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„Squid Game 2“: Das Spiel geht weiter

Bevor am 26. Dezember bei Netflix die zweite Staffel „Squid Game“ startet, sprechen die Hauptdarsteller Lee Jung-jae und Lee Byung-hun bei uns über die neuen Folgen.

Bevor am 26. Dezember bei Netflix die zweite Staffel „Squid Game“ startet, sprechen die Hauptdarsteller Lee Jung-jae und Lee Byung-hun bei uns über die neuen Folgen.

 

Habt ihr nach dem weltweiten Erfolg der ersten Staffel für die zweite Staffel einen gewissen Druck verspürt?

Lee Jung-jae: Jeder Menge Druck, auf jeden Fall. Ich habe mir bei der Vorbereitung für die zweite Staffel sehr viele Gedanken gemacht und es musste viel geprobt werden. Aber der Regisseur und die Crew haben noch mehr als ich in dieses Projekt gesteckt. Dank ihnen und unser aller Zusammenarbeit haben wir meiner Meinung nach etwas wirklich Großartiges auf die Beine gestellt.

Der Frontmann bzw. In-ho spielt in der neuen Staffel eine viel größere Rolle. Wie war das für dich?

Lee Byung-hun: Es gab mehr Szenen, bei denen ich mich nicht mehr hinter einer Maske verstecken musste, sondern diese komplizierten, verworrenen Emotionen zeigen konnte. Es war eine Herausforderung, aber die Komplexität der Emotionen hat mich als Schauspieler an dieser Figur fasziniert. Ich fühlte mich freier und hatte mehr Spaß daran, diese Figur zu spielen.

Was hat euch bei der zweiten Staffel am meisten überrascht?

Lee Jung-jae: Die Dynamik der Figuren war für mich der faszinierendste Aspekt der ersten Staffel. Es war unglaublich, dass all diese Figuren eine eigene Geschichte hatten. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin tritt das Spiel mit anderen Emotionen und Motivationen an, alle haben andere Gründe, warum sie das Spiel unbedingt gewinnen wollen. Ich finde, sie sind sogar noch tiefgründiger und beleuchten, wie sich die Konflikte zwischen den Figuren verschärft haben. Die Menschen, denen Gi-hun bei dem Spiel begegnet, und die Dynamik mit denen, die er schon vorher kannte, übertraf wirklich meine kühnsten Vorstellungen. Als ich das Drehbuch zum ersten Mal las, dachte ich mir: „Moment mal, so wird sich das entwickeln? Es kommt zu diesen Begegnungen? Moment, wie können sie so auseinandergehen?“ Die Prämissen und Emotionen, die in den Beziehungen der Figuren stecken, waren am überraschendsten.

Lee Byung-hun: Es ist immer die Rede davon, dass zweite Staffeln häufig nicht so gut sind wie ihre Vorgänger. Aber diese zweite Staffel ist wirklich noch viel besser als die erste. Ich dachte, die Drehbücher für die zweite Staffel könnten nicht besser sein, aber dann nahm Regisseur Hwang am Set kleinste Veränderungen vor und wissen Sie was? Sie wurden sogar noch besser. Sein unglaubliches Talent fürs Geschichtenerzählen verschlägt mir wirklich die Sprache.

Gi-hun nimmt erneut an den Spielen teil. Wie war es, in den Schlafsaal zurückzukehren?

Lee Jung-jae: Ich habe mir oft versucht vorzustellen, wie das wohl für Gi-hun ist. Er hat das alles in der ersten Staffel durchgemacht. Was ist das für ein Gefühl für ihn, wenn er in den Schlafsaal zurückkehrt und zum ersten Mal die Augen aufschlägt? Es könnte sein, dass er anfängt zu zittern oder er könnte diese brennende Motivation haben, lebend dort rauszukommen, aber es sind sehr viele komplexe Emotionen im Spiel. Weil es der Ort ist, an dem zahlreiche Menschen die nächste Runde nicht überleben werden, hat Gi-hun wahrscheinlich viel an die gedacht, die es beim letzten Mal nicht geschafft haben: Die Menschen, die nicht mehr da sind, besonders Sang-woo und Sae-byeok, und eine Flut komplexer Emotionen bricht über ihn herein. Als ich ans Set kam, konnte ich all diese Emotionen, die ich mir ausgemalt hatte, körperlich spüren. Ich glaube, in meiner Schauspielkarriere war das mit Abstand das Set, das mich emotional am meisten umgehauen hat.

Wie hat sich Gi-hun verändert?

Lee Jung-jae: Er ist fest entschlossen, dafür zu sorgen, dass diejenigen, die ihm das angetan haben, bestraft werden. Gi-hun hat zwar keinen Einfluss und keine genaue Strategie, um das Problem zu lösen, aber er weiß ganz genau, dass dies niemals wieder passieren darf. Diese Einstellung spielt für seine Motivation in der neuen Staffel die größte Rolle. Er hat es sich einfach in den Kopf gesetzt, dass er alles verändern muss. Gi-hun wird aber auch ernster. In der ersten Staffel gab es Raum, um einen Blick auf Gi-huns Optimismus und positive Energie werfen zu können. Dieses Mal geht es mehr darum, dass er konzentriert ist und zweckgerichtet handelt.

 

Darum geht’s in Staffel 2

Drei Jahre nach seinem Sieg ist Nummer 456 weiterhin fest entschlossen, die Menschen zu finden, die hinter dem Spiel stecken, um ihren mörderischen Machenschaften ein Ende zu setzen. Gi-hun finanziert seine Suche mit seinem neuen Vermögen und wählt den naheliegendsten Anhaltspunkt: Er versucht, den Mann im Anzug zu finden, der in der U-Bahn Ddakji spielt. Endlich tragen seine Mühen Früchte. Doch der Weg, um die Organisation unschädlich zu machen, stellt sich als tödlicher heraus als angenommen: Um das Spiel ein für allemal zu beenden, muss er erneut daran teilnehmen.