Wir haben die ehemalige Leobenerin auf der Premierenfeier der 2. Staffel von Maxton Hall zum COOL-Interview getroffen. Die 25-Jährige erzählt von Lampenfieber, Herkunft und warum Absagen manchmal der beste Antrieb sind.
Cool: Wie fühlst du dich heute – Premiere, Fans, Eltern, alles auf einmal?
Andrea Guo: Ich versuche den Stress einfach wegzuatmen und im Moment zu sein. Und das klappt gerade mega gut! Normalerweise bin ich vorher total aufgeregt, vor allem heute, weil meine Eltern da sind. Die Tage davor war ich ziemlich nervös – jetzt ist’s irgendwie voll gut.
Cool: Wie hat Lin Wang sich in der zweiten Staffel von „Maxton Hall“ verändert?
Andrea: Meine Figur bekommt diesmal mehr Privates, und darauf freue ich mich total. Natürlich ist sie immer noch die unterstützende Freundin von Ruby, aber sie hat jetzt einen ganz eigenen Touch mehr Lin in der zweiten Staffel.
Cool: Wann hast du gemerkt, dass „Maxton Hall“ ein echter Hype wird?
Andrea: Ehrlich gesagt, erst bei der Premiere! Ich kannte die BookTok-Bubble gar nicht. Aber als da plötzlich all die Fans mit den Büchern standen – da hab ich realisiert: Oh Gott, das könnte wirklich ein Durchbruch sein.
Cool: Haben deine Eltern schon verstanden, was du da eigentlich machst?
Andrea: (lacht) Ich glaube, sie freuen sich total, aber so richtig verstanden haben sie meinen Beruf noch nicht. Das ist das erste Mal, dass sie bei so einem riesigen Event dabei sind – für sie ist das ziemlich aufregend. Meine Eltern arbeiten in der Gastro. Meine Mutter hat mich einmal am Set in Wien besucht – sie war völlig blass und meinte nur: „Okay krass, da geh ich lieber wieder ins Restaurant.“
Cool: Dein Weg vor die Kamera war also nicht unbedingt vorgezeichnet?
Andrea: Überhaupt nicht! Ich wollte beruflich auf keinen Fall in der Gastro landen. Ich hab einfach gesehen, wie hart das ist. Schon als Kind wollte ich vor die Kamera – auch, weil ich chinesische Filme gesehen hab und mich gefragt hab, warum es hier kaum Vorbilder gibt. Als ich meiner Mutter sagte, dass ich Schauspielerin werden will, meinte sie nur: „Wie willst du als chinesische Österreicherin in Deutschland Filme machen?“ Das war ein Reality-Check, aber ich war trotzig und dachte: Okay, jetzt erst recht. Dann bin ich nach Köln auf die Schauspielschule, hab studiert, meine erste Rolle in einer Sky-Serie bekommen und seitdem lebe ich in Berlin.
Cool: Du hattest als Kind kaum Vorbilder, die so aussahen wie du. Fühlst du dich heute selbst als Role Model?
Andrea: Ja, total. Es gibt nicht so viele von uns – und genau deshalb ist es ein riesiges Geschenk, dass ich das machen darf. Wenn mir Leute sagen: „Du bist mein Vorbild“, berührt mich das so sehr. Da hat sich wirklich ein kleiner Andrea-Traum erfüllt.
Cool: Absagen gehören zum Schauspielberuf. Wie gehst du damit um?
Andrea: Am Anfang war das schwer. Man verknüpft ja schnell seinen Wert mit Zusagen oder Absagen. Ich hab lernen müssen, das zu trennen: Nur weil man ein Nein bekommt, heißt das nicht, dass man weniger wert ist. Ich sammle einfach die Neins – bis zum nächsten Ja. Wenn man
das verinnerlicht, ist alles leichter.
Cool: Und jetzt die nächste Hauptrolle im Film „Love Me, Love Me“ – was bedeutet das für dich?
Andrea: Es fühlt sich surreal an. Ich bin so dankbar – für die Geschichten, die ich erzählen darf, und für jede Chance, Menschen zu berühren.
Andrea Guo in “Love Me, Love Me – Magnetic Hearts”
Kaum ist die zweite Staffel „Maxton Hall“ draußen, steht 2026 für Andrea Guo schon das nächste Highlight an: Sie spielt Amelia Hood, eine der
Hauptrollen im neuen englischsprachigen Film „Love Me, Love Me – Magnetic Hearts“. Der Film basiert auf dem ersten Band der italienischen Bestseller-Reihe von Stefanie S., der viral ging und auf BookTok längst Kultstatus hat. Sprich: Alle, die auf große Emotionen, komplizierte Beziehungen und Herzklopfen stehen – this one’s for you. Eines verrät Andrea Guo auch schon: Es wird deutlich heißer als bei „Maxton Hall“.
Gedreht wurde komplett auf Englisch – für Andrea ein riesiger Schritt, der zeigen könnte, wohin ihre Reise als Schauspielerin noch führt. „Love Me, Love Me – Magnetic Hearts“ ist ein Must-Watch für alle BookTok- Girls, die auf Rom-Com-Drama mit Herz (und Hotties) stehen.
Der Film kommt Anfang 2026 exklusiv zu Prime Video.
