Richtungsweisend? Wird Ed Sheerans nächstes Album eine Multikulti-LP oder ist das persisch angehauchte „Azizam“ nur eine Ausnahme?
Mit dem Release von „-“ schloss sich für Ed Sheeran vor zwei Jahren ein Kreis. „+“ war 2011 sein Debütalbum, gefolgt von „ד (2014), „÷“ (2017) und „=“ (2021). Mit den drei allerletzten „+–=÷× Tour“-Konzerten in Düsseldorf im September geht die legendäre Mathematics-Era des britischen Popstars in diesem Jahr endgültig zu Ende. Wie geht es für Ed Sheeran danach weiter? Zwar hat er mit „Autumn Variations“ inzwischen auch ein Acoustic-Album veröffentlicht, doch wie könnte Eds neue Popmusik klingen?
Seit letztem Monat haben wir zumindest eine ungefähre Vorstellung davon, denn mit „Azizam“ hat Ed Sheeran die erste Single seines kommenden Albums „Play“ releast. „Azizam“ (persisch für „mein Liebling“) entstand aus einer Session mit dem schwedisch-iranischen Produzenten Ilya Salmanzadeh (Ariana Grande, Charli XCX, Ellie Goulding, Sam Smith). Im Studio erkannten die zwei schnell, wie viel persische und irische Folkmusik gemeinsam haben. Das Ergebnis: ein berauschender, farbenfroher Multikulti-Popsong, den es mit der iranischen Sängerin Googoosh auch in einer persischen Version gibt. „Obwohl ‚Azizam‘ ganz anders ist als alles, was ich bisher gemacht habe, fühlt es sich für mich trotzdem vertraut an“, sagt Ed. „Der Song sollte sich wie eine ausgelassene Party anfühlen, und Ilya Salmanzadeh hat mir geholfen, diese Idee zum Leben zu erwecken. Die Zusammenarbeit mit ihm war unglaublich inspirierend.“ Wir sind schon gespannt, wie es weitergeht.
