Der Begriff „Sexting“ setzt sich aus Sex und Texting zusammen. Beim Sexting verschickt man schmutzige Nachrichten oder Fotos per Internet oder Handy. Das kann sehr reizvoll sein, aber auch unangenehme Folgen haben, wenn freizügige Pics unerlaubt weitergegeben werden.
Wenn ihr im Vertrauen erotische Fotos geschickt bekommt, so sind diese nur für eure Augen bestimmt. Wenn ihr euch mal streitet und diese aus Rache weiterschickt, ist das nicht nur extrem uncool, sondern kann auch rechtliche Folgen haben. Wenn ihr Nacktfotos von unter 18-Jährigen weiterschickt, könnt ihr euch sogar wegen Weiterverbreitung von Kinderpornografie strafbar machen. Selbst der bloße Besitz solcher Fotos ist in Österreich strafbar.
Sexting ist dann erlaubt, wenn beide über 14 Jahre alt und damit einverstanden sind. Was tun, wenn eines eurer Nacktfotos im Internet auftaucht? Ist ein Nacktfoto einmal im Internet gelandet, kann es nur sehr schwer wieder entfernt werden. Kontaktiert alle Personen, die das Foto veröffentlicht haben und fordert sie auf, die Bilder zu löschen. Wenn ihr unter 18 Jahre alt seid, gelten intime Aufnahmen von euch als Kinderpornografie – der Besitz und die Weiterverbreitung sind daher strafbar! Seid ihr auf einem Foto in herabsetzender oder bloßstellender Weise abgebildet, greift das sogenannte „Recht am eigenen Bild“: Ihr könnt die Person zur Löschung des Bildes auffordern und gegebenenfalls weitere rechtliche Schritte einleiten – beispielsweise auch zur Polizei gehen. Meldet unangemessene Bilder bzw. beteiligte Personen direkt an die Seitenbetreiberund fordert sie zur Löschung auf.
Tipps: Um eure Privatsphäre zu schützen, solltet ihr intime Fotos am besten auf einer externen Festplatte oder einem USB-Stick sichern und nicht im Internet bzw. einem Cloud-Speicherdienst! Sorgt dafür, dass man auf Nacktfotos euer Gesicht nicht sieht oder ihr nicht zu erkennen seid. Achtung bei Snapchat: Auch hier können Bilder gespeichert werden, ohne, dass ihr das überhaupt bemerkt. Stoßt ihr im Internet auf kinderpornografische Inhalte, meldet diese anonym auf: www.stopline.at.
