Nageldesignerin und Influencerin Elizaveta Riefert aka Cherry Nails veröffentlicht in diesem Monat ihr erstes Buch. In der „Nail Bible“ (VÖ: 27. September 2024) gibt sie Tipps für die perfekte Maniküre. In unserem Exklusivinterview plaudert sie aus dem Nähkästchen.
Cool Mädchen: Wie alt warst du, als du dir selbst zum ersten Mal die Nägel gemacht hast?
Elizaveta Riefert: Ich hab meine eigenen Nägel mit 19 Jahren das erste Mal richtig mit Verlängerung und Gel gemacht. Das war im Dezember 2019. Da habe ich mir ein Starter Set von meinem letzten Geld gekauft. Ich saß fünf Stunden an meinen Nägeln und war so stolz, dass ich auch Fotos gemacht habe. Sie haben gerade mal eine Woche gehalten und ich erinnere mich gut, dass sie Babyblau mit Gold waren.
Cool Mädchen: Welche 3 Tipps aus deinem neuen Buch „Nail Bible“ hättest du damals unbedingt gebraucht?
Liza: Am wichtigsten wären für mich die Gründe gewesen, warum Nägel nicht halten, denn das war mein größtes Problem ganz am Anfang. Als zweiten Tipp hätte ich definitiv die Feil-Schritte gebraucht, um zu verstehen, warum meine Nägel immer so uneben sind und worauf ich achten muss. Und der dritte wichtige Tipp wäre, was es mit der Statik auf sich hat und worauf ich beim Feilen der Formen achten soll.
Cool Mädchen: Welches Equipment würdest du einer Anfängerin empfehlen?
Liza: Diese Antwort kann man leider nicht wirklich kurzfassen, denn man braucht einiges, um sich die Nägel selbst zu machen. Am wichtigsten sind aber folgende Produkte, ohne die eine klassische Gel-Modellage nicht möglich ist: Feile 180 Grid, Tips oder Schablone, Tip Kleber und Tip Cutter, Primer, Base Gel, Modellier-Gel, UV-Lampe, Top Coat.
Cool Mädchen: Was ist dein größter „ick“ wenn’s um Nagel-Design geht?
Liza: Duck Feet Nails. Das sind Nägel, die vorne sehr breit und schaufelig werden. Das war irgendwann in den frühen 2000 ein Nischentrend, der es immer mal wieder an die Oberfläche schafft. Allerdings finde ich, jeder kann tragen, was er will, selbst wenn es Duck Nails sind.
Cool Mädchen: Wenn du selbst dein Leben lang nur noch zwei verschiedene Designs tragen dürfest, welche wären es?
Liza: Ich würde erstmal weinen (lacht). Klassisches French Design und etwas mit Steinchen. French kann man in allen möglichen Farben tragen und es ist einfach ein zeitloser Klassiker und Steinchen gehen sowieso immer.
Cool Mädchen: Lieber schlicht oder „gib ihm“ aka „mehr ist mehr“?
Liza: Definitiv mehr ist mehr, auch wenn ich mal meine dezenten Phasen habe, wo ich nur kurze schlichte Nägel trage. Aber Nageldesign ist definitiv meine Art, mich auszudrücken und mich künstlerisch auszuleben und da gilt immer: Zu viel geht nicht!
Cool Mädchen: Gibt’s Kundenwünsche, die du niemals umsetzen würdest?
Liza: Die gibt es definitiv, weil die Gesundheit immer über Optik geht. Nicht jeder Nagel ist für eine extreme Überlänge geeignet und Verletzungen möchte ich auf keinen Fall verantworten. Die beiden skurrilsten Kundenwünsche waren zwei Nailarts, einmal Knoblauch und einmal die kleinste Ramen-Nudelschüssel auf einen Daumen.
Cool Mädchen: Nagelstudios gibt’s wie Sand am Meer, woran erkennt man ein gutes, seriöses Studio?
Liza: Gute Nagelstudios arbeiten gewissenhaft und besonders hygienisch. Die erste Red Flag in einem Nagelstudio ist, wenn du siehst, dass nicht sauber gemacht wurde. Im Nagelstudio kann man sich viele Krankheiten holen und auch Allergien entwickeln, wenn jemand nicht sauber arbeitet. Hier eine kurze Checkliste, worauf du beim nächsten Mal achten musst: Sind die Lampen von innen sauber? Ist die Feile frisch, neu und Einweg? Werde ich gut beraten und wird auf meine Wünsche eingegangen? Kann ich mich an jemanden wenden, wenn es im Nachhinein Probleme gibt?
Cool Mädchen: Welche Nail-Trends erwarten uns im Herbst/Winter 2024?
Liza: Trends für die kälteren Jahreszeiten sind dieses Jahr besonders spannend. Bestimmte Farben, die im Trend sein werden, sind Kirschrot, Anthrazit/blau und Pistaziengrün. Die Nägel werden tendenziell kürzer und wir arbeiten dieses Jahr sehr viel mit Metallic-Elementen.

