen-Gen super bedient werden. Nicht zu viel „Mission: Impossible“ und nicht zu wenig „Nackte Kanone“.

Gab es lustige Momente beim Dreh, die euch besonders in Erinnerung geblieben sind?

Otto Jaus: Also mit Benno Fürmann gibt es eine Szene, da hat er hat sich innerhalb von einer Minute fünf Mal versprochen. Wenn man uns auf dem Close-up hat, sieht man, wie wir einfach kämpfen, wirklich kämpfen (lacht). Ich habe Paul selten so kämpfen gesehen, dass er nicht lacht. Wir haben Tränen gelacht, als wir das Outtake gesehen haben. Vor unserem Konzert im Globe hat uns der liebe Andreas (Anmerk.: Regisseur des Films) diesen Outtake geschickt und wir sind am Boden gelegen vor Lachen.

Paul: Mein Highlight war, wie ich das erste Mal Günther Lainer gesehen hab, wie er sich als Scharfschütze getarnt von unter einer Autobahnbrücke herausbewegt. Also das war schon ein schönes Bild. Da war so viel Scharfschütze auf einmal. Man hat ihn nicht erkannt in der Landschaft, er ist verschmolzen mit ihr (lacht).

Paul, alle wollen es wissen: Wie war die Sexszene mit Silvia Schneider?

Paul: Das war natürlich ganz besonders lustig, weil es für Silvia und mich die erste Film-Sexszene war. Ich glaube, das kann richtig anstrengend sein, wenn man nicht richtig bondet, aber bei uns war es super lustig. Unser Intimacy-Coach Martina hat mich angerufen und gesagt: „Die Silvia möchte im Bild weder Busen, Po noch Genital zu sehen haben.“ Und ich meinte: Bei mir bitte nur Genital (lacht). Man hat am Telefon dann richtig gemerkt … 21, 22, das war ein Witz, oder? Okay, gut. Also, wir müssen irgendwie eine Position finden, wo man quasi bei mir den Popo sieht und von Silvia alles verdeckt ist und dann geht man auf Positionssuche. Beim Dreh selbst habe ich dann so eine Art Sturmhaube für den
Penis bekommen. Selten, dass man in seinem Leben so würdelos vor anderen Menschen steht. Es war daher weniger die Kunst, dass man erotisch wirkt, sondern eher, dass man nicht lachen muss. Es war wirklich peinlich, aber trotzdem eine schöne Erfahrung. Und Silvia war so cool, wie sie gesagt hat: „Er greift mich an, wo er will und ich greif ihn an, wo ich will, und jetzt hau ich mir ein Bier eini und dann dreh ma den  Schas.“

Otto, was war bei dir die größte Herausforderung?

Otto: In den Neoprenanzug reinzukommen. Bist du deppert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Surfen jemals leiwand für mich wird, wenn du sowas immer an- und wieder ausziehen musst. Und dann gehst du darin wie ein …, also nein, das ist nix (lacht).

Wie würdet ihr den Film einem Teenager erklären?

Paul: Zwei Bros, die sehr demure sind,

Otto: mit einer wunderbaren Aura

Paul: haben richtig den Oasch offen, weil ein paar Nazis ihnen org auf die Pelle rücken (lacht). Ein sehr, sehr schnelles, actiongeladenes Filmchen.

Otto: Schaut’s euch den Film an, fertig! Einigeh‘n, au’schau’n.