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Stars aus dem Aufzug: Die Elevator Boys im Exklusivinterview

Durch Social Media sind Luis, Julien, Jacob, Bene und Tim als „Elevator Boys“ weltberühmt geworden. Mittlerweile sind sie längst nicht mehr nur Content Creator, sondern haben sich auch als Boyband und Models einen Namen gemacht – und geben jetzt auch als Schauspieler ihr Debüt. Wir haben die fünf Jungs zum großen Interview gebeten.

Durch Social Media sind Luis, Julien, Jacob, Bene und Tim als „Elevator Boys“ weltberühmt geworden. Mittlerweile sind sie längst nicht mehr nur Content Creator, sondern haben sich auch als Boyband und Models einen Namen gemacht – und geben jetzt auch als Schauspieler ihr Debüt. Wir haben die fünf Jungs zum großen Interview gebeten.

 

COOL: Wie hat bei euch alles angefangen?

Tim: Uns gibt es jetzt seit fast fünf Jahren. Wir kommen alle aus der Ecke Frankfurt, außer Julien, der kommt aus Bayern. Luis und ich kennen uns am längsten und als wir damals langsam mit Social Media angefangen haben, haben wir uns irgendwie über Ecken und Bekannte connectet und wurden direkt Freunde. Wir haben dann gemeinsam Videos gedreht, und ein paar davon waren im Aufzug – das ist so random passiert – und viele gingen viral. Die Leute haben angefangen, uns „Elevator Boys“ zu nennen, und als wir uns dann einen Namen geben wollten, sind wir bei diesem geblieben und haben den Group-Account gemacht. Wir haben dann auch drei Jahre zusammengelebt und immer verrücktere Projekte gemacht und durften jetzt eben auch diesen tollen Film für Prime Video umsetzen.

COOL: Wie ist es euch damit gegangen, plötzlich die „Elevator Boys“ zu sein?

Jacob: Ich glaube, zu dem Zeitpunkt war es eigentlich komplett cool.

Bene: … auch jetzt ist es noch komplett cool!

Jacob: Damals hat noch niemand gedacht, dass sich das so groß entwickelt und dass dieser Name durch alle Altersschichten durchsickert und man ihn sogar global kennt.

Bene: Am Anfang war es nicht so ganz klar, ob die Leute das positiv oder negativ meinen. Wir haben uns gedacht, wir nehmen den Namen einfach an und machen was richtig Positives draus, nämlich diese Gruppe und sorgen im besten Sinn für Entertainment.

COOL: Wann war für euch der Punkt, wo ihr gemerkt habt: Das hier geht gerade richtig steil?

Tim: Ich glaube, so ein halbes Jahr, nachdem wir angefangen haben. Da waren wir das erste Mal in Amerika und sind dort von der „Champions League“ von Social Media und der Entertainment-Welt total mit offenen Armen aufgenommen worden. Inzwischen haben wir da auch tolle Bekannte und echt ein cooles Netzwerk. Wir haben dann zusammen eine Firma gegründet und uns gemeinsam für den Weg der Musik entschieden. Und dann kam noch dieses tolle Filmprojekt, das übrigens schon seit fast vier Jahren im Gespräch war – natürlich mit unheimlich viel Vorbereitung, Acting-Coaching, Tanztraining und so weiter.

Bene: Auch ein cooler Moment war, als wir schon nach ein paar Wochen, nachdem wir zusammengezogen sind, von „Late Night Berlin“ eingeladen wurden. Das war für uns alle so surreal, dass uns Klaas einlädt – wir waren doch eigentlich ganz normale Jungs vom Dorf und auf einmal waren wir im Fernsehen. Und daraufhin sind dann tatsächlich noch mehr Fernsehanfragen gekommen, etwa von GNTM und der Chart-Show. Spätestens da war für uns klar, dass wir da an etwas dran sind.

COOL: Wolltet ihr schon immer Musik machen oder ist das zufällig passiert?

