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Zum ersten Mal beim Frauenarzt

Erste Male sind immer sehr aufregend. Der allererste Besuch beim Frauenarzt ist aber ein besonderer Termin, der mit ganz viel Nervosität verbunden sein kann. Wir erklären dir, was beim Frauenarzt passiert und warum du keine Angst haben musst.

Erste Male sind immer sehr aufregend. Der allererste Besuch beim Frauenarzt ist aber ein besonderer Termin, der mit ganz viel Nervosität verbunden sein kann. Wir erklären dir, was beim Frauenarzt passiert und warum du keine Angst haben musst.

Was passiert beim ersten Frauenarzt-Besuch?

Das Wichtigste zuerst: Du musst nicht nervös sein! Denn, wenn du nicht möchtest, muss die gynäkologische Untersuchung nicht bei deinem ersten Frauenarzt-Termin stattfinden. Das heißt, der Arzt wird erstmal nur ein Gespräch mit dir führen. Bei deinem ersten Besuch sollte es vor allem darum gehen, eine angenehme Atmosphäre und eine gute Vertrauensbasis zu schaffen. Er wird dir Fragen zu deiner Periode stellen, ob es Beschwerden gibt, ob du schon einmal Geschlechtsverkehr hattest oder, ob du generell Fragen hast. Trau dich ruhig und frage ihn alles, was dir unter den Nägeln brennt. Dein Frauenarzt kennt kein Tabu – egal, ob es um deine Regel, deine Sexualität oder deinen weiblichen Körper geht.

Wann sollte ich zum ersten Mal zum Frauenarzt gehen?

Die meisten Mädchen gehen vor ihrem 18. Lebensjahr das erste Mal zum Frauenarzt. Hast du gesundheitliche Probleme, sehr starke Regelschmerzen, ungewöhnlichen Ausfluss oder Unterleibsschmerzen, solltest du sofort zum Arzt gehen. Wenn du einen Partner hast und über Sex nachdenkst, macht es Sinn, sich vorab schon einmal untersuchen zu lassen und Rat über geeignete Verhütungsmittel einzuholen.

Muss ich meine Eltern mitbringen?

Du darfst allein zum Frauenarzt gehen. Ist es dir lieber, dass du begleitet wirst, frag ruhig deine Mutter, eine Freundin oder deinen Freund. Keine Sorge: Bei der Untersuchung, bleibt deine Begleitung dann selbstverständlich vor der Tür.

Arzt oder doch lieber eine Ärztin?

Das ist ganz dir überlassen, DU entscheidest bei wem du dich wohler fühlst. Es sind alles ausgebildete Experten und für deine Gesundheit da. Sie sind einfühlsam, sanft und bemühen sich sehr, eine Wohlfühlatmosphäre für dich zu schaffen. Viele Mädchen fühlen sich auch sicherer, zum selben Arzt wie Mama, Schwester oder Freundin zu gehen.

Wichtig:

  • Gehe einmal im Jahr zur Kontrolle!
  • Ruf rechtzeitig in deiner Praxis an. Meistens erhält man nicht so schnell einen Termin, sondern muss etwas warten. Anders ist es, wenn du akute Probleme hast.
  • Falls du einen Kalender hast, in dem du deine Periode einträgst, bring ihn mit. Auf jeden Fall solltest du den erster Tag der letzten Blutung wissen.
  • Notiere dir alle Fragen, die du deinem Arzt stellen möchtest. Du darfst ihn alles fragen, nichts ist tabu!
  • Lege deinen Termin so, dass du zu diesem Zeitpunkt NICHT deine Tage hast! Der Arzt kann dich nicht vaginal untersuchen, wenn du blutest.
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Was passiert bei einer gynäkologischen Untersuchung?

1. Vor der gynäkologischen Untersuchung wird dich dein Arzt oder deine Ärztin bitten, dich untenrum auszuziehen. Das ist beim ersten Mal noch etwas eigenartig, gehört aber dazu. Und keine Sorge: Dein Arzt sieht das jeden Tag!

2. Danach setzt du dich auf den so genannten gynäkologischen Stuhl. Wichtiger Tipp: Versuche dich zu entspannen! Ja, es ist eine ungewohnte und befremdliche Position, so entblößt vor jemandem zu liegen. Du darfst dich aber wirklich fallen lassen.

3. Bei der Untersuchung wird der Arzt zunächst ein sogenanntes Spekulum in deine Scheide einführen und sie so etwas auseinanderspreizen, damit er den Muttermund untersuchen kann. Mithilfe eines kleinen Stäbchens oder Bürstchens führt er dort einen Zellabstrich durch, der ins Labor geschickt wird. Dieser Vorgang kann etwas unangenehm sein, ist aber für die Krebsfrüherkennung wichtig. Mit einem Wattestäbchen wird er auch deinen Ausfluss direkt aus dem Muttermund abstreifen und unter dem Mikroskop ansehen.

4.Hattest du bereits Sex, wird der Arzt auch ein vaginales Ultraschallgerät einsetzen, das er in dich einführt und somit deine Eierstöcke und deine Gebärmutter ansehen kann. Das Stück hat eine längliche Form und wird dich vielleicht an einen Penis erinnern. Keine Angst, es tut weder weh, noch ist es unangenehm.

5.Außerdem wird dein Gynäkologe auch noch deinen Unterbauch abtasten. Dazu führt er die Finger einer Hand in dich ein und drückt mit der anderen Hand von oben auf deinen Bauch. Dieser Teil der Untersuchung ist völlig normal und gehört zu einem umfassenden Befund dazu.

6.Zuletzt darfst du dich wieder aufsetzen und musst noch einmal kurz dein T-Shirt kurz hochheben. Der Arzt tastet dann deine Brust genau ab, um sicherzugehen, dass auch dort alles in Ordnung ist und keine Knoten zu spüren sind.