Mit Memes, giftgrünen Designs (Pantone 3507C) und dem #bratsummer dominierte Charli XCX in den vergangenen Wochen das Internet, die Fashionszene und die Musikbranche.
Ihr „BRAT“-Album gilt als eines der größten popkulturellen Phänomene der vergangenen Jahre und spätestens mit ihrer Billie-Eilish-Kollabo „Guess“ gelang dem britischen Popstar auch ein kommerzieller Hit. Das Paradoxe dabei: Eigentlich wollte Charli vor zwei Jahren genau das mit „Crash“ schaffen, aber es gelang ihr nicht. „Ich ging damals mit dem Ziel ins Studio, meine poppigste Platte aufzunehmen.“ „BRAT“ wurde deshalb zum Scheißdrauf-ich-mach-einfach-Projekt und es funktionierte. „Wie soll ich diesen Hype noch toppen“, fragte sich Charli noch kürzlich. Inzwischen hat sie die Antwort darauf gefunden: Sie kündigte mit „Brat and it’s completely different but also still brat“ eine neue Version ihres aktuellen Albums für den 11. Oktober an. Dafür hat sie „BRAT“ neu interpretiert und sich dafür auch einige namhafte Stars wie Lorde, Robyn, Yung Lean, Addison Rae und Troye Sivan geholt.
ANGELS und SWIFTIES
Fast vergessen, aber vor fünf Jahren war Charli XCX Support auf Taylor Swifts „Reputation“-Tour. In einem Interview meinte Charli anschließend, sie habe sich auf der Bühne gefühlt, als würde sie Fünfjährigen zuwinken. Uff. Die Swifities waren schon damals nicht happy, aber Charli entschuldigte sich und alles war wieder gut. Nach dem Release von „BRAT“ machten aber Spekulationen die Runde, der Song „Sympathy Is a Knife“ sei über TS. „Don’t wanna see her backstage at my boyfriend’s show/Fingers crossed behind my back, I hope they break up quick” singt Charli – würde passen, denn sie ist mit The-1975-Drummer Geroge Daniel verlobt und Taylor war damals gerade mit The-1975-Sänger Matty Healy zusammen. Bei einem Gig in São Paulo gab es von Charlis Fans sogar Anti-Taylor-Sprechchöre, was Charli aber sofort abbrach. „Das will ich nicht. Hört damit auf, sowohl online als auch bei meinen Shows.“ In einem Interview erklärte sie über den Song: „Die Leute werden immer denken, was sie glauben, aber das Lied handelt einfach von mir und meinen Gefühlen.“ Der absolute Überhammer wäre es aber jetzt, wenn TayTay plötzlich auf dem Remix des Songs auftauchen würde. Bei „Girl, so confusing“ (einem Song über Lorde) ist ja auch genau Lorde selbst auf der neuen Version gefeaturet.