Julien: Das war auf jeden Fall ein Traum von uns! Wir hatten immer wieder mal Berührungspunkte mit der Musik, sei es in der Kindheit, in der Schulzeit und so weiter. Und wir wurden ja sehr oft mit einer Boyband verglichen, die nicht singt. Irgendwann kam dann halt der Moment, wo wir uns gedacht haben: „Ja okay, warum probieren wir es nicht einmal aus?“ Weil Spaß hatten wir schon alle dran. Wir sind dann mit einem deutschen Producer-Team nach L.A. geflogen, haben dort drei Songs produziert und das war so dieser Moment, wo der Funke entfacht ist. Wir haben dann immer weiter daran gefeilt und auch versucht, uns diese Kunst selbst beizubringen. Irgendwann hatten wir über hundert Demos und dann kam die erste Single raus – die hat ihr Debüt tatsächlich im Wembley Stadion in London vor 80.000 Leuten gefeiert. Das war schon einer der verrücktesten Momente in unserer Karriere! Die Musik ist neben dem Schauspiel auf jeden Fall unser Hauptfokus.

COOL: Was waren die schrägsten DMs, die ihr als Elevator Boys bekommen habt?

Luis: Ich kann mich noch daran erinnern, dass ein paar Fans so überfixiert waren, dass sie angefangen haben, uns so zu schreiben, als ob sie unsere Girlfriends wären. Da haben wir zum Beispiel Nachrichten von Mädchen bekommen, dass sie doch Juliens Freundin seien und warum wir nicht antworten und so weiter. Das war ziemlich schräg.

Jacob: Auch Socken abkaufen oder sowas war mit dabei.

COOL: Reden wir über „Back To The 90s“. Wie sehr deckt sich der Film mit eurer eigenen Geschichte?

Bene: Wir spielen tatsächlich eine fiktive Boyband und auch Freundschaftsgruppe, also es gibt sicherlich ein paar Parallelen, aber wir haben ganz andere Charaktere als die, die wir wirklich sind.

Jacob: Es ist keine Doku und auch kein Reality-Format, sondern ein ganz normaler Spielfilm.

COOL: Ihr seid die Kamera ja grundsätzlich gewohnt. Wie war es für euch, einen Film zu drehen?

Luis: Das war sehr spannend für uns, weil wir das erste Mal das Zepter abgegeben haben, uns nicht selbst zu inszenieren. Das haben wir komplett dem Filmteam überlassen. Das war auch eine neue und sehr schöne Erfahrung für uns, weil wir uns eben nicht darauf konzentriert haben, welchen Kamera-Angel wir brauchen, wie wir aussehen, welches Konzept wir haben und so weiter. Das hat alles das Team aufbereitet. Wir konnten uns voll darauf konzentrieren, einfach Schauspieler zu sein.

Tim: Wir haben insgesamt drei Monate auf Malta gedreht. Es ist ein sehr internationales Setting, also man erkennt eigentlich nicht so richtig, wo der Film spielt, was auch das Ziel war. Es sieht zwar sehr sommerlich aus, aber tatsächlich war es ziemlich kalt beim Dreh – der war damals so im Februar, März, da hat es auf Malta noch keine 30 Grad, und es waren schon echt sehr lange und intensive Drehtage. Ich persönlich fand es deutlich härter als vorher gedacht, aber es hat unfassbar Spaß gemacht.

Habt keine Angst davor, nicht in die Box zu passen.

COOL: Falls ihr es verraten dürft: Was war die lustigste oder chaotischste Szene beim Dreh?

Bene: Wir haben so Montagen gefilmt, wo wir eine bestimmte Person suchen und Julien und ich hatten eine Montage zusammen, wo ich ihnquasi auf den Schultern tragen musste, damit er über eine Kante sehen konnte. Man dreht diese Szene, die am Ende wenige Minuten dauert, in Wirklichkeit eine halbe bis ganze Stunde lang. Ich musste Julien also immer wieder auf die Schultern nehmen und bin wirklich fast zusammengebrochen. Aber es war auch unfassbar lustig und ich glaube, er hat sich oben ganz wohlgefühlt.

