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Das sagt Gracie Abrams…

Das neue Album der Sängerin ist zwar schon seit Juli draußen, bei uns verrät Gracie Abrams aber vielleicht ein paar Dinge, die ihr noch nicht über „Daughter from Hell“ wusstet.

Das neue Album der Sängerin ist zwar schon seit Juli draußen, bei uns verrät Gracie Abrams aber vielleicht ein paar Dinge, die ihr noch nicht über „Daughter from Hell“ wusstet.

… über das Album

Jedes Mal, wenn man mit der Arbeit an einem neuen Album startet, fühlt es sich zunächst neu und anders an. „Daughter from Hell“ ist aber definitiv kein kompletter Umschwung oder Stilbruch im Vergleich mit meinen bisherigen Releases. Musikalisch klingt es sehr vertraut. Es ist intensiver. Ich arbeite mittlerweile seit sechs Jahren mit Aaron Dessner zusammen – er ist einer meiner besten Freunde, und wahnsinnig gut darin, einen beim Songwriting so herauszufordern, dass man noch tiefer reingeht. Aber ganz ehrlich, das Neueste bei diesem Album ist, dass ich noch nie älter war als jetzt (lacht). Die Lieder sind geduldiger und nicht mehr so hitzköpfig.

… über „Hit The Wall”

Egal, wie viele Lieder und Alben man schon
geschrieben hat, es kommt immer der Zeitpunkt, an dem man sich einbildet, keinen weiteren Song mehr schreiben zu können. Genau an diesem Punkt war ich vor „Hit The Wall“. Es hat im Studio zwar niemand ausgesprochen, aber irgendwie fühlte sich alles ein bisschen off an, und dann kam „Hit The Wall“. Der Song war deshalb total wichtig für die Entstehung des Albums und wie ein Katalysator für alle weiteren Songs. Es war mir deshalb auch sofort klar, dass das die erste Single wird. Meine Lieblings-Textzeile des Albums stammt auch aus dem Song: Face to face with every girl that I try to play.

… über die Arbeit im Tonstudio

Wer mich kennt, der weiß, dass ich von meinem Wesen her eher eine introvertierte Person bin. Es ist großartig, auf Tour zu gehen beziehungsweise überhaupt auf Tour gehen zu dürfen. Es ist ein Privileg, die Welt mit seiner Musik bereisen zu dürfen, neue Menschen kennenzulernen, Fans zu treffen, die meine Musik lieben. Ich hätte mir nie getraut, all das, was ich jetzt erlebe, auf eine Bucket-List zu schreiben. Es ist der Himmel auf Erden. ABER: Das Tonstudio ist mein liebster Ort auf dieser Welt. Meine „Social Battery“ wird auf Tour super schnell leer, es zehrt an den Nerven, meine Reize sind völlig überflutet und darum liebe ich danach die Ruhe im Studio. Das ist meine Komfortzone, in der ich mich wieder aufladen kann.

… über den Schreibprozess

Ich liebe Journaling und versuche, auch in stressigen Zeiten meine Gedanken regelmäßig niederzuschreiben. Dieses Album entstand tatsächlich zu einhundert Prozent auf dem Papier, also zumindest die Lyrics. In den letzten paar Jahren ist sehr viel passiert. Ich war viel auf Tour und habe viele Ideen auch auf meinem Handy zum Beispiel als Sprachmemos festgehalten. Nach dem Ende meiner letzten Tour habe ich mich dann wirklich hingesetzt, bin alle digitalen und analogen Notizen durchgegangen und habe die Songs für das neue Album ganz old school mit der Hand auf Zetteln geschrieben.

… über den Albumtitel

Ich war auf jeden Fall höllisch (engl.: hellish). Der Albumtitel hat uns alle selbst ein wenig überrascht (lacht). „Daughter from Hell“ war eines der letzten Lieder, die wir geschrieben hatten. Ich habe noch in keiner anderen Phase meines Lebens so viel nachgedacht wie jetzt. Über meine Jugend, meine Vergangenheit, meine Zukunft und meine Wünsche und Vorstellungen für mein restliches Leben. Als Teenager macht man das nicht. Ich weiß nicht warum, aber ich konnte mir nie vorstellen, wie es sein würde, 26 zu sein. Jetzt bin ich es. Ich habe viel reflektiert und ehrlich gesagt war ich wirklich ein schlimmes Kind. Der Song ist ein Liebesbrief an meine Familie, ein kleines Dankeschön. Der Titel fühlte sich dann einfach auch als Albumtitel gut an. Es ist ein Statement.