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Chappell Roan: Ihr Country Coup

„She get‘s the job done“: Chappell Roan stürmt mit ihrem queeren Anti-Macho-Countrysong „The Giver“ weltweit die Charts.

„She get‘s the job done“: Chappell Roan stürmt mit ihrem queeren Anti-Macho-Countrysong „The Giver“ weltweit die Charts.

Senkrechtstarterin Chappell Roan hat endlich neue Musik veröffentlicht. Seit dem Release ihres weltweiten Superhits „Good Luck, Babe!“ im April des vergangenen Jahres ging es für Chappells Karriere zwar steil bergauf, neue Songs hat sie seither jedoch keine veröffentlicht. Mit „The Giver“ ist die 27-Jährige nun „zurück“ und das völlig anders als erwartet, denn statt Synthie-Pop gibt‘s Country-Mucke inklusive Fiddle auf die Ohren. Springt nun ausgerechnet die unkonventionelle Chappell Roan auf den aktuellen Country-Hypetrain auf? „Ich dachte mir, es wäre irgendwie lustig, einen Countrysong zu schreiben.Countrymusik hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen“, erzählte die Sängerin kürzlich. „Es ist die Musik, die bei mir zuhause lief, im Schulbus, im Supermarkt und beim Lagerfeuer. Ich kann mich nicht selbst als ‚Midwest Princess‘ bezeichnen und keinen Countrysong haben.“ Also schrieb sie einen schon fast klischeehaft klingenden Country-Pophit, der inhaltlich aber genau das Gegenteil ist. „The Giver“ ist eine queere Hymne über lesbischen Sex, den Orgasm Gap und darüber, dass sie im Gegensatz zu Männern den „Job done“ kriegt.

All you country boys sayin’ you know how to treat a woman right. Well, only a woman knows how to treat a woman right“ singt Chappell und rechnet damit mit all jenen Macho-Cowboys ab, die in Bars mit ihrer Testosteron-Power prahlen. Genau das in einem Countrysong zu thematisieren, der nun wahrscheinlich auch in besagten Bars gespielt wird, ist Songwriting-Masterclass. Und ihr „Plan“ dürfte aufgegangen sein, denn in den US-Hot-Country-Charts belegt „The Giver“ bereits Platz 1. Cowboyhut ab, Chappell. Well played!