© Sebastian Gabsch

Elio: Matthias Schweighöfer im Interview

Am 19. Juni startet mit „Elio“ der neueste Disney·Pixar Film in den Kinos. Der deutsche Schauspielstar, Regisseur, Filmproduzent und Sänger Matthias Schweighöfer spricht in dem intergalaktischen Kinoabenteuer Botschafter Tegmen. Wir haben ihn dazu interviewt.

Am 19. Juni startet mit „Elio“ der neueste Disney·Pixar Film in den Kinos. Der deutsche Schauspielstar, Regisseur, Filmproduzent und Sänger Matthias Schweighöfer spricht in dem intergalaktischen Kinoabenteuer Botschafter Tegmen. Wir haben ihn dazu interviewt.

 

Cool: Du hast so einen vollen Terminkalender. Trotzdem nimmst du dir die Zeit, auch Animationsfilme zu synchronisieren. Was macht für dich den besonderen Reiz am Synchronsprechen aus?

Matthias Schweighöfer: Das Sprechen (lacht). Ich mag Kommunikation. Sprache zu benutzen ist toll. Und in diesem Fall ist es ja sogar ein Pixar-Film und deshalb eine Riesenehre für mich.

Cool: Wie kam es dazu, ruft einen Pixar da einfach an?

Matthias: Tatsächlich. Ich war in meinem Amerika-Zuhause, saß gerade in meiner Küche und bekam einen Anruf meiner amerikanischen Agentur, die mich fragte, ob ich Lust hätte, bei Pixar mitzumachen. Und ich sagte so: Wie meinst du das? Also ich hab natürlich auf Englisch geredet (lacht). Also in Deutschland oder in Amerika? Und die sagten: ‚Äh, hier in Amerika. Die wollen deine Stimme für den amerikanischen Pixar-Film.‘  Und da habe ich mir gedacht: Wahnsinn! Das ist traumhaft. Egal, was ich machen soll, ich mache es. Ich habe mich super gefreut und dann erst mal aufgelegt, bevor ich überhaupt wusste, worum es geht und wen ich sprechen soll.

Cool: Und wen sprichst du jetzt, welcher Charakter bist du?

Matthias: Ein Stein (lacht). Das ist wirklich witzig, weil die ersten Vorschläge und Inhalte bekam ich noch auf Papier zugeschickt und dann habe ich so durchgeblättert: Okay, das ist Elio, das ist seine Tante und das bist du, so ein Stein. Da dachte ich mir: Ja cool und was kann der? Er schwebt. Also ein schwebender Stein? Das ist wiederum cool. Und er ist sehr, sehr ernst. Okay, das kann ich. Das interessiert mich und das ist sehr weit von mir entfernt, also auch schauspielerisch eine Herausforderung (lacht). Ich musste mich wirklich anstrengen.

Cool: Was war das Coolste oder Lustigste, das im Tonstudio passiert ist?

Matthias: Ich erzähle jetzt mal vom deutschen Studio. Also der witzigste Moment war, dass es da wirklich drei Matthiase gab. Ich habe mit der Truppe davor aber schon mal zusammengearbeitet, bei anderen Filmen, deswegen sind immer die lustig. Was außerdem richtig toll war, war, dass wir im deutschen Studio ja die englische Variante des Films zu sehen bekamen, in der ich den Stein auch gesprochen habe, und das war dann schon cool, das zu sehen.

Cool: „Elio“ ist der nächste Film der legendären Pixar Studios… hast du einen Lieblings-Pixarfilm?

Matthias: „Elio“ auf jeden Fall, weil er der neueste ist und dann habe ich auch noch einen anderen Favoriten, und zwar „Wall-E“. Ich glaube, da stimmen mir sehr viele zu.

Cool: Da es ein wichtiger Teil der Handlung des Films ist: Wie leicht oder schwer fiel es dir als Kind und Jugendlicher Freunde zu finden? Hast du dich angepasst oder warst du ein Träumer wie Elio? Klassenclown oder Schülersprecher?

Matthias: Also Schülersprecher war nichts für mich. Ich war ja in einer Klasse mit 28 (!) Mädchen der einzige Junge und dadurch konnte ich da schon der Klassenclown sein. Also ich war schon jemand, der immer sehr nach vorne gegangen ist. Die Mädels haben mich auch gut unterstützt. Mit 28 Mädchen, das war schon cool. Die haben mir gesagt, der Ronny aus der Achten, der sieht richtig gut aus. Ich war einer von denen (lacht). Aber natürlich habe ich auch wie Elio meinen Platz gesucht. Wer sucht seinen Platz nicht, wenn man so jung ist? Ich war halt viel im Theater meiner Eltern und habe mich sehr früh in die Filmindustrie verliebt.

Cool: Und freundestechnisch?

Matthias: Ich kannte immer sehr viele, aber so richtige Freunde konntest du an einer Hand abzählen. Das ist bis heute noch so. Joko (Winterscheidt), Nowi (Andreas Nowak, Drummer von Silbermond) und noch zwei andere und das war es dann auch schon.

Cool: Wie würdest du den Film „Elio“ beschreiben?

Matthias: Es ist ein Film über Freundschaft, um Zugehörigkeit, über Familie, Liebe, darum gesehen zu werden, mutig sein. Es geht darum, die eigene Angst zu überwinden und einfach den Platz zu finden, wo man hingehört.