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Vorsicht! Cyber-Grooming

Bei „Cyber-Grooming“ erschleichen sich (meist männliche) Erwachsene im Internet – vor allem auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat – das Vertrauen von Jugendlichen oder Kindern, um sie sexuell zu belästigen oder sie im schlimmsten Fall sogar zu missbrauchen.

Was ist Cyber-Grooming?

Begriffserklärung: „to groom“: pflegen, präparieren, jemanden aufbauen.

Bei „Cyber-Grooming“ erschleichen sich (meist männliche) Erwachsene im Internet – vor allem auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat – das Vertrauen von Jugendlichen oder Kindern, um sie sexuell zu belästigen oder sie im schlimmsten Fall sogar zu missbrauchen. Oft geben sich die Täter dabei auch als Gleichaltrige aus. Am Anfang versuchen sie das Vertrauen zu ihren Opfern aufzubauen. Haben sie das geschafft, fragen sie meistens nach den ersten Fotos. Es beginnt in der Regel mit harmlosen Aufforderungen à la „Schick mal ein Bild von deinem Lächeln“ oder ähnlichem und geht dann schnell in eine sexuelle Richtung, wie Fotos von der Unterwäsche oder Nacktfotos. Diese Bilder nutzen die „Groomer“, um ihre eigenen Fantasien zu befriedigen oder stellen sie sogar als Kinderpornos ins Netz.

Die fiesen Groomer-Tricks:

Manche Groomer geben sich als Modelfotograf oder -agent aus und versprechen den Teenies, sie berühmt zu machen. Dafür fordern sie dann meist Bilder in Unterwäsche oder sogar Nacktfotos. Manche bieten auch Geld für Bilder. „Ich zahle dir 50 Euro, wenn du mir ein Bild von dir in Unterwäsche schickst!“ Das schnelle Geld klingt oft sehr verlockend, kann aber gefährlich werden.

Cyber-Grooming erkennen

Wir haben einige Punkte für dich zusammengefasst, an denen du erkennen kannst, dass es sich bei deinem Chat-Partner um einen Groomer handeln könnte:

  • Die Person macht dir auffällig viele Komplimente und schleimt extrem.
  • Die Person erkundigt sich, ob du ganz allein am Handy oder am PC sitzt. Dabei geht es meist darum, dass der Groomer sichergehen will, dass niemand mitliest.
  • Die Person fragt nach sehr intimen Dingen, zum Beispiel ob du schon deine Periode hast oder welchen Slip du trägst.
  • Die Person bietet dir Geschenke an, wenn du Bilder oder Videos verschickst.
  • Die Person schneidet immer wieder sexuelle Themen an.
  • Die Person schickt dir Bilder von seinen Geschlechtsteilen.

Das kannst du gegen Cyber-Grooming tun:

Beweise sichern & anzeigen

Cyber-Grooming ist strafbar! Sprich mit deinen Eltern ganz offen darüber, dass du über das Internet belästigt worden bist. Bei der nächsten Polizeidienststelle kannst du Anzeige gegen den Täter erstatten. Wichtig ist, dass du dir Beweise sicherst. Mach Screenshots von den Nachrichten – auch wenn du mit der Situation am liebsten nichts mehr zu tun haben möchtest.

Melden & blockieren

Melde die Groomer auf der jeweiligen Social-Media-Plattform, damit die Seitenbetreiber die Person sperren können.

Konto auf „privat“ stellen oder neues Konto anlegen

Damit du erst gar nicht ins Visier der Cyber-Groomer gerätst, ist es ratsam dein Konto auf „privat“ zu stellen. So kannst du kontrollieren, wer dir folgt, deine Bilder und Videos sieht und dir Nachrichten schreiben kann. Wenn du mal belästigt wurdest und immer noch ein ungutes Gefühl oder Angst vor dem Groomer hast, kannst du deinen Account auch löschen und einen neuen anlegen.

Wenn du nicht gleich mit deinen Eltern darüber sprechen willst, kannst du dir auch Hilfe über Rat auf Draht suchen. Einfach 147 anrufen die Berater helfen dir anonym und kostenlos weiter.