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Girlstalk: Ich mach’s mir selbst.

Ist Selbstbefriedigung ein Tabuthema? In der COOL-Mädchen-Redaktion wurde diesmal über Masturbation geplaudert.

Ist Selbstbefriedigung ein Tabuthema? In der COOL-Mädchen-Redaktion wurde diesmal über Masturbation geplaudert.

 

Victoria: Wer will starten? Ich will diesmal nicht die allererste Nachricht schreiben (lacht).

Daniela: Ok, dann starte ich mal des Thema (grinst). Selbstbefriedigung ist schon lange kein Tabu mehr und sollte auch keines sein – vor allem für Teens, die ihren Körper erkunden. Alleine, um herausfinden, was einem gefällt und was nicht, ist es ein absolutes Must-do!

Victoria: Ja, total! Bevor man mit einer zweiten Person erste Abenteuer erlebet, ist es gut, selbst zu wissen, worauf man steht und wie der eigene Körper tickt. Selbstbefriedigung ist eine Form der Selbstliebe! Lerne deinen Körper und deine Bedürfnisse kennen.

Kathi: Dazu habe ich einen guten Input (lacht). Ich hatte beim Sex mit meinem ersten Freund ewig keinen Orgasmus und war mir auch nicht sicher, wie sich der beim Sex anfühlen sollte, weil ich es einfach nicht kannte. Durch Selbstbefriedigung hab ich dann aber herausgefunden, was mir gefällt und was mich auch zum Orgasmus bringt. Das hab ich meinem Freund dann gesagt und alles war super.

Daniela: Vor allem in jungen Jahren ist das als Mädchen unglaublich schwer beim Sex zum Höhepunkt zu kommen, vor allem, wenn der Junge auch keine oder nur wenig Erfahrung hat. Wer durch Selbstbefriedigung weiß, wie man angefasst werden möchte und das dem anderen kommuniziert, ist klar im Vorteil.

Victoria: Jap, wobei ich finde, dass bei Selbstbefriedigung und penetrativem bzw. jedem Sex der Weg das Ziel ist. Also ich würde nicht sagen, man soll nur masturbieren, damit der Partner einen zum Kommen bringt. Erregung ist ja generell cool, auch ohne Höhepunkt. Außerdem ist Masturbation ja auch ein tolles Werkzeug in stressigen Zeiten. Also manche kommen durch Selbstbefriedigung beispielsweise vom Prüfungsstress runter …

Kathi: Da stimme ich dir voll zu, aber beim Sex gar nie zu kommen ist doch schon ein bisschen uncool. Was sagt ihr eigentlich zu Selbstbefriedigung in einer Beziehung? Ich finde es beispielsweise super krass, wenn der Partner oder die Partnerin eifersüchtig oder böse ist, nur weil man sich selbstbefriedigt. Ich mach mir auch was zu essen, wenn ich Hunger habe und warte nicht zwingend bis mein Partner auch gerade da ist und was essen will. Gut, der Vergleich hinkt (lacht). Aber ich finde es wichtig, auch in einer Partnerschaft die eigene Sexualität nicht zu verlieren.

Daniela: Ich hatte mal Freundinnen, die ihrem Freund sogar verboten hatten, sich selbst zu berühren. Das geht meiner Meinung nach nicht! Niemand darf einem vorschreiben wie, wann und ob man sich selbstbefriedigt. Masturbation ist Selbstliebe und hat überhaupt nichts mit Betrügen zu tun.

Victoria: Es macht auch nur unnötig Druck, wenn man vom Parnter jedes Mal Sex erwartet, wenn man selbst horny ist. So ein Blödsinn, wenn du notgeil bist und ich schlafen will, dann geh halt ins Wohnzimmer, aber lass mich pennen (lacht). Sich selbst zum Sex mit dem Partner überreden oder zwingen, ist maximal toxisch und endet erfahrungsgemäß immer mies. Sexuelle Freiheit everyone!

Daniela: Jeder darf sich seinen Bedürfnissen hingeben, wie er möchte.

Victoria: Wie seht ihr das mit Sexfantasien? Ist es für euch „Fremdgehen“, wenn ihr beim Masturbieren an Henry Cavill denkt? Oder an euren hübschen aber unsympathischen Ex? (lacht)

Daniela: Mhm, kommt ein bissi darauf an. Hotte Promis finde ich okay, wenn aber der/die Ex oder sonst jemand aus dem echten Leben involviert ist, wird‘s problematisch.

Kathi: Fantasien sind etwas sehr Persönliches und sollen nur der Person gehören, die sie hat. Aber ja, wenn mir mein Freund sagen würde, dass er beim Masturbieren immer an seine Ex denkt, wär ich auch nicht happy. Deswegen: Keep it to yourself!

Victoria: Spicy Thema, aber wir haben ja die Sommercamps hinter uns und die Schulskikurse vor uns: Gönnt ihr euch auch heimlich, wenn andere Leute in der Nähe sind?

Kathi: Hab ich tatsächlich nie gemacht, hatte aber auch nie das Verlangen danach. Aber wenn’s wer macht: You do you. Aber mich kickt’s generell nicht wenn andere Menschen dabei sind. Ich hab gern meine Ruhe (lacht).

Daniela:  Ich hatte auch nie Lust, wenn andere mit im Raum waren oder in unmittelbarer Nähe. Aber wenn‘s grad passt, warum nicht?

Victoria: Ist vermutlich ein Voyeurismus-Kink: Man steht auf die Gefahr und Anspannung, möglicherweise entdeckt zu werden.

Daniela: Was haltet ihr eigentlich von Toys oder anderen Tools zum Masturbieren?

Victoria: Toys sind für mich lustige Spielzeuge, die flutschig, dehnbar oder wackelnd sind. Ich benutze die aber eher als Fidget Toys, damit meine Hände beim Netflix-schauen beschäftigt sind (lacht). Sonst bin ich #TeamHandarbeit. Die hat man immer bei sich und sie machen die wenigsten Geräusche. Wichtig ist nur, direkt vorher und nachher Hände zu waschen – man will sich keine Harnwegsinfekte durch dreckige Hände holen.

Daniela:  Ich war als Teenie sooo neugierig und wollte mir unbedingt einen Vibrator zulegen. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich unfassbar nervös war, einen zu kaufen. Heute bestelle ich einfach im Netz, was mir gefällt. Die getarnten Boxen sind da natürlich super (grinst).

Kathi: Ich find das mittlerweile auch sehr entspannt, muss ich sagen. Aber früher war schon Kondome kaufen End-Level (lacht).

Victoria: Ich hab mir mit 17 mal einen Amorelie-Adventskalender gekauft und hatte die Bombenidee, ihn vom Bahnhof heimzuschleppen. 20 Minuten quer durch die Stadt mit dem 1×1,2 Meter großen und knallig beschrifteten Karton. Mein Stolz und meine Schüchternheit sind seit diesem Tag futsch (lacht).

Daniela:  Schönes Schlusswort (alle lachen).