Luis: Auch ein absolutes Highlight war die Hausparty. Spoiler-Warnung! Die war sehr, sehr cool und da sind generell ganz viele chaotische, lustige Sachen passiert, die man tatsächlich auch im Film sieht.

Jacob: Und dann gab es auch eine Szene, wo sich Tim am Anfang ein paar Mal versprochen hat und wir es so lustig fanden, dass wir uns dann auch in den Folge-Takes, als er seine Lines richtig hatte, nicht mehr einbekommen haben. Das haben wir bestimmt über zehnmal gedreht und währenddessen haben weit über 100 Statisten im Hintergrund Macarena tanzen müssen. Ich glaube, die haben uns gehasst nach dem Tag (lacht).

COOL: Wieso gerade die 90s?

Julien: Das ist ja eine sehr iconic Zeit, was Boybands angeht, und macht den Film auch irgendwie rund. Es ist ein Film für die ganze Familie, auch sehr nostalgisch. Heißt: Jeder, egal aus welcher Generation, kann irgendwas mit diesem Film verbinden – auch junge Leute, die vielleicht neugierig sind, wie das damals so war, und auch mit der Gegenwart relaten können.

COOL: Was fällt euch ein, wenn ihr an die 90s denkt?

Luis: Walkmans, Rollerblades, sehr gute Bands …

Julien: … iconic Songs …

Luis: … gute Boybands vor allem auch! Partys ohne Handys.

Julien: Kein Navi.

Bene: … und coole, bunte Klamotten.

COOL: 90s Style – hot or not?

Alle: HOT!

COOL: Wer ist euer persönlicher Boyband-Crush aus den 90s?

Luis: Gary Barlow von Take That war auf jeden Fall ganz, ganz stark! Weil er einfach ein cooler Member einer Boyband war, aber auch einfach, weil er ein unfassbar guter Songwriter ist. Wir hatten auch die Ehre, dass er für den Film zwei Songs geschrieben hat.

Bene: Für mich Robbie Williams! Immer noch ein sehr hübscher Mann, den wir letztens auch kennengelernt haben. Er war sehr nett und hat zu uns gesagt: „Ey Jungs, bleibt immer auf dem Boden, bleibt euch selbst treu und bleibt vor allem befreundet!“

Julien: Und er hat gesagt, dass wir aufs Tanzen verzichten und uns aufs Singen konzentrieren sollen (alle lachen).

COOL: Im Film geht es ja auch ganz stark um das Thema Freundschaft. Was ist euch da wichtig?

Jacob: Boah, in echt und auch im Film: Kommunikation ist key! Ich glaube, dass wir das jetzt über die letzten Jahre immer wieder verbessert haben und da auch immer dran arbeiten. Und ich glaube, dass das den Jungs im Film, also 5G, auch gutgetan hätte. Außerdem: sich gegenseitig zuhören, Verständnis, Mitgefühl …

Jacob: Gute Witze, ja, das ist immer gut fürs Klima!

Bene: … und: Finger weg von den anderen Girlfriends! Das war jetzt aber bei uns privat kein Thema (alle lachen).

COOL: Was braucht es aus eurer Sicht, damit eine Band funktionieren kann?

Luis: Ich glaube, dass Chemistry zwischen den Membern ganz, ganz wichtig ist und dass auch das Publikum das merkt.Das haben uns schon vergangene Zeiten aufgezeigt, dass das nicht für die Ewigkeit bestimmt ist, wenn man sich nicht auch gegenseitig mag. Und ich glaube auch, gerade bei Boybands ist es wichtig, dass man unterschiedliche Charaktere hat, etwa den Businessman oder den Loverboy.

COOL: Gutes Stichwort. Wer ist bei euch was?

