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Interview: Hero Fiennes Tiffin ist „Young Sherlock“

Seit letztem Monat ermittelt „Young Sherlock“ bei Prime Video. Bei uns plaudert Hauptdarsteller und „After“-Hottie Hero Fiennes Tiffin über die Dreharbeiten und seinen Bezug zum berühmtesten Detektiv der Geschichte.

Seit letztem Monat ermittelt „Young Sherlock“ bei Prime Video. Bei uns plaudert Hauptdarsteller und „After“-Hottie Hero Fiennes Tiffin über die Dreharbeiten und seinen Bezug zum berühmtesten Detektiv der Geschichte.

 

Was hat dich an der Rolle gereizt?

Hero Fiennes Tiffin: Ich glaube, mich hat die Rolle von Sherlock Holmes schon gereizt, bevor ich überhaupt wusste, dass es eine Möglichkeit gibt, ihn zu spielen (lacht). Ich war schon immer ein riesiger Fan jeder Interpretation. Guys Filme mit Robert Downey Jr. und Jude Law waren großartig.

Gab es Inspiration durch frühere Darstellungen von Sherlock Holmes?

Hero: Die BBC-Produktion – Benedict Cumberbatch war Sherlock in meiner Jugend. Ich war regelrecht besessen von dieser Serie, meine Schwester auch. Sobald Gespräche darüber aufkamen, Sherlock zu spielen, waren wir längst über das Abwägen hinaus. Es war immer klar, dass ich Ja sagen würde.

Was unterscheidet diese Version von Sherlock von anderen?

Hero: Wenn man eine jüngere Version einer etablierten Figur spielt, muss man rückwärts arbeiten. Ich begann damit zu entwickeln, wie sehr er sich noch verbessern wird – seine Fähigkeit zu kombinieren und zu analysieren. Deshalb habe ich mich nicht direkt an früheren Sherlock-Darstellungen orientiert, sondern an allem, was ich über Sherlock gelesen und gesehen habe, und bin gedanklich zurückgegangen. Guy Ritchie hat mir sehr geholfen zu verstehen, wo Sherlock zu Beginn unserer Geschichte steht. Es ist tatsächlich gar nicht so leicht, darauf zu achten, dass man nicht zu dem Punkt gelangt, den alle kennen – etwa das Treffen mit Watson, das relativ früh passiert. Sobald man dort ist, ist das Kapitel den jungen Sherlocks eigentlich vorbei. Es war also spannend auszutarieren, wie viel man aufbaut und wie viel man dem Publikum gibt. Viele wissen, was sie von Sherlock Holmes erwarten – wir müssen ihnen gerade genug geben, sie aber neugierig auf mehr machen.

Wie war die Zusammenarbeit mit Dónal Finn beim Aufbau der Dynamik zwischen Sherlock und Moriarty?

Hero: Dónal Finn kam relativ spät zum Casting-Tag dazu – pünktlich, aber eben gegen Ende des Tages. Ich war schon etwas müde und vielleicht nicht mehr ganz so konzentriert. Er sagte die ersten zwei oder drei Zeilen, und ich dachte nur: „Oh mein Gott, wenn ich jetzt nicht aufwache, lässt er mich richtig schlecht aussehen“. Er ist einfach ein unglaublich starker, sensationeller Schauspieler – und dazu einer der nettesten Menschen überhaupt. Die Zusammenarbeit mit ihm war ein Traum. Es war sehr leicht, an unserer Chemie zu arbeiten und – ganz in Guys Stil – gegenseitig in die Trailer des anderen zu gehen und zu sagen: „Wie wäre es damit?“ oder „Sollen wir das Guy diese Änderung vorschlagen?“ Wir hatten großen Spaß daran.

Gibt es einen Lieblingsmoment oder eine besondere Erinnerung vom Set?

Hero: Gegen Ende der Dreharbeiten konnten wir nach Spanien reisen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits sechs Monate miteinander verbracht, sodass es sich nicht anfühlte, als wären wir einfach mit einer Filmcrew unterwegs. Es war eher so, als würde unsere große Filmfamilie gemeinsam Urlaub machen – und nebenbei drehen. Wir hatten uns durch einen regnerischen Winter in Wales gearbeitet und uns die Zeit in Spanien wirklich verdient (lacht). Das war ein wunderschöner Abschluss der Dreharbeiten.

Wenn du dir einen Gegenstand vom Set mitnehmen könntest, welchen und warum?

Hero: Mycrofts Spazierstock. Zwischen den Takes wurde Max Irons, der Mycroft spielt, richtig gut darin, kleine Tricks damit zu machen – ihn auf dem Finger, der Nase oder dem Kinn zu balancieren. Auf dem Kinn habe ich es nie geschafft, aber ich würde den Stock mit nach Hause nehmen und weiter üben. Ein Spazierstock macht einfach Spaß, oder? Tatsächlich habe ich mir auch einen Siegelring mitgenommen. Einige Mitglieder der Familie Holmes tragen einen solchen Ring, Sherlock jedoch nicht. Ich wollte unbedingt einen haben und habe gefragt, ob sie mir einen zusätzlichen anfertigen könnten – und das haben sie getan. Den habe ich also wirklich mitgenommen.