Endlich ist es da, das lang erwartete Debütalbum “Blumendisko“ von RIAN. Wir haben ihn im Rahmen eines Promotages in Wien zum großen Interview getroffen und dort begonnen, wo üblicherweise alles beginnt: am Anfang!
Cool: Viele kennen dich noch von TikTok & Co., wo du mit Comedy als Betrunkener oder als Schaf regelmäßig viral gegangen bist. Wie hat sich das mit der Musik entwickelt?
RIAN: Die Musik war immer schon da. Social Media war dann mein Tool, um die Musik zu promoten. Das war eigentlich die ursprüngliche Idee und das hat dann mehr oder weniger funktioniert.
Cool: Dein Hit „Liebesbrief“ aus dem Jahr 2022 war ja damals schon ein Riesenerfolg und spätestens 2024 dann natürlich „Verwandtschaftstreffen“ – hat sich an deinen Verwandtschaftstreffen seither eigentlich was geändert?
RIAN: Das ist eine Frage, die ich oft bekomme. Tatsächlich viel weniger, als man denkt, denn ich hab diesen großen Vorteil, dass sich niemand angesprochen fühlt. Mit diesem Zustand bin ich sehr fein (lacht).
Cool: Hast du nach dem Release viele DMs bekommen von Leuten, die gesagt haben: „Boah ja, meine Verwandtschaftstreffen laufen auch so ab!“?
RIAN: Ja, ständig, auf jeden Fall! Das war die häufigste Nachricht. Ich glaube aber auch, dass wir in Österreich, vielleicht auch in Deutschland, alle die gleiche Verwandtschaft haben, oder zumindest ähnliche.
Cool: Wirst du in deiner Heimat Althofen in Kärnten mittlerweile oft erkannt oder ist alles eher easy?
RIAN: Ich bin, glaube ich, zu wenig daheim, um das zu wissen. Natürlich merkt man schon ein bisschen einen Unterschied und viele sind auch stolz, was wiederum mich stolz macht. Das ist eine schöne Anerkennung.
Cool: Wie ist das für dich, wenn du daheim bist – bewusste Erdung oder einfach nur kurz mal auf Besuch?
RIAN: Das ist schon Erdung. Also da, wo man herkommt, da, wo die Wurzeln sind, das ist schon was Besonderes und das holt einen immer runter.
Cool: Letztes Jahr hast du bei den Amadeus Awards 2025 ordentlich abgeräumt, auch heuer bist du nominiert. Wie wichtig sind dir solche Preise?
RIAN: Das Amadeus-Wochenende im Vorjahr werde ich nie vergessen, weil ich am Tag nach dem Award ja auch noch meine große „Verwandtschaftstreffen“-Show im Gasometer gespielt hab. Da waren alle wichtigen Menschen da, die mir sehr am Herzen liegen, und daran denke ich sehr gerne zurück! Ansonsten bin ich bei Awards sehr gechillt, ich erwarte mir nix und ich glaube, das ist auch gut so. Es gibt viele andere, die es genauso verdient haben. Ich gönne das allen und wenn ich was gewinnen sollte, dann freue ich mich natürlich wieder extrem darüber!
Cool: Im Februar ist dein Debütalbum erschienen, was ist da alles drauf?
RIAN: Ich glaube, es ist ein bunter Mix von Geschichten und bewusst gewählten Themen, die vielleicht nachvollziehbar sind oder zumindest lustig, auch wenn sie ein bisschen fiktiv sind. Das ist mir einfach auch sehr wichtig – über Dinge zu singen, die jetzt vielleicht nicht so im klassischen Sinne passieren, vor allem nicht in der Popwelt. Es gibt nicht nur Liebe, es ist auch mal das Homeoffice, es sind auch mal Menschen, die vielleicht nicht so nett sind, und Dinge, die einem passieren im Alltag, die es auch wert sind, dass darüber gesungen wird.
Cool: Hast du einen Lieblingssong am Album?
RIAN: „Ich bin kein Arzt“, denn es hat auch am meisten Spaß gemacht, den zu machen. Einfach die Geschichte rund um den Song. Es war ein grundsätzlich lustiger Tag und wir haben wahnsinnig viel Spaß gehabt, ihn auszuarbeiten und aufzunehmen.
Cool: Wie ist der Name „Blumendisko“ entstanden?
RIAN: Ganz spontan. Das Wort gibt’s ja eigentlich nicht und so hab ich mir das zu meinem eigenen gemacht. Zum einen, um ein bisschen die Musikrichtung zu beschreiben, und zum anderen ist die „Blumendisko“ ein bisschen auch der Raum, wo meine Geschichten und die Spielereien
stattfinden.
Cool: Deine Texte sind unglaublich nah am Alltag, sehr humorvoll und immer mit Augenzwinkern. Wo lässt du dich inspirieren und wie schreibst du deine Texte?
RIAN: Also die Nummer-1-Antwort ist natürlich: vom Alltag, vom Leben. Ich bin wahnsinnig gern als Beobachter und Zuhörer unterwegs und da kriegt man schon sehr viel mit. Diese Rolle ist wahrscheinlich auch ganz wichtig, glaube ich, damit man gewisse Dinge so ansprechen kann. Da ziehe ich auch alles raus. Natürlich spielt die Fantasie noch eine große Rolle – man braucht ja auch Geschichten, die es vielleicht so nicht gibt, aber die so ähnlich vielleicht irgendwo auf der Welt schon mal passiert sind.
Cool: Ende Mai geht’s auf Tour mit JOSH. Wie kam es dazu?
RIAN: Wir kennen uns ja schon länger, er hat mich auch schon als Support mitgenommen, was ich sehr toll gefunden habe und was mir auch sehr viel gebracht hat. Das verbindet uns seither und dann haben wir uns gedacht: „Warum machen wir nicht zusammen was?“ Nach dem Motto: Zu zweit sind wir stärker! Und jetzt sind wir im Sommer unterwegs.
Cool: Was erwartet uns?
RIAN: Gute Unterhaltung, da bin ich mir ganz sicher! Und zwei super coole Shows, bei denen die Leute am besten mit einem zufriedenen Lächeln und Gefühl nach Hause gehen.
