Seit Anfang September gibt’s die beliebte Krimibuch- und Hörspielreihe „Die drei !!!“ als Serie bei Disney+. Bei uns erzählen die Hauptdarstellerinnen Purnima Grätz (Kim), Lilith Johna (Marie) und Bella Bading (Franzi) über die Dreharbeiten.
Wie sah ein typischer Drehtag aus?
Bella: Der Drehtag begann morgens: Wir wurden abgeholt, haben Corona-Tests gemacht, konnten frühstücken, kurz entspannen, und dann kamen Maske und Kostüm, dann wurde für die erste Szene geprobt, dann gedreht. Meistens haben wir nach dem Drehtag noch Schulsachen gemacht oder am Wochenende, und hatten genügend Zeit, um alles nachzuholen. Wir sind auch sehr gut wieder in die Schule reingekommen. Unsere Lehrerinnen und Lehrer haben uns auch mit Videokonferenzen geholfen; das hat sehr gut funktioniert.
Purnima: Ich hatte persönlich das große Glück, dass die Online-Lehrer sehr gut mit mir gearbeitet haben. Und ich wurde auch aus meiner Schule toll unterstützt, von den Lehrern und meinen Mitschülern.
Lilith: Unglaublich toll war auch, dass Barbara und Kim immer Rücksicht auf uns genommen haben. Wir konnten jederzeit zu ihnen gehen und sagen: Tut mir leid, ich würd’s gern noch einmal machen. Das Vertrauen in uns war immer da.
Findet ihr bei euch selbst Ähnlichkeit zu euren Rollen?
Bella: Ich finde, ich bin ziemlich anders als die Rolle, was ich sehr spannend finde. Gerade deswegen habe ich mich so auf die Rolle gefreut. Sie ist auch sehr anders als viele der Rollen, die ich bisher gespielt habe. Franzi ist total cool und lässig und selbstbewusst und supermutig. Wir haben trotzdem Gemeinsamkeiten: Wir sind beide sehr sportlich und wir lieben Tanzen.
Lilith: Ich würde sagen, dass ich meiner Rolle schon relativ ähnlich bin − was ich so noch nie bei einer Rolle erlebt habe. Marie liebt das Singen − so wie ich − und sie liebt auch das Schauspielern − so wie wir drei. Auch dieses Gefühl der Empathie und dass man möchte, dass es anderen Menschen gut geht, haben wir beide. Wir versuchen beide, empathisch zu sein.
Purnima: Kim ist von ihrem Sinn für Gerechtigkeit geleitet und von ihrer Faszination für Kriminalfälle. Sie liest sehr viel darüber, sie schreibt darüber und ist ja auch selber involviert in Fälle. Was sich auch auf mich zuschreiben lässt: Ich liebe Krimis, ich höre True-Crime-Podcasts, ich schaue gern Serien… Ich glaube, das ist die größte Parallele zwischen uns beiden.
War es ein seltsames Gefühl, als die Dreharbeiten vorbei waren und ihr plötzlich wieder im „normalen“ Leben zurück wart?
Purnima: Da ich noch nie so lange und intensiv gedreht hatte, habe ich mich gefragt: Wie werde ich mich fühlen? Wird da eine Leere sein, wird mir etwas fehlen, wenn das Projekt vorbei ist? Weil man ja wirklich mit dem ganzen Team so eng und intensiv gearbeitet hat und wie eine Familie geworden ist. Aber meine Familie, meine Freunde, meine Mitschüler haben mich so warm aufgenommen, dass sofort das Gefühl aufgekommen ist: Ich bin wieder zuhause, alles ist gut, alles ist schön. So ist mir die Umstellung ziemlich leichtgefallen.
Lilith: Viele Filmschaffende sprechen vom „Premierenloch“. Vor Ende des Drehs, nach einer so tollen und intensiven Zeit, hatte ich ziemliche Angst davor. Wie Purnima hatte ich das Glück, tolle Freunde und auch eine tolle Familie zu haben, so dass ich mich dann auch gefreut habe, wieder in Berlin zu sein.
Bella: Natürlich vermisst man jetzt noch das Team und all die tollen Menschen, aber vor allem wir drei sehen uns relativ oft. Ich bin so froh, dass wir weiter in Kontakt sind. Trotzdem habe ich mich nach dem Dreh gefreut, meine Freunde aus der Schule wiederzusehen, und auch darüber, dass ich die Verantwortung, die man die ganze Zeit beim Dreh trägt, fallen lassen konnte.
