Am 06. April 2023 startet bei Prime Video die vierte Staffel von „LOL: Last One Laughing“. Bei uns erfahrt ihr, wie schwierig es ist, nicht zu lachen.
MICHAEL MITTERMEIER:
Es ist die geilste Challenge, die es gibt, aber es ist wirklich hardcore. Im Grunde genommen ist es die Psycho-Couch für Komiker. Es holt einen richtig runter. Man denkt, man ist lustig, und dann sitzen da vor dir lauter Menschen, die du magst, und sie schauen dich alle an wie die zweite Reihe beim Bond-Bösewicht. Und auch für mich selbst war es eine neue Erfahrung. Wenn ich auf der Bühne etwas erzähle, dann mache ich das ja mit Lust und Laune. Dass ich dabei plötzlich nicht mal die Mundwinkel hochziehen durfte, war geil und gaga in einem.
CORDULA STRATMANN:
Ab dem Moment, in dem Bully sagt „Es geht los“, ab da bist du im Arsch. Ich dachte mir noch so: Was machst du eigentlich hier, du bist hier ja komplett falsch (lacht), und dann erklingt der Buzzer und es ist vorbei. Man kann ja nicht so tun, als wäre man nicht da – auch wenn ich das später öfter mal versucht habe. Man kann es wirklich nicht beschreiben. Da drinnen verliert man sein Zeitgefühl, sein Raum- und Körpergefühl. So verklemmt war ich in meinem ganzen Leben noch nicht. Dieser Kampf mit sich selbst, nicht zu lachen und gleichzeitig dieser innere Druck, als Komikerin die anderen sehrwohl zum Lachen bringen zu sollen. Das war einfach Wahnsinn.
KURT KRÖMER:
Man kann sich auf LOL nicht vorbereiten. Auch wenn man schon mehrfach dabei war, ist die Anspannung und die Schwierigkeit immer dieselbe. Ich finde aber, dass meine Faulheit mit diesem Format etwas belohnt wird, weil ich mich generell nicht gerne vorbereite (lacht). Für mich ist LOL jedes Mal wie aus dem Fenster springen mit der Hoffnung, dass Bully unten eine Matraze hingelegt haben wird.
ELTON:
Ich bin unheimlich leicht zum Lachen zu bringen. Joko und ich waren irgendwie das Freiwild zwischen den ganzen anderen Wölfen (lacht). Wenn man sich LOL zuhause anguckt, dann ist es vielleicht lustig, aber als Teilnehmer ist das psychisch wirklich sehr anstrengend. Auch körperlich… wir mussten meinetwegen sogar ganz kurz innehalten, denn ich habe so schnell geatmet, um nicht zu lachen, dass ich dann tatsächlich hyperventiliert habe. Es hat mich wirklich fertiggemacht, aber ich bin trotzdem stolz, dass ich dabei sein durfte.
MORITZ BLEIBTREU:
Ich bin als Schauspieler zwar gewohnt, mich an einer Rolle festzuhalten und in der Figur habe ich dann auch eine ziemlich gute Kontrolle über mich, aber bei LOL war ich ja ich selbst und da war es dann echt schwierig. Lachen ist ein absolutes Grundmittel meiner Persönlichkeit. Mir ist erst jetzt durch die Sendung klar geworden, wie viel ich eigentlich lache. Ich laufe den ganzen Tag mit einem Lächeln durch die Welt und wenn man mir das nimmt, dann macht das schon etwas mit einem. Das war eine bizarre Geschichte. Es hat Spaß gemacht, es war eine Mischung aus Kindergeburtstag und Sozialexperiment, aber ich möchte nie wieder in meinem Leben sechs Stunden ohne Lachen verbringen.
JAN VAN WEYDE:
Für mich war es generell komisch. Ich bin ja jetzt nicht so bekannt, dass alle gleich sagen: „Ah, der Jan van Weyde“. Für mich war es dafür so: Oh, das ist der echt Joko Winterscheidt (lacht). Also, ich war am Anfang schon sehr starstrucked. Zudem wusste ich, dass ich mich zuhause vorm Fernseher bei den ersten drei Staffeln überhaupt nicht zusammenreißen konnte – ganz im Gegenteil, ich musste soooo oft Pause drücken, weil ich dermaßen lachen musste. Und dann kommst du als etwas unbekannterer Stand-Up-Comedian da hin… ich war richtig verkrampft, weil ich solche Angst hatte, dass ich schon nach vier Sekunden rausfliege.
JOKO WINTERSCHEIDT:
Ich bin privat eher ein ernsterer Typ und ich war ja privat da, aber es war trotzdem nicht einfach, nicht zu lachen. Zum einen meinten irgendwie alle, nachdem sie mich gesehen hatten: „Oh, du bist auch da, dann werde ich wenigstens nicht Letzter“. Das war schon mal Druck, aber es ist natürlich auch sauschwer, wenn da Leute dabei sind, die man sich privat gerne reinzieht und lustig findet, und dann trifft man die plötzlich, aber mit dem Ziel nicht zu lachen. Es war echt fast unerträglich. Es sind wirklich Schmerzen, wenn man in so einer Runde steht, eigentlich lachen möchte, aber nicht darf, weil das part of the game ist. Ich hätte nie gedacht, wie anstrengend das sein kann.
HAZEL BRUGGER:
Ich kann mich tatsächlich nur an sehr wenig erinnern. LOL ist irgendwie eine der wenigen Aufzeichnungen, wo man noch eine dritte Gehirnhälfte aktiviert. So wie wenn eine Mutter ein Auto hochhebt, um ihr Baby zu retten… und Elton ist das Auto und Joko ist mein Baby (lacht). Ich liebe es zu lachen und vor allem auch gerade weil mein Humor recht trocken ist, zeige ich gerne, wenn ich mich darüber freue, jemanden zum Lachen gebracht zu haben. Das zu unterdrücken war dann auch gar nicht so einfach.
