In diesem Girlstalk nehmen Kathi, Daniela und Victoria kein Blatt vor den Mund und erzählen offen und ehrlich über ihre Erfahrungen mit der Periode.
Kathi: Ich muss zugeben, ich hab meine Periode eigentlich viel zu lange als etwas super Nerviges und Störendes empfunden und wollte deshalb mal mit euch darüber reden.
Victoria: I feel you. Ich habe sie auch jahrelang als Scam empfunden. Wieso war ich als Kind bloß so hypet auf die Schmerzen des Todes??
Kathi: Vor einem halben Jahr hab ich mit einer guten Freundin ganz viel darüber gesprochen. Sie hat zu dem Zeitpunkt gerade ein Buch rund um den weiblichen Zyklus gelesen und darin wird die Periode ganz anders dargestellt. Was mir hängen geblieben ist: Die Periode ist ein Zeichen dafür, dass dein Körper gesund ist. Und eigentlich kann man sich glücklich schätzen, wenn sie da ist. Dieser kleine Mindset-Shift hat mir doch ein bisschen geholfen.
Daniela: Ich muss sagen, ich bin wirklich absolut anti-streit. Ich geh jedem Konflikt gekonnt aus dem Weg wie ein Ninja (lacht). ich hasse Beef und schlechte Vibes, da stecke ich lieber zurück oder denke mir meinen Teil und lass es gut sein. Ich brauche einfach Harmonie. Das ist allerdings nicht immer von Vorteil, weil manche Dinge einfach angesprochen gehören. Das mach ich dann immer mit gaaanz viel Bauchweh und Diplomatie.
Kathi: Vor einem halben Jahr hab ich mit einer guten Freundin ganz viel darüber gesprochen. Sie hat zu dem Zeitpunkt gerade ein Buch rund um den weiblichen Zyklus gelesen und darin wird die Periode ganz anders dargestellt. Was mir hängen geblieben ist: Die Periode ist ein Zeichen dafür, dass dein Körper gesund ist. Und eigentlich kann man sich glücklich schätzen, wenn sie da ist. Dieser kleine Mindset-Shift hat mir doch ein bisschen geholfen.
Victoria: Kennt ihr den Spruch „Wieso muss die Menstruation eine Woche lang sein, wenn eine E-Mail gereicht hätte: Yo, du bist nicht schwanger, byeee“ (lacht). Spaß beiseite, ich steh mit mir selbst ein bisschen im Widerspruch, denn es war schon etwas Besonderes, als sie da war. Ich hab mich mit 11, 12 sooo cool gefühlt, jetzt „eine erwachsene Frau zu sein“.
Kathi: Ich verstehe vollkommen, was du meinst. Du hast gesagt, dass du auch voll schlimme Schmerzen hast. Was hilft dir dabei am besten?
Victoria: Ich weiß, die Pille hat auch Vor- und Nachteile, aber bevor ich sie genommen hab, hatte ich PMS des Todes. Stimmungsschwankungen, plötzliche Weinattacken, ich hab Schulkollegen in der Pause angeschrien, wenn die mich angepisst haben, weil ich einfach soooo schlimme Schmerzen hatte. Meine Überlebensstrategie war warmer Tee, Kirschkernkissen, ganz langsame Yogadehnungen, viel Schlaf, ähhh … und Schoki. Ich hab mir selbst 100% unlimitierten Schokoverbrauch erlaubt während meiner Tage (lacht). Aber hey, seit ich die Pille nehme, ist das alles weg und mein Leben hat wieder Farbe und ist über den ganzen Zyklus produktiv.
Daniela: Oh Mann, das klingt wirklich heftig, du Arme! Ich habe meine Periode mit 13 bekommen und die ersten Jahre hatte ich gar keine Schmerzen. So nach und nach hat sich das aber leider auch gesteigert, sodass ich oft Schmerztabletten brauchte.