Luis: Ich würde sagen, dass Tim unser „Gruppenkleber“ ist. Lustigerweise ist er das im Film auch. Er ist so ein bisschen der, der schaut, dass es allen gut geht.

Tim: Bene ist sehr kreativ, hat gute Ideen und auch eine gute Meinung in vielen Themen. Im Film ist er so ein bisschen der Ausreißer, ein bisschen der Partymacher und so. Ich weiß gar nicht, ob das in real life auch passt, aber im Film hat er es sehr gut umgesetzt.

Bene: Jacob ist sowohl im Film als auch im Real Life auf jeden Fall ein Perfektionist! Er hat auch immer sehr, sehr gute Einflüsse beim Writing, auch im Film und im Real Life. Er ist also so ein bisschen das Genie hinter den Lyrics. Und er ist sehr, sehr ambitioniert!

Jacob: … was sowohl positiv als auch negativ sein kann (lacht). Der Julien ist so unsere Hütten-Gaudi, um ein bisschen im österreichischen Slang zu bleiben. Er ist aber auch sehr organisiert und ein toller Koch, was man im Film leider nicht sieht. Und sehr sportlich!

Julien: Luis ist im Film obviously musikalisch unterwegs und auch im echten Leben da sehr dahinter. Er ist ein bisschen der interne Head of Music, was die Kommunikation angeht, aber auch technisch sehr versiert. Wo es sich dann wieder ein bisschen trennt, ist der Charakter im Film, der nicht so sicher mit sich selbst ist und irgendwie nicht so ganz weiß, wo die Reise hingeht. In echt ist unser Luis ein gestandener Mann!

COOL: Es hat bei euch aber sicher auch schwierige Momente gegeben. Wie habt ihr es durchgeschafft?

Bene: Wie gesagt, sehr viel Kommunikation! Wir mussten auch lernen, damit umzugehen, zu streiten, Auseinandersetzungen zu haben. Einfach immer wieder einander zu vertrauen, einander zu verstehen und ganz viel zu reden. So haben wir auch echt immer Lösungen gefunden.

COOL: Was möchtet ihr jungen Menschen gerne weitergeben?

Bene: Ey Leute, habt keine Angst, ihr selbst zu sein! Das hätte ich meinem jüngeren Ich auch gerne gesagt.

Julien: Eine Sache, die uns unser Vocal Coach auch mit auf den Weg gegeben hat, ist, dass man im Inneren einen Objective Observer, einen Inner Judge und einen Inner Critic hat. Wenn man was Neues anfängt, sollte man eher die Rolle des Objective Observers einnehmen, also nicht judgen oder so. Und auch nicht davor zurückscheuen, wenn „Fehler“ daraus entstehen. Aus denen kann man nur lernen. Also nicht überlegen, ob man es richtig oder falsch macht, sondern einfach mal ausprobieren, von außen betrachten und dann kann man immer noch entscheiden.

Tim: Habt auch keine Angst davor, nicht in die Box zu passen. Wenn euch die Gesellschaft in eine Box stecken will, ihr aber das Gefühl habt, nicht in diese Box zu passen, dann habt keine Angst davor, daraus auszubrechen und euren eigenen Weg zu gehen.

Jacob: Und ich glaub einfach auch, das zu machen, woran man Freude hat, weil dann ist man auch gut darin!

COOL: „Back To The 90s“ ist euer erster Film. Habt ihr vor, noch weitere Filme zu machen?

Bene: Wir haben mega Bock, im Schauspiel besser zu werden und diese Kunst noch weiter zu erlernen! Wir haben mit dem Film schon mal eine richtig geile Erfahrung gemacht und das hat uns selbst auch nochmal zusammengeschweißt.

Tim: Und wenn euch der Film gefällt, dann haben wir vielleicht ein Argument, da eventuell noch Fortsetzungen drehen zu können. Deshalb: Schaut euch den Film an!