… über ihr Casting
Ich habe Produzent Marc Platt schon fast gestalkt (lacht). Zehn Jahre lang habe ich mich regelmäßig bei ihm gemeldet und gefragt, ob es schon etwas Neues gibt und wie sich die Verfilmung entwickelt. „Gibt es schon einen Termin für das Vorsprechen? Werden die Castings noch heuer sein oder nächstes Jahr? Ich möchte bitte rechtzeitig Bescheid wissen, um mich darauf vorzubereiten.“ Man darf nicht vergessen, ich habe am Broadway angefangen. Ich bin so dankbar dafür, wie sich meine Karriere entwickelt hat und dass Pop zu meinem Hauptding wurde, aber tief in meiner Seele vermisse ich das Musical-Theater und die Comedy. Ich wollte deshalb nichts anderes, als die Chance zu bekommen, vorzuspielen.
… über das Musical „Wicked“
Das erste Mal, als ich das Musical „Wicked – Die Hexen von Oz“ gesehen habe, war ich zehn Jahre alt. Ich hatte mega Glück, denn ich konnte es damals noch in der Original-Broadway-Besetzung sehen mit Idina Menzel (Elsa, „Frozen“) als Elphaba und Kristin Chenoweth. Ich weiß noch, wie ich das Gefühl hatte, mein Leben habe sich in zwei Kapitel geteilt: vor „Wicked“ und nach „Wicked“. Die Story, die Menschlichkeit, der Humor und der Gesang haben mich so berührt. Und das Lachen im Publikum. All das hat mich dazu inspiriert, selbst auf die Bühne zu gehen. Nach „Wicked“ wusste ich, dass ich auch Menschen unterhalten und zum Lachen bringen möchte. Zudem wurden die Songs des Musicals zu einer Art Zufluchtsort für mich. Ich habe sie als Kind jeden Tag angehört und sie haben mich danach eigentlich mein ganzes Leben lang begleitet.
… über ihren Namen in den Filmcredits
Es klingt vielleicht komisch, aber irgendwie war das Ganze für mich so ein Ankommen. Ich habe das Gefühl, dass ich in vielerlei Hinsicht zu mir selbst zurückgefunden habe, durch das, was ich von Glinda und Elphaba gelernt habe. Als ich das Musical vor zwanzig Jahren gesehen habe, war ich noch nicht der Popstar Ariana Grande. Ich war ein kleines Mädchen und hieß Ariana Grande-Butera. In den Credits des Films nun diesen Namen, meinen Namen, zu verwenden, fühlte sich wie eine schöne Art an, das zu würdigen. Dadurch hat sich für mich irgendwie ein Kreis geschlossen, deshalb wollte ich das unbedingt machen.
… über Kritiker
Mir war es wichtig, so viel wie möglich von Ariana abzulegen, um vollständig zu Glinda werden zu können. Ich wollte deshalb nicht nur eine Perücke tragen, sondern ließ mir meine Haare schneiden und färben, und habe sogar die Klangfarbe meiner Stimme verändert. Viele meiner Fans werden sich den Film wegen mir anschauen, aber es geht nicht um Ari, sondern um Glinda. Es gab auch viel Kritik, weil ich gecastet wurde, und ich verstehe es. Wenn man nur meine Songs „Side to Side“ oder „7 Rings“ kennt, hätte ich als Außenstehende oder als Wicked-Fan vermutlich genauso reagiert. „Warum zur Hölle? Ich warte seit 20 Jahren auf diesen Film gewartet und dann gebt ihr uns eine Popsängerin als Glinda?“ Für mich war das eine Challenge, ich wollte mir den Respekt verdienen und es allen beweisen.
… über ihre Zukunft
Ich werde immer Musik machen und auf der Bühne stehen. Ich werde garantiert auch immer Popmusik machen, aber ich glaube nicht, dass ich in den nächsten zehn Jahren so viel Pop machen werde wie in den vergangenen zehn Jahren. Ich liebe es, zu schauspielern. Ich liebe Musicals und Theater, und meine Karriere wird sich dahingehend sicher etwas verändern.