Kathi: Also, Ich hab meine Tage meistens zwei Tage super stark und es fühlt sich an, als würde mein Uterus da unten ein Schweinchen opfern (lacht). Aber danach geht’s immer voll. Ich hab gemerkt, dass Bewegung wirklich hilft, auch wenn ich mich eigentlich am liebsten nur verkriechen würde. Hab auch immer versucht so gut ich konnte auf Schmerztabletten zu verzichten, aber tbh nehme ich jetzt welche, bevor ich mit Krämpfen herumlaufe.
Daniela: Bei mir ist es genau gleich, zwei Tage stärker und dann „tröpfelt“ es nur mehr leicht. Bewegung ist spitze! Hab während meiner Tage das Schwimmen für mich entdeckt. Warmes Wasser, sanfte Bewegung, da geht‘s mir wirklich instant besser. Auch wenn’s am Anfang komisch war, weil ich immer Angst hatte, auszulaufen. Aber ich hab dann recht schnell Vertrauen in Tampons gefasst.
Kathi: Welche Hygieneartikel mögt ihr eigentlich am liebsten? Ich hab vor drei Monaten Perioden Pants für mich entdeckt. Mega!
Daniela: Echt? Ich hab die leider bisher noch nicht probiert, aber wenn du so begeistert bist, werde ich ihnen vielleicht doch mal eine Chance geben.
Kathi: Ich fand sie davor auch immer irgendwie ekelig, aber turned out, dass die super cool und bequem sind. Besser, als wenn du dir einen Tampon halbtrocken reinschiebst (lacht).
Victoria: Nach herumprobieren mit unterschiedlichem Krimskrams, Regel-Unterwäsche exklusive,bin ich sehr zufrieden mit meiner alten Konstante: Tampons. Stinknormale Tampons, Supermarkt-Eigenmarke um 3 Euro, kein Bio, kein fancy Material, einfache Wattetampons ohne Applikator. Keine Binden, keine Mondtasse, die in mir als Regenkübel alles aufsammelt, kein Free Bleeding.
Kathi: Ich war auch ewig #TeamTampons und wenn ich nicht den Luxus hab, während meiner Tage 90 % herumzusitzen, dann greif ich auch immer wieder zu Tampons. Auch im Sommer beim Schwimmen find ich’s mit Tampons am besten.
Daniela: Ich nehme seit jeher Tampons, obwohl es am Anfang aber wirklich tricky war. Ich kann mich noch erinnern, ich hab ewig gebraucht, einen richtig reinzubekommen. Da lässt man sich am besten gaaanz viel zeit, macht langsam und holt sich eventuell einen Spiegel dazu.
Victoria: Rausbekommen kann aber auch eine Challenge sein. Ich finde, diese XL Super Strong Tampons schlimm. Besser zu klein als zu groß … nicht, weil es dich dehnt, sondern weil es Horror ist, trockene Watte aus einer feuchten dunklen Höhle rauszukratzen. Hust hust (lacht).
Kathi: Ich hatte mal einen Ultrafail mit diesen Softtampons. Die sind wie ein kleines Schwämmchen und haben kein Rückholbändchen. Mit den Dingern kannst du laut Werbung auch super Sex haben. Das Ding wird beim Sex aber natürlich weiter hochgeschoben und ich konnte es mit meinen Fingern nicht mehr rausholen. Nachdem ich gepanict hab und schon ins Krankenhaus fahren wollt, hat es mein damaliger Freund irgendwie geschafft das Ding aus mir rauszuholen. Das hat uns dann auf eine Art und Weise connectet, auf die ich gerne verzichtet hätte (lacht).
Victoria: Fun Fact zum Abschluss: Bis heute kann ich übrigens kein Blut sehen und mir wird krass schlecht und mulmig, aber ich bin halt ständig mit der Situation konfrontiert. Jetzt rede ich mir seit mehreren Jahren sehr erfolgreich ein, das IST kein Blut. NÖ. NEIN, IST ES NICHT. FIX NICHT. VERSPROCHEN. Das ist… Himbeersirup. Nichts anderes.
Kathi: Hahaha, lieb ich, dass du dir das so erfolgreich eingeredet hast (lacht).
