© Adobe Stock

Kathi testet’s: Semi-permanente Haarfarben

Mit 12 Jahren hab ich mir zum ersten Mal heimlich die Haare gefärbt. Im Badezimmer meiner Eltern, mit einer Billigtönung aus der Drogerie und in dem festen Glauben, dass ich danach aussehe wie eine Disney-Prinzessin. Ich hab seitdem meine Haarfarbe öfter gewechselt als manche ihre Unterwäsche und kenne deswegen jeden Hack, jeden Fail und so ziemlich jedes Produkt, das es gibt. Ich bin also dein real life Versuchskaninchen und das aus Leidenschaft. Außerdem hoffe ich, dass ich dir dadurch den einen oder anderen Hair-Fail erspare.

Mit 12 Jahren hab ich mir zum ersten Mal heimlich die Haare gefärbt. Im Badezimmer meiner Eltern, mit einer Billigtönung aus der Drogerie und in dem festen Glauben, dass ich danach aussehe wie eine Disney-Prinzessin. Ich hab seitdem meine Haarfarbe öfter gewechselt als manche ihre Unterwäsche und kenne deswegen jeden Hack, jeden Fail und so ziemlich jedes Produkt, das es gibt. Ich bin also dein real life Versuchskaninchen und das aus Leidenschaft. Außerdem hoffe ich, dass ich dir dadurch den einen oder anderen Hair-Fail erspare.

Glossing

So geht’s:

Haare waschen, handtuchtrocken tupfen, Glossing gleichmäßig von den Wurzeln bis in die Spitzen einarbeiten, je nach Packungsanleitung einwirken lassen und dann gründlich ausspülen. Fertig! Ich muss zugeben, dass ich Glossings wirklich liebe. Wenn du mal was Neues ausprobieren möchtest, aber ein bisschen commitment issues hast, dann ist das absolut dein Ding. Das Auftragen ist mega einfach, juckt nicht und riecht auch nicht wie ein Chemielabor – was ich von manchen anderen Produkten nicht behaupten kann. Wenn’s dir nicht gefällt, ist die Farbe im besten Fall nach rund 6 Haarwäschen wieder draußen.

Aber ACHTUNG: Bei aufgehellten oder blondierten Haaren kann Glossing – je nach Farbton – einen grünlichen Schimmer hinterlassen. Klingt wild, ist aber wahr und ich hab’s am eigenen Kopf erlebt. Deswegen: vorher immer einen kleinen Strähnentest machen! Einfach eine kleine versteckte Strähne testen, 24 Stunden warten und schauen was passiert. Fünf Minuten Geduld können dir eine grüne Identitätskrise ersparen. Ich spreche da leider aus Erfahrung.

Preis: 3 bis 15 Euro
Hält: 6 bis 8 Haarwäschen

Bewertung: 4/5

Kathis Urteil:

Ein echtes Lieblingsprodukt – solange du den Strähnentest machst.

Haarkreide

So geht’s:

Bei dunklen Haaren das Haar vorher leicht anfeuchten. So nimmt es die Farbe viel besser an. Helles Haar kann auch trocken gefärbt werden. Die Kreide in Streichbewegungen von oben nach unten durch die Strähnen ziehen, eintrocknen lassen und danach mit den Fingern oder einem Lockenstab leicht fixieren. Haarkreide macht echt Spaß, vor allem im Sommer für Festivals, aber irgendwas geht immer schief. Ich hab sie vor einem Konzert ausprobiert, in einem mutigen Pink, mit der Energie von jemandem, der absolut nichts zu verlieren hat. Das Ergebnis war in der ersten Stunde wunderschön. Ich? Weniger. Mein Nacken: Pink. Meine Ohren: Pink Das Kissen meiner Freundin, bei der ich danach geschlafen hab: Pink. Und mein Badezimmer war auch wild.

Minuspunkt: Haarkreide trocknet die Haare ordentlich aus. Nach der Anwendung können sie sich anfühlen wie Stroh. Deswegen danach unbedingt eine pflegende Haarmaske oder viel Conditioner drauf. Und: Sie färbt leider wirklich auf ALLEM ab.

Preis: ab 10 Euro
Hält: 1 bis 2 Haarwäschen

Bewertung: 2/5

Kathis Urteil:

Für Konzerte, Kostüme und alle, die für einen Tag komplett ausrasten wollen, ganz nice – aber danach bitte Haarmaske nicht vergessen!

Farbspray

So geht’s:

Alte Klamotten anziehen, Zeitung unter die Füße legen und am besten draußen oder am offenen Fenster sprühen. Flasche gut schütteln, Haar in Strähnen aufteilen und das Spray aus ca. 20-30 cm Abstand gleichmäßig draufsprühen. Kurz trocknen lassen und fertig. Keine Ahnung, ob’s an mir liegt, aber bei mir wird das Ergebnis immer irgendwie fleckig. Es ist nie gleichmäßig. Ich find’s ganz cute, wenn man nur ein paar bunte Strähnchen machen möchte. Wobei ich da dann doch eher zu Clip-In Extensions greifen würde, denn die färben wenigstens nicht ab.

Achtung wenn’s draußen warm ist: Farbspray und Schweiß sind keine guten Freunde – das Spray kann verlaufen und landet dann überall, außer da wo ihr es haben wollt. Außerdem: der Geruch. Er ist… präsent. Fenster auf, Eltern warnen, Haustier aus dem Zimmer schicken.

Preis: ab 5 Euro
Hält: 1 Haarwäsche

Bewertung: 1/5

Kathis Urteil:

Festival, Fasching, spontane Lebensentscheidungen um 19:00 Uhr – perfekt. Nur bitte nicht schwitzen.