© Flannery Underwood

Charli D’Amelio: „All meine Lebensziele hatte ich bereits mit 16 erreicht!“

Wie ist das Leben als TikTok-Superstar? Bei uns spricht Charli D’Amelio über ihren internationalen Aufstieg, den Fame und wie sie mit Hate umgeht.

Wie ist das Leben als TikTok-Superstar? Bei uns spricht Charli D’Amelio über ihren internationalen Aufstieg, den Fame und wie sie mit Hate umgeht.

 

Du bist innerhalb kürzester Zeit zu einem internationalen Star geworden. Wie hat sich dein Leben in den letzten Jahren verändert?

Charli D’Amelio: Wie es in den letzten Jahr war, kann ich kaum beantworten, weil bloß die letzten Monate schon der Wahnsinn waren. Es ist unglaublich, was wir, also meine Schwester Dixie und ich, alles erreicht haben und wie sehr sich unsere Leben verändert haben. Wenn ich zurückdenke, ist die größte Veränderung zwischen damals und heute nicht der Lifestyle oder so etwas, sondern meine persönliche Entwicklung.

Mit 17 Jahren bist du noch sehr jung. Kam dein Fame zu früh, warst du bei deinem Durchbruch noch zu jung?

Charli: Es ist bei mir wirklich schnell gegangen und ich denke, dass das auch der Grund war, warum ich anfangs auf Social Media noch sehr emotional reagiert habe, wenn mich Leute beleidigt haben. Doch das ist genau was sie wollen, das ist es nicht wert und macht es sogar noch schlimmer. Ich bereue nicht, damals so reagiert zu haben, denn es ist ein Lernprozess, aber heute würde ich nicht mehr so reagieren.

Wie gehst du heute mit Hate um?

Charli: Ich versuche einfach positiv zu bleiben und mich nicht auf das Negative zu fokussieren. Aber klar ist das ein ständiger Lernprozess. Soll ich auf die Gerüchte in den Medien reagieren, obwohl sie überhaupt nicht stimmen? Hat derjenige recht und mache ich dies und das völlig falsch? Bin ich nicht hübsch genug oder sehe ich auf dem Foto nicht gut genug aus? Aber egal was ich machen werde, die Kommentare werden sich nicht ändern – und das habe ich mittlerweile verstanden. Jede Situation könnte man in fünfzig verschiedenen Versionen durchspielen und jedes Mal würde zumindest einer ein Problem damit haben. Ich habe deshalb eingesehen, dass es gar nicht an mir liegt, sondern an den Leuten. Deshalb besinne ich mich darauf, das zu tun was mir gefällt, Spaß macht und worin meine Familie mich bestärkt. Ich versuche, das bestmögliche Ich zu geben und nicht ein Ich, das andere gerne hätten.

Kannst du dir deinen Erfolg selbst erklären?

Charli: Das Ganze hat ja eigentlich aus Spaß begonnen. Leute schauen gerne anderen dabei zu, wie sie Spaß haben – das war sicher ein Grund für meinen Erfolg. Ich habe auf meinem Kanal alleine oder mit Schulfreundinnen getanzt und ganz normale Dinge gemacht. Immer mehr Leute wurden auf meine Seite aufmerksam und ich war damit irgendwie zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es war sicher auch Glück dabei, aber es hat bestimmt auch geholfen, dass ich Tänzerin bin. Es gibt bestimmt ganz viele Gründe die irgendwie zusammenhängen, aber eine einfach Erklärung für meinen Erfolg gibt es nicht und wird es auch nie geben. Deshalb höre ich auch gerne die Geschichten, wie meine Fans auf mich aufmerksam geworden sind, denn es ist wirklich jedes Mal eine andere Story.

Was ist die größte Herausforderung am Berühmtsein?

Charli: Oh mein Gott! Manchmal ist man einfach am Boden und hat einen Tag, an dem man über nichts und mit niemandem reden möchte. Ich bin ohnehin eher introvertiert und ängstlich, wenn ich mit fremden Leuten reden muss, aber das ist Teil des Geschäfts. Es ist eine Challenge. Dixie handled das Promileben auf jeden Fall besser als ich (lacht). Mein großes Problem ist, dass ich von meinen Gefühlen sehr leicht überwältigt werde. Ich versuche täglich mich zu verbessern, aber zum Glück habe ich meine Familie um mich. Ein Großteil meiner Fans weiß auch, dass ich sehr emotional bin und hat dafür Verständnis.

Du sprichst auch offen über Mental Health und setzt dich für das Klima, Body Positivity und gegen Mobbing ein. Warum ist dir das wichtig?

Charli: Wir haben eine riesige Plattform und ich bin der Meinung, dass es fast schon unsere Pflicht ist, diese auch zu nützen, um so vielen Menschen wie möglich zu helfen. Wir machen noch viel mehr hinter den Kulissen, was ihr gar nicht mitbekommt, aber es fühlt sich einfach gut und richtig an, den Leuten auch etwas zurückzugeben.

Schwierige Frage, aber wo siehst du dich selbst in fünf bis zehn Jahren?

Charli: Ganz ehrlich, ich hatte ein Vision Board mit meinen Lebenszielen, aber ich hatte alles davon bereits mit 16 Jahren erreicht, was absolut verrückt ist. Deshalb habe ich beschlossen, mir keine Ziele mehr zu setzen. Tanzen ist nach wie vor meine große Leidenschaft, aber da wir bereits so viel mehr erreicht haben, als wir uns jemals gewünscht hätten, ist es sehr schwierig, da noch Wünsche zu äußern. Wir wollen uns von der Reise, die wir zweifelsohne noch vor uns haben, einfach treiben lassen und freuen uns auf alles was noch kommt